Prostatavergrößerung – Benigne Prostatahyperplasie

Mit steigendem Alter nimmt bei den meisten die Prostata an Volumen zu. Diese altersbedingte Prostatavergrößerung nennt sich benigne Prostatahyperplasie (BPH). Die Vergrößerung entsteht durch gutartige Knoten (Adenome), die in der Innenzone der Prostata (Prostatakern) in unterschiedlichen Größen wachsen. Diese Knoten können auf die Harnröhre drücken und zu Problemen des Harns bei den Speicher- und Entleerungsfunktionen führen. Die Ursache für die knotigen Veränderungen vermutet man in hormonellen Störungen des älter werdenden Mannes.

Die Außenzone, die für die Funktion der Prostata wichtig ist, verschmälert sich durch die Volumenzunahme der Innenzone und kann zu Funktionsstörungen führen.

Da die Prostata in der Regel ziemlich langsam wächst, bemerken die betroffenen Männer diese Veränderung meistens nicht im Frühstadium. Folgende Symptome (Anzeichen) können bei einer Prostatavergrößerung auftreten:

  • Abschwächung des Harnstrahls
  • nächtlicher Harndrang
  • Probleme bei der Entleerung der Harnblase
  • Druckgefühl, häufiger Wasser lassen zu müssen, weil die Harnröhre verengt ist (als Nebenbefund kann eine chronische Überbeanspruchung der Blasenmuskulatur entstehen)

Im Gegensatz dazu haben junge Männer in der Regel eine kleine Prostata. Die häufigste Prostataerkrankung in jungen Jahren ist die Prostataentzündung.

Patient D. V., 67 Jahre"Was für ein Lebensgefühl!"

Ich bin sehr froh darüber, dass es Herrn Dr. Lumiani gelungen ist, ein so innovatives Verfahren für die Volumenreduzierung einer gutartig vergrößerten Prostata (benigne Prostatahyperlasie) zu entwickeln. Viele Jahre habe ich darunter gelitten, dass ich vier- oder fünfmal in der Nacht zur Toilette musste, an Tiefschlaf war da kaum zu denken. Nach der Operation habe ich nun wieder an Lebensqualität gewonnen.

Das ist allerdings nur ein Aspekt der neuartigen MRT-gesteuerten organerhaltenden Therapie mit dem TUSLA-Pro. Ganz entscheidend ist, dass durch die neue Technik kein Mann mehr Angst vor Inkontinenz und Impotenz haben muss, wenn er an einer vergrößerten Prostata leidet. Ich hab es immer wieder im Bekanntenkreis und in meiner Familie erlebt, was das für einen Mann bedeutet. Mein Vater wurde, als er genau in meinem Alter war, operiert. Seine Prostata wurde „abgehobelt“, um sie zu verkleinern. Eine Technik, die einem heute – 25 Jahre später – noch immer von Ärzten ernsthaft angeboten und in Kliniken praktiziert wird. Für meinen Vater war das ein massiver  Einschnitt in seine Lebensqualität, ein Verlust eines wesentlichen Teils seiner Männlichkeit, von dem er sich nach meinem Eindruck nie wieder richtig erholt hat.

Aber auch neuere Techniken, die mittlerweile in vielen Kliniken praktiziert werden, wie etwa die Lasertechnik, können gravierende Folgen haben. Dauerhafte Inkontinenz und Impotenz können zwar meist vermieden werden, aber Trockenheit beim Sexualverkehr und retrograde Ejakulation sind die Folgen, weil der sensible Bereich, in dem sich die Samenkanäle befinden, auch „ausgeräumt“ wird. Auch da sind mir Fälle aus meinem Umfeld bekannt. Ich weiß, Männer reden nicht gerne über dieses Thema, aber man sollte darüber reden, denn jetzt gibt es eine OP-Methode, die all das verhindern kann und bei der zielgerichtet das gutartige wuchernde Gewebe entfernt werden kann. Eine Limitierung ist da selbst bei einer Prostatagröße von 100 ml (wie bei meiner) nicht gegeben.

Ich kann bereits acht Wochen nach der Behandlung sagen, dass alles funktioniert, wie immer: Keine Inkontinenz, keine Impotenz, keine Penistrockenheit und keine retrograde Ejakulation. Und zum Glück ist der Harndrang nachts weg. Was für ein Lebensgefühl! Danke an Herrn Dr. Lumiani und sein Team!

