Organerhaltende Behandlung mittels MRT-gesteuerter TULSA-PRO bei Prostatavergrößerung (BPH)

Nicht nur Symptome lindern, sondern die Ursache beseitigen. Unser Ziel bei der Behandlung ist es, die Beschwerden einer Prostatavergrößerung zu beseitigen und die Prostata als Organ zu erhalten. Dabei sollten die Funktionen der Prostata intakt bleiben, wie natürliche Ejakulation, männliche Potenz und Kontinenz.

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Begriffserklärungen:
TULSA steht für Transurethrale ULtraSchall-Ablation.

Transurethral bedeutet „durch die Harnröhre“. Ablation steht für „Abtragen von Körpergewebe“, hier durch Erhitzung. MRT steht für Magnet-Resonanz-Tomographie und ist ein Gerät, das Schnittbildtechnik auf Basis von Magnetfeldern und nicht von Röntgenstrahlen durchführt.

Eine Vergrößerung der Prostata entsteht durch unterschiedlich große und gutartige Knoten im Innenbereich der Prostata. Für die Funktionen der Prostata ist die Innenzone unbedeutend. Während die Innenzone der Prostata bei jungen Männern kaum sichtbar ist, wächst dieser Bereich beim älter werdenden Mann kontinuierlich und kann zu Beschwerden führen.

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Vorteile für den Mann durch TULSA-PRO

Die TULSA-PRO Behandlung wird live im MRT-Gerät durchgeführt, so dass eine präzise Planung und Durchführung der Hitzebehandlung (kontrollierte Verkochung des vergrößerten Gewebes bei 86 °C) gewährleistet werden kann. Eine TULSA-PRO Behandlung zur Verkleinerung der Prostata kann Männern in der Regel eine Reihe von Vorteilen bieten:

  • Der Mann behält seine natürliche Ejakulation, weil die Samenkanäle bei der Behandlung ausgespart werden können.
  • Die männliche Potenz kann erhalten bleiben, da die Nerven der Prostata verschont werden.
  • Die Kontinenz kann gewahrt werden, da der innere und äußere Schließmuskel geschützt werden.
  • Die Funktionen der Prostata können erhalten bleiben, weil die Behandlung auf den Innenbereich begrenzt werden kann und nicht den Außenbereich mit den empfindlichen Strukturen beschädigt.
  • Die Harnröhre kann unbeschädigt bleiben, weil ein Kühlsystem im Behandlungsstab integriert ist und die Harnröhrenwand ständig mitgekühlt wird.
  • Besonders große Prostatavolumina können mit dieser Therapieform ebenso behandelt werden.

Natürliche Ejakulation nach einer TULSA-PRO Behandlung

Bei den meisten Therapien zur Verkleinerung der Prostata werden in der Regel die Harnröhre und die Samenkanäle beschädigt. Das führt dazu, dass Männer nach einer Behandlung entweder keine oder eine gestörte (retrograde) Ejakulation haben.

Mit einer TULSA-PRO kann die natürliche Ejakulation erhalten bleiben, weil die Samenkanäle nicht mit behandelt werden. Auch die Harnröhre wird geschont, weil in dem Behandlungsstab eine Kühlung integriert ist.

Ablauf einer TULSA-PRO Behandlung

Stichpunkte zum Ablauf der TULSA-PRO Behandlung bei der Verkleinerung der Prostata:

  1. Einleitung der Vollnarkose
  2. Einführung eines Bauchdeckenkatheters
  3. Der Patient wird in das MRT-Gerät gefahren.
  4. Der TULSA-PRO Applikator wird in die Harnröhre eingeführt.
  5. Einzeichnung bzw. Planung des zu behandelndes Prostatabereiches.
  6. Erhitzung durch Ultraschallwellen erzeugte Wärme in dem geplanten Prostatabereich
  7. Kontrolle des verkochten Gewebes. Bei Bedarf wird die Wärme noch mal in den geplanten Bereich gegeben.
  8. Abschluss der Behandlung. Der Therapiestab wird aus der Prostata entfernt, der Patient wird in den Aufwachraum gefahren und aus der Narkose aufwachen.
  9. Zur Beobachtung wird der Patient eine Nacht stationär in der ALTA Klinik aufgenommen.
  10. Eine Reha-Maßnahme ist nicht notwendig, da die Behandlung organ- und funktionserhaltend ist.
Patient D. V., 67 Jahre"Was für ein Lebensgefühl!"

