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PSA-Wert

Informationen über den PSA-Wert

Was ist der PSA-Wert?

PSA steht für Prostata Spezifisches Antigen

Das PSA ist ein Eiweiß, welches der Verflüssigung des Spermas dient und von Zellen in der Prostata gebildet wird. Dieser Wert bzw. das Antigen wird bei einer bösartigen Veränderung in der Regel vermehrt produziert und führt somit zu einem Anstieg des PSA-Wertes.

Aber auch andere altersbedingte oder akute Erkrankungen der Prostata können ebenso zu einem Anstieg führen. Demnach sollte ein erhöhter PSA-Wert abgeklärt werden. Zur Abklärung empfiehlt sich eine MRT-Untersuchung der Prostata, weil damit Veränderungen jeglicher Art festgestellt werden können, die zu einem PSA-Anstieg führen.

Der PSA-Wert wird über eine Blutprobe ermittelt.

Wie setzt sich der PSA-Wert zusammen?

PSA-Wert Tabelle

PSA-Wert

Der Gesamt-PSA ist die Summe aus komplexiertem (gebundenem) und freiem PSA.

Komplexiertes PSA

Über das komplexierte PSA erhält man die Information, wie hoch der Anteil von PSA mit gebundenen Bluteiweißen ist, also wie hoch die Konzentration von Eiweiß ist.

Ein Prostatakrebs besitzt in der Regel mehr gebundene Eiweiße als gesunde Zellen und weist demnach eine hohe Eiweißkonzentration auf.

Freie PSA

Das freie PSA gibt an, wie viele Anteile des PSA frei im Blut schwimmen.

PSA Quotient

Der PSA-Quotient errechnet sich, indem der freie PSA durch den Gesamt-PSA dividiert wird. Liegt der Wert unter 20% liegt eine vermehrte Eiweißkonzentration vor. Krebszellen bilden in der Regel mehr Eiweiß bzw. mehr PSA. Somit kann ein Prostatakrebs den PSA-Wert erhöhen.

Liegt der Quotient über 20% liegt eine geringe Eiweißkonzentration vor und die Wahrscheinlichkeit für eine Krebserkrankung ist niedrig.

Verlässlich ist der PSA-Quotient jedoch nicht, da häufig Abweichungen auftreten können. Wir, in der ALTA Klinik, verlassen uns nicht auf den PSA-Quotienten, sondern nutzen den PSA-Quotienten lediglich als zusätzliche Bestätigung zu der MRT-Bildgebung.

Der PSA-Wert als Beobachter und nicht als Diagnosesteller

Es ist unmöglich, nur anhand der Höhe eines PSA-Wertes eine Erkrankung der Prostata festzustellen. Der PSA-Wert kann sowohl bei bösartigen, akuten oder altersbedingten Erkrankungen ansteigen.

Es gibt Männer, die haben alle 3 Erkrankungen der Prostata, die sich jeweils unterschiedlich stark auf den PSA-Wert auswirken können, aber insgesamt zu einem Anstieg des PSA-Wertes geführt haben.

Das bedeutet, dass der PSA-Wert in der Regel auf alle Veränderungen in der Prostata reagiert und sich durch einen Anstieg oder manchmal auch durch eine Schwankung des Wertes bemerkbar macht.

Der PSA-Wert ist ein guter Beobachter und sollte auch nur dafür eingesetzt werden. Die Höhe des PSA-Wertes kann keine Information über die Art der Veränderung bzw. der Erkrankung in der Prostata sagen und keine Diagnose stellen.

Der Diagnosesteller ist die MRT-Untersuchung der Prostata.
Mit dieser Untersuchung werden hochauflösende Bilder gemacht, die unterschiedliche Veränderungen in der Prostata aufzeigen können. Die Untersuchung produziert hunderte von Bildern der Prostata in verschiedenen Ebenen. Durch die Unterstützung modernster Technik und Software können bereits Veränderungen im Frühstadium diagnostiziert werden.

Erhöhter PSA-Wert: Abklärung mit einer MRT der Prostata in der ALTA Kinik

Hoher PSA-Wert Abklärung

Ursachen für einen erhöhten PSA-Wert

Ein Prostatakrebs führt dazu, dass ein PSA-Wert ansteigt. Da ein Prostatakrebs in erster Linie eine bösartige Zellveränderung ist, hat der Mann keine Möglichkeit, einen Prostatakrebs im Frühstadium zu spüren, weil dieser keine Symptome aufzeigt. Die beste Früherkennung funktioniert demnach über den PSA-Wert. Welche Werte, wie zu deuten sind, können Sie aus der PSA-Tabelle entnehmen.

Neben dem Prostatakrebs können ebenso eine altersbedingte Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie: BPH), eine Entzündung oder ein Harnwegsinfekt zu einem PSA-Anstieg führen.

Der PSA-Wert und das Verhältnis zur eigenen Prostata

Der PSA-Wert ist häufig die erste Konfrontation mit der eigenen Prostata. In der Regel spüren die Männer ihre Prostata nicht und sehen können sie das tiefliegende Organ auch nicht. Ebenso ist vielen Männern die Funktion der Prostata unbekannt.

Das kann sich aber schnell ändern, wenn der Urologe oder Hausarzt feststellt, dass der PSA-Wert erhöht ist. In so einer Situation fangen die betroffenen Männer oft an, sich mit der Prostata zu beschäftigen.