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Welche Symptome, Anzeichen und Beschwerden gibt es?

Die Symptome sind, abhängig von der Ausprägung der Hyperplasie, vielfältig. Die Symptome werden dadurch verursacht, dass die Harnröhre durch die vergrößerte Prostata eingeengt wird. Infolgedessen ist die häufigste Beschwerde meist ein schwächerer Harnstrahl, sowie weitere Harnbeschwerden. Unter anderem:

  • Nachträufeln
  • Ständiger Harndrang
  • Häufiger nächtlicher Harndrang
  • Infekte des Harnwegs
  • Verzögerte Entleerung der Blase
  • Restharngefühl

Die benigne Prostatahyperplasie wird in drei Stadien unterteilt.

Nächtlicher Harndrang als Folge einer gutartigen Prostatavergrößerung

1. Stadium – Das Reizstadium

In diesem Stadium sind bereits klinische Symptome, wie ein schwacher Harnstrahl, frequentierter Harndrang und häufiger nächtlicher Harndrang bemerkbar. In diesem ersten Stadium ist jedoch im Vergleich zu den folgenden noch keine Restharnbildung zu beobachten.

2. Stadium – Stadium der kompensierten Harnretention

Die Beschwerden des ersten Stadiums werden deutlich gravierender, die Blasenkapazität verringert sich und das Volumen der Restharnmenge befindet sich zwischen 50 und 100 ml.

3. Stadium – Stadium der dekompensierten Harnretention

Beschwerden wie Harnverhalt und eine Überlaufblase zeichnen dieses Stadium aus. Außerdem kann sich die Nierenfunktion verschlechtern, wobei es in gravierenden Fällen sogar zur Urämie (Urin im Blut) kommen kann. Blasenpseudodivertikel (eine Ausstülpung der Blasenwand) und eine Hydrophenose (Erweiterung des Nierenhohlsystems mit potenzieller Zerstörung des Nierengewebes) können ebenfalls auftreten.

MRT-Untersuchung bei Prostatavergrößerung

Grundsätzlich gilt eine Prostatavergrößerung als eine gutartige und altersbedingte Erkrankung.

Hat der Urologe eine Prostatavergrößerung festgestellt, sollte bei einem erhöhten und insbesondere ansteigenden PSA-Wert abgeklärt werden, ob nur die Vergrößerung die Ursache dafür ist, oder noch eine andere Erkrankung in der Prostata zu einem Anstieg geführt hat.

Mit einer MRT-Untersuchung der Prostata kann eine Vergrößerung festgestellt und andere akute oder bösartige Erkrankungen diagnostiziert werden. Dazu gehört, dass gutartige Knoten von bösartigen Veränderungen unterschieden und diese in Größe, Lage und Form bestimmt werden können. Bestandteil der MRT-Untersuchung ist zudem die Beurteilung des gesamten Beckens mit den dazugehörigen Organen, wie Harnblase, Samenblasen usw.

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Wurde bei Ihnen eine Prostata-Vergrößerung diagnostiziert? Dann sollten Sie zur Sicherheit Ihre Prostata im MRT untersuchen lassen.
Wenn eine vermeintliche Vergrößerung über Monate mit Medikamenten behandelt wird, kann ein unentdeckter Tumor in dieser Zeit wachsen und möglicherweise auch metastasieren. Deshalb sollten Sie zur Sicherheit auch diese vermeintlich harmlose Erkrankung der Prostata bei unseren Prostata-Spezialisten abklären lassen.

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Kann eine Vergrößerung der Prostata verhindert werden?

Da es ein Altersprozess ist, kann eine Vergrößerung nicht verhindert werden, jedoch kann etwas gegen die Symptome getan werden. Häufig werden entsprechende Medikamente verschrieben. Ist eine Vergrößerung schon ziemlich ausgeprägt und belastend für den Mann, kann eine prostataerhaltende Behandlung helfen.

Welche Rolle hat der PSA-Wert bei einer Prostatavergrößerung?

Eine Prostatavergrößerung kann sich auf den PSA-Wert auswirken, muss sie aber nicht zwangsläufig.