Ich bin sehr froh darüber, dass es Herrn Dr. Lumiani gelungen ist, ein so innovatives Verfahren für die Volumenreduzierung einer gutartig vergrößerten Prostata (benigne Prostatahyperlasie) zu entwickeln. Viele Jahre habe ich darunter gelitten, dass ich vier- oder fünfmal in der Nacht zur Toilette musste, an Tiefschlaf war da kaum zu denken. Nach der Operation habe ich nun wieder an Lebensqualität gewonnen.

Das ist allerdings nur ein Aspekt der neuartigen MRT-gesteuerten organerhaltenden Therapie mit dem TUSLA-Pro. Ganz entscheidend ist, dass durch die neue Technik kein Mann mehr Angst vor Inkontinenz und Impotenz haben muss, wenn er an einer vergrößerten Prostata leidet. Ich hab es immer wieder im Bekanntenkreis und in meiner Familie erlebt, was das für einen Mann bedeutet. Mein Vater wurde, als er genau in meinem Alter war, operiert. Seine Prostata wurde „abgehobelt“, um sie zu verkleinern. Eine Technik, die einem heute – 25 Jahre später – noch immer von Ärzten ernsthaft angeboten und in Kliniken praktiziert wird. Für meinen Vater war das ein massiver  Einschnitt in seine Lebensqualität, ein Verlust eines wesentlichen Teils seiner Männlichkeit, von dem er sich nach meinem Eindruck nie wieder richtig erholt hat.

Aber auch neuere Techniken, die mittlerweile in vielen Kliniken praktiziert werden, wie etwa die Lasertechnik, können gravierende Folgen haben. Dauerhafte Inkontinenz und Impotenz können zwar meist vermieden werden, aber Trockenheit beim Sexualverkehr und retrograde Ejakulation sind die Folgen, weil der sensible Bereich, in dem sich die Samenkanäle befinden, auch „ausgeräumt“ wird. Auch da sind mir Fälle aus meinem Umfeld bekannt. Ich weiß, Männer reden nicht gerne über dieses Thema, aber man sollte darüber reden, denn jetzt gibt es eine OP-Methode, die all das verhindern kann und bei der zielgerichtet das gutartige wuchernde Gewebe entfernt werden kann. Eine Limitierung ist da selbst bei einer Prostatagröße von 100 ml (wie bei meiner) nicht gegeben.

Ich kann bereits acht Wochen nach der Behandlung sagen, dass alles funktioniert, wie immer: Keine Inkontinenz, keine Impotenz, keine Penistrockenheit und keine retrograde Ejakulation. Und zum Glück ist der Harndrang nachts weg. Was für ein Lebensgefühl! Danke an Herrn Dr. Lumiani und sein Team!

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Die TULSA-PRO ist eine MRT-gesteuerte Behandlung, die durch die Harnröhre (transurethral) abläuft und eine Prostata über Ultraschallenergie verkleinern kann. Die Ultraschallenergie kommt aus einem Behandlungsstab, der ein Ultraschall-gesteuerter Applikator mit 10 einzeln steuerbaren Behandlungselementen ist und in die Harnröhre eingeführt wird.

Zum Beispiel können für eine Prostataverkleinerung die Elemente 2 bis 10 aktiviert werden, weil die Vergrößerung diese Ausdehnung enthält. Das Element 1 bleibt in dem Fall ausgeschalten.