Bei jungen Männern treten häufig akute Erkrankungen, wie Infekte oder Entzündungen auf. Bei Männern mittleren Alters kann zusätzlich eine altersbedingte Prostatavergrößerung oder ein Prostatakrebs genauso die Ursache sein.
Es ist eben wichtig zu differenzieren, welcher Auslöser bei jedem einzelnen Mann zu einem PSA-Anstieg geführt hat. Um den Auslöser bestimmen zu können, ist eine MRT-Untersuchung der Prostata angeraten.

Verlauf eines PSA-Wertes

PSA-Werte, die im Normbereich liegen, können abklärungsbedürftig sein, wenn der Verlauf ansteigend ist. Beispielsweise können PSA-Werte bei einem bösartigen Prostatakrebs im Frühstadium unter 4 ng/ml liegen. Bei der jährlichen PSA-Kontrolle wird jedoch ein stetiger Anstieg beobachtet, beispielsweise von 2 auf 3 ng/ml.

Ist der PSA-Wert bereits über 4 ng/ml und steigt der Wert weiterhin an, ist eine Abklärung noch dringlicher. Daher empfehlen wir, frühzeitig mit regelmäßigen Bestimmungen von PSA-Werten anzufangen. Jedoch kann eine regelmäßige PSA-Bestimmung, z. B. alle 3 Monate, nicht die Ursache für einen PSA-Anstieg klären.

Familiäre Vorbelastung und frühzeitige PSA-Wert-Bestimmung

Grundsätzlich sollte eine familiäre Vorbelastung nicht unterschätzt werden. Wenn z. B. der Vater Prostatakrebs hatte, ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Sohn auch an Prostatakrebs erkrankt, tendenziell höher, als bei nicht familiär vorbelasteten Männern.

Wir stellen häufig bei unseren Patienten fest, dass bei denen, die familiär vorbelastet sind, eine Krebserkrankung früher eintreten kann als beispielweise beim Vater. Diesen Patienten wird daher empfohlen, schon frühzeitig mit PSA-Bestimmungen zu beginnen, um bei Auffälligkeiten rechtzeitig reagieren zu können.

Der PSA-Wert kann durch einen Anstieg einen Hinweis zur Abklärung geben. Wir empfehlen daher, den ersten PSA-Wert bereits ab dem 40. Lebensjahr zu bestimmen, weil der PSA-Wert in der Regel bei Veränderungen der Prostata ansteigt, ohne, dass der Mann bemerkbare Anzeichen spürt.

Hoher PSA-Wert – keine Beschwerden und trotzdem Abklärung der Prostata?

Zu verstehen, dass die Prostata genauer untersucht werden soll, ohne Beschwerden zu haben, fällt den meisten Männern schwer. Über 90% unserer Patienten fühlen sich im Allgemeinen gesund. Eine altersbedingte Prostatavergrößerung kann eher Beschwerden machen als ein Prostatakrebs. Die größte Angst bei Männern bleibt, dass sich hinter einem ansteigenden PSA-Wert eine bösartige Erkrankung verbirgt.

Mit der MRT-Untersuchung der Prostata können wir die Ursachen abklären, die zu einem hohen PSA-Wert geführt haben.

Welche Erkrankungen der Prostata können zu einem PSA-Anstieg führen?

1. Altersbedingte Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie)

Eine starke Prostatavergrößerung kann sich auf den PSA-Wert auswirken. Mit steigendem Alter nimmt die Prostata an Volumen zu. Diese Volumenzunahme bedeutet, dass sich die Prostata insgesamt vergrößert. Eine Vergrößerung entsteht aber nur aus dem Kern der Prostata (transitionalen Zone). Das bedeutet, dass Knoten (Adenome) im Prostatakern wachsen, die dazu führen, dass sich die Außenzone (periphere Zone) verschmälert. Eine Vergrößerung muss der betroffene Mann auch nicht immer direkt merken. Meistens macht sich die Vergrößerung durch häufigeren Harndrang bemerkbar.

2. Altersbedingte Prostatavergrößerung und zusätzlich eine chronische Entzündung

Neben der Vergrößerung kann auch eine zusätzlich chronische Entzündung Einfluss auf den PSA-Wert haben. Beides kann sich unabhängig voneinander und jeweils unterschiedlich stark auf den PSA-Wert auswirken.

3. Altersbedingte Prostatavergrößerung und zusätzlich ein Prostatakrebs

Viele Männer glauben, dass ein erhöhter PSA-Wert vorliegt, weil der Urologe eine Vergrößerung der Prostata festgestellt hat. Sicherlich hat eine Vergrößerung auch Einfluss auf den PSA-Wert, jedoch kann in einigen Fällen auch ein zusätzlicher Krebsherd zu einem kontinuierlichen Anstieg führen.

4. Altersbedingte Prostatavergrößerung und zusätzlich eine akute Prostataentzündung (Prostatitis)

Bei einer akuten Prostatitis, ist die Prostata in der Regel durch die Schwellung bemerkbar vergrößert. Der PSA-Wert steigt bei einer akuten Prostatitis stark an. Der betroffene Mann kann die akute Prostataentzündung z. B. durch Brennen beim Wasserlassen merken.

5. Altersbedingte Prostatavergrößerung und zusätzlich 2 Krebsherde

Es ist nicht selten, dass Männer zwei bösartige Krebsherde an zwei unterschiedlichen Stellen haben. Der eine Herd kann in der Außenzone liegen und der andere im Prostatakern. Diese bösartigen Krebsherde können jeweils unterschiedlich in ihrer Bösartigkeit, Ausdehnung und Größe sein. Zusätzlich kann der Anstieg des PSA-Wertes noch durch eine Vergrößerung und einen chronischen Entzündungsherd beeinflusst werden.

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