Viele Männer glauben, dass nur eine Ursache für eine PSA-Erhöhung verantwortlich ist. Es ist aber häufig so, dass Männer mit einem hohen PSA- Wert mehr als nur eine Erkrankung haben können, die sich jeweils unterschiedlich stark auf den PSA auswirken.

Grundsätzlich gibt es eine Korrelation zwischen Alter und Prostatavergrößerung. Das bedeutet, dass mit steigendem Alter die Prostata größer wird und der PSA-Wert mit einem Anstieg darauf reagieren kann.

Sollte bei bekannter Prostatavergrößerung der PSA-Wert weiterhin ansteigen, ist abzuklären, ob zusätzlich noch eine bösartige Erkrankung für den erhöhten PSA-Wert verantwortlich sein kann.

Bösartige Prostatavergrößerung

Es ist bekannt, dass bei Männern mit zunehmendem Alter das Risiko steigt, an Prostatakrebs zu erkranken. So kann es den Fall geben, dass ein bösartiger Tumor zu einer Vergrößerung der Prostata führt und nicht nur eine altersbedingte Prostatavergrößerung die Ursache für eine Volumenzunahme ist. Dann wächst der bösartige Tumor in der Regel schnell, ist im fortgeschrittenen Stadium und wurde insgesamt zu spät entdeckt. Es kann dann auch häufig zum Kapseldurchbruch kommen und zum Befall anderer Organe und Lymphknoten führen. In diesem Stadium haben die meisten Männer schon Beschwerden. Insgesamt tritt so ein Fall eher selten auf.

Mögliche Symptome können sein:

  • Blasenentleerungsstörungen und Blut im Urin, wenn die Harnblase infiltriert ist
  • Blut im Ejakulat, insbesondere bei Befall der Samenblasen
  • Erektionsstörungen bis hin zur Impotenz und Inkontinenz bei Befall des Nervenstrangs (neurovaskulären Bündels), insbesondere bei beidseitiger Infiltration
  • Blut im Stuhl, wenn der Dickdarm infiltriert ist. Dies kommt eher selten vor.

 

Behandlung einer Prostatavergrößerung

Sobald eine vergrößerte Prostata als gutartig diagnostiziert worden ist, stellt sich vor allem die Frage wie gravierend die Beschwerden und Komplikationen des Patienten sind. Diese müssen nämlich mit den Vor- und Nachteilen folgender Behandlungsmöglichkeiten abgewogen werden.

Aktive Beobachtung

Falls die Beschwerden leichter und einigermaßen ertragbar sind, kann der Arzt sich dazu entscheiden, die Symptome lediglich zu beobachten. Hierbei geht der Patient ca. einmal pro Jahr zu einer Kontrolluntersuchung. Bei ca. 30 von 100 Männern mit einer gutartigen vergrößerten Prostata ist die aktive Beobachtung ausreichend.

Medikamente

Der Großteil der Männer, die wegen einer BPH ihren Arzt aufsuchen, verlassen die Praxis mit einem Rezept für ein Prostata-Medikament wie z.B. Tamsulosin. Es gibt verschiedene Arzeneimittel, die auch unterschiedlich wirken. Zusätzlich zu Tamsulosin ist auch das Medikament Finasterid weit verbreitet. Diese Medikamente können jedoch auch Nebenwirkungen haben und sind teilweise unverträglich mit anderen Pharmaka. Der behandelnde Arzt befragt die Patienten deshalb detailliert über weitere Medikamenteneinnahmen.

Operative Behandlung

Es gibt diverse Operationstechniken mit denen Prostatagewebe entfernt oder zerstört werden kann. Diese Behandlungsmethoden werde eher bei gravierenden Beschwerden oder wiederkehrenden Infektionen durchgeführt. Hierbei muss der Patient die Vor- und Nachteile dieser Behandlung abwiegen, denn häufig entstehen durch solche Eingriffe Störungen beim Samenerguss. In selteneren Fällen kann es auch zur Inkontinenz oder Erektionsstörungen kommen.

Organerhaltende TULSA-PRO Behandlung in der ALTA Klinik

Hier erfahren Sie alles über die TULSA-PRO Behandlung bei einer Prostatavergrößerung.

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