TULSA-PRO Behandlungsstab bzw. Applikator, der in die Harnröhre eingeführt wird

Mit TULSA-PRO kann ein vergrößerter Innenbereich der Prostata, der behandelt werden soll, vorher genau eingegrenzt werden, weil das System die Ausdehnung der Wärme genau programmieren kann. Die Behandlung im MRT-Gerät beginnt erst, wenn der Therapiebereich exakt bestimmt ist und der Behandlungsstab seine optimale Position erreicht hat. Durch Drehung des Stabes können die aktivierten Elemente (in der Illustration 2-10) den vergrößerten Innenbereich bearbeiten.


Frontalansicht der Prostata (koronale Ebene)


Seitenansicht der Prostata (sagittale Ebene)

Die Ultraschallenergie, die aus den aktivierten Behandlungselementen kommt, verkocht das Gewebe in dem Bereich und trägt es ab (abladieren). Während der Stab den Innenbereich der Prostata aktiv mit Wärme behandelt, schont das System im Stab gleichzeitig die Harnröhrenwand durch ein integriertes Kühlsystem, um keine Schäden durch die Hitze zu verursachen. Zur Sicherheit ist der Dickdarm auch mit einem zusätzlichen Kühlsystem ausgestattet.

Die Wärmeentwicklung in der Prostata im geplanten Behandlungsbereich an einem zusätzlichen Thermometrie-Monitor:
Live-Kontrolle der TULSA-PRO Behandlung am Thermometrie-Monitor

Nach einer Behandlung wird mit der Zeit das verkochte Gewebe vom eigenen Körper (über das Blut) abgetragen und die Beschwerden der Vergrößerung bilden sich zurück.

Ebenso reagiert ein PSA-Wert positiv auf eine TULSA-PRO Behandlung. In der Regel ist ein absinkender PSA-Wert zu beobachten, der in den Normbereich zurückgeht.

Nach einer Prostataverkleinerung wird oftmals eine insgesamte Verbesserung der Prostatafunktionen beobachtet. Das kann daran liegen, dass sich der Außenbereich, der vor der Behandlung verschmälert war, von dem Druck der Vergrößerung erholt hat.

Behandlungsbereich mit TULSA-PRO bei BPH

Frontalansicht der Prostata bei der vergrößerten Prostata (koronale Ebene)

Den Behandlungsbereich zeigen wir Ihnen mit Hilfe dieser Illustration auf:

 

 

Ansicht der Prostata in Frontalansicht

  • Mit einer fokalen TULSA-PRO Behandlung kann der vergrößerte Innenbereich der Prostata durch gezielte Wärme organ- und funktionserhaltend verkleinert werden (Punkt 1). Dafür ist eine exakte Eingrenzung des zu behandelnden Bereiches notwendig. Die Eingrenzung erfolgt bereits bei der 3D-Planung über aktuelle MRT-Aufnahmen (Punkt 3).
  • Um nach einer Behandlung die natürliche Ejakulation erhalten zu können, sparen wir bei der Verkleinerung den Teil des Innenbereiches aus (Punkt 4), in dem die Samenkanäle (Punkt 5) liegen.
  • Der Weg zur Prostata führt bei der TULSA-PRO Behandlung durch die Harnröhre. Dafür wird ein Behandlungsstab in die Harnröhre gelegt (Punkt 6). Das hat den Vorteil, dass die Behandlung innerhalb der Prostata stattfindet, weil die Harnröhre zentral durch die Prostata verläuft und somit keine anderen Organe, wie z.B. der Dickdarm, dadurch beschädigt werden können.
  • Eine aktive Kühlung ist in dem Behandlungsstab integriert und führt dazu, dass die Harnröhre während
    der Wärmebehandlung ständig gekühlt wird. Dadurch kann die Harnröhrenwand verschont bleiben (Punkt 7).
  • Zur Sicherheit wird bei einer TULSA-PRO Behandlung auch der Dickdarm mitgekühlt (Punkt 8). Damit soll zusätzlich gesichert werden, dass die Nerven und Gefäße (neurovaskuläre Bündel) vor langfristigen Nebenwirkungen geschützt bleiben können (Punkt 9).
  • Eine TULSA-PRO Behandlung ermöglicht es, dass eine Verkleinerung so geplant und umgesetzt wird, dass sich die erforderliche Wärme nur bis zur chirurgischen Kapsel (Abgrenzung zwischen Innen- und
  • Außenbereich der Prostata) verteilt. Somit kann der Außenbereich vor unnötiger Wärmübertragung geschützt werden (Punkt 10). Eine solche Kontrolle ist mit TULSA möglich, weil während der gesamten Behandlung das vergrößerte Prostatavolumen und die Temperaturentwicklung in Echt-Zeit (live) am Monitor beobachtet und kontrolliert werden können.
  • Mit einer TULSA-PRO Behandlung kann ein vergrößerter Innenbereich der Prostata einheitlich (homogen) behandelt werden (Punkt 11).
Bewertung durch Jameda verifizierter Patient" Tulsa Pro Behandlung im Februar 2019"

Vom Empfang, über die MRT Untersuchung sowie die anschließende umfangreiche Aufklärung über die weiteren Maßnahmen und Risiken kann ich nur sehr Gutes berichten und bin nach der Beratung mit einem beruhigten Gefühl nach Hause gefahren. Nach reichlicher Überlegung und weiteren Gesprächen mit meiner Hausärztin habe ich mich dann für die Tulsa Pro OP entschieden.

Ein Termin für die OP wurde schnell gefunden. Die Aufnahme verlief reibungslos in einer sehr beruhigenden freundlichen Atmosphäre.

Nach der OP wurde ich bereits schon wieder selbst gehend ins sehr freundlich eingerichtete Zimmer von der Pflegekraft begleitet. Auch in den folgenden Stunden wurde ich stets freundlich und mit viel Kompetenz, Ruhe und Aufmerksamkeit von der Pflegekraft und den Ärzten betreut. Hier konnte man sich jetzt wirklich erholen und wohlfühlen. Bereits am folgenden Tag wurde ich wieder nach Hause entlassen. Jetzt nach über einem Jahr und einer vollständigen Genesung bin ich super froh, mich für diese Behandlung entschieden zu haben. Ich bin Herrn Dr. Lumiani und seinem Ärzteteam sehr dankbar und kann aus meiner Sicht allen betroffenen Prostata Patienten diese Behandlungsmethode sehr empfehlen.

Quelle Jameda

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Gesunde Prostata

Ansicht der Prostata in Querschnitt

Vergrößerte Prostata


Ansicht der Prostata in Frontalansicht


Ansicht der Prostata im Querschnitt

Mit einer TULSA-PRO Behandlung kann der Innenbereich der Prostata gezielt verkleinert werden und die Prostata als Organ und mit seinen männlichen Funktionen erhalten bleiben.

Patienten-Beispiel vor einer TULSA-Behandlung

PSA-Wert: 12,3 ng/ml

häufiges nächtliches Wasserlassen und Harndrang

Patienten-Beispiel nach einer TULSA-Behandlung


PSA-Wert: 3,1 ng/ml
kein nächtliches Wasserlassen und Harndrang

vergrößerte Prostata vor einer TULSA-PRO Behandlung

verkleinerte Prostata nach einer TULSA-PRO Behandlung

Voraussetzung für eine Prostataverkleinerung mit TULSA-PRO

Eine multiparametrische MRT-Untersuchung der Prostata ist die Basis für eine gezielte TULSA-PRO Behandlung.

Diese Untersuchung liefert alle wichtigen Informationen, die für eine gezielte Behandlung notwendig sind:

  • gesamtes Prostatavolumen
  • Ausmaß der Vergrößerung
  • Verhältnis vergrößerter Innenbereich zur Harnblase und Harnröhre
  • Verhältnis vergrößerter Innenbereich zum Außenbereich
  • Verhältnis Prostata zu Nerven und Gefäße
  • Ausschluss eines Prostatakrebses, insbesondere im unbehandelten Außenbereich.

Lesen Sie hier das Interview mit Dr. Lumiani über seine Erfahrungen mit der TULSA-PRO Therapie.

Beschwerden durch eine Prostatavergrößerung

Eine Prostata verändert sich mit steigendem Alter. In der Regel ist fast jeder Mann ab dem mittleren Lebensalter von einer altersbedingten Prostatavergrößerung betroffen. Während die Vergrößerung bei dem einen Mann kaum Beschwerden verursacht, kann es bei dem anderen schon die Lebensqualität beeinträchtigen. Die Ursache für die knotigen Veränderungen vermutet man in hormonellen Störungen des älter werdenden Mannes. Die Außenzone, die für die Funktion der Prostata wichtig ist, verschmälert sich durch die Volumenzunahme der Innenzone und kann zu Funktionsstörungen führen.

Die Vergrößerung entsteht durch Knoten, die im Innenbereich der Prostata wachsen und je nach Ausmaß spürbare Probleme verursachen können. Meistens ist die Harnröhre betroffen, weil diese zentral durch die Prostata verläuft und die Knoten sich in Richtung Harnröhre entwickeln können. Wenn Knoten auf die Harnröhre drücken, kann es zu folgenden Problemen der Speicher- oder Entleerungsfunktionen kommen:

  • häufiger Harndrang mit kleiner Entleerung
  • häufiger nächtlicher Harndrang
  • zwanghafter Harndrang
  • Harnverlust, weil Probleme, Harn zu halten
  • Nachträufeln von Harn
  • Brennen beim Wasserlassen
  • schwacher Harnstrahl
  • erschwerte und lang andauernde Blasenentleerung
  • verzögerter Beginn des Wasserlassens
  • Harnstottern
  • Harnverhalt.

In den meisten Fällen können sich die Beschwerden mit der Zeit verschlechtern. Eine Vergrößerung kann auch zu Komplikationen führen, wie z.B. Blasenstein oder Harnstau der Nieren verursachen.

Vorgehensweise bei einer organ- und funktionserhaltenden Prostataverkleinerung

  1. Untersuchung:
    Eine multiparametrische MRT-Untersuchung der Prostata ist die Basis für eine organerhaltende Prostataverkleinerung mit TULSA-PRO. Mit dieser Untersuchung können alle Informationen bezüglich der Prostata gewonnen werden, die für eine Prostataverkleinerung notwendig sind.Wir führen eine spezielle und multiparametrische MRT der Prostata durch, die wir über die vielen Jahre an Erfahrung optimiert haben.
  2. Behandlung:Auf Basis der MRT-Untersuchung der Prostata kann die organ-und funktionserhaltende Verkleinerung der Prostata mit TULSA-PRO durchgeführt werden.

Organ- und funktionserhaltende Prostataverkleinerung auf Basis einer auswärtigen MRT-Untersuchung (Fremdaufnahmen)

Eine TULSA-PRO Behandlung ist auch auf Basis einer auswärtigen MRT-Untersuchung der Prostata möglich, vorausgesetzt, die Aufnahmen entsprechen den erforderlichen Kriterien einer organerhaltenden Behandlung. Um das prüfen zu können, ist es notwendig, dass wir die CD mit den Fremdaufnahmen samt Befundbericht sichten.

Welche Symptome, Anzeichen und Beschwerden macht eine vergrößerte Prostata?

Die Symptome sind, abhängig von der Ausprägung der Prostatavergrößerung, vielfältig. Die Symptome werden dadurch verursacht, dass die Harnröhre durch die vergrößerte Prostata eingeengt wird. Infolgedessen ist die häufigste Beschwerde meist ein schwächerer Harnstrahl, sowie weitere Harnbeschwerden. Unter anderem:

  • Nachträufeln
  • Ständiger Harndrang
  • Häufiger nächtlicher Harndrang
  • Infekte des Harnwegs
  • Verzögerte Entleerung der Blase
  • Restharngefühl

Die Prostatavergrößerung wird in drei Stadien unterteilt.

1. Stadium – Das Reizstadium

In diesem Stadium sind bereits klinische Symptome, wie ein schwacher Harnstrahl, frequentierter Harndrang und häufiger nächtlicher Harndrang bemerkbar. In diesem ersten Stadium ist jedoch im Vergleich zu den folgenden noch keine Restharnbildung zu beobachten.

2. Stadium – Stadium der kompensierten Harnretention

Die Beschwerden des ersten Stadiums werden deutlich gravierender, die Blasenkapazität verringert sich und das Volumen der Restharnmenge befindet sich zwischen 50 und 100 ml.

3. Stadium – Stadium der dekompensierten Harnretention

Beschwerden wie Harnverhalt und eine Überlaufblase zeichnen dieses Stadium aus. Außerdem kann sich die Nierenfunktion verschlechtern, wobei es in gravierenden Fällen sogar zur Urämie (Urin im Blut) kommen kann. Blasenpseudodivertikel (eine Ausstülpung der Blasenwand) und eine Hydrophenose (Erweiterung des Nierenhohlsystems mit potenzieller Zerstörung des Nierengewebes) können ebenfalls auftreten.

Harndrang-Probleme bei Prostatavergrößerung (BPS)

Obwohl sich manche Männer auf die Beschwerden einstellen und relativ gut damit zurechtkommen, so werden die mit dem Harndrang verbundenen Beschwerden zu einer großen Belastung. Man muss ständig zur Toilette, bekommt nachts nicht genug Schlaf und ist tagsüber erschöpft. Geschäftstermine oder andere Aktivitäten müssen immer wieder unterbrochen werden. Obwohl die vergrößerte Prostata meist harmlos ist, kann sie dadurch sehr lästig werden.

Nächtlicher Harndrang als Folge einer gutartigen Prostatavergrößerung

Patient D. V., 67 Jahre"Was für ein Lebensgefühl!"

Ich bin sehr froh darüber, dass es Herrn Dr. Lumiani gelungen ist, ein so innovatives Verfahren für die Volumenreduzierung einer gutartig vergrößerten Prostata (benigne Prostatahyperlasie) zu entwickeln. Viele Jahre habe ich darunter gelitten, dass ich vier- oder fünfmal in der Nacht zur Toilette musste, an Tiefschlaf war da kaum zu denken. Nach der Operation habe ich nun wieder an Lebensqualität gewonnen.

Das ist allerdings nur ein Aspekt der neuartigen MRT-gesteuerten organerhaltenden Therapie mit dem TUSLA-Pro. Ganz entscheidend ist, dass durch die neue Technik kein Mann mehr Angst vor Inkontinenz und Impotenz haben muss, wenn er an einer vergrößerten Prostata leidet. Ich hab es immer wieder im Bekanntenkreis und in meiner Familie erlebt, was das für einen Mann bedeutet. Mein Vater wurde, als er genau in meinem Alter war, operiert. Seine Prostata wurde „abgehobelt“, um sie zu verkleinern. Eine Technik, die einem heute – 25 Jahre später – noch immer von Ärzten ernsthaft angeboten und in Kliniken praktiziert wird. Für meinen Vater war das ein massiver  Einschnitt in seine Lebensqualität, ein Verlust eines wesentlichen Teils seiner Männlichkeit, von dem er sich nach meinem Eindruck nie wieder richtig erholt hat.

Aber auch neuere Techniken, die mittlerweile in vielen Kliniken praktiziert werden, wie etwa die Lasertechnik, können gravierende Folgen haben. Dauerhafte Inkontinenz und Impotenz können zwar meist vermieden werden, aber Trockenheit beim Sexualverkehr und retrograde Ejakulation sind die Folgen, weil der sensible Bereich, in dem sich die Samenkanäle befinden, auch „ausgeräumt“ wird. Auch da sind mir Fälle aus meinem Umfeld bekannt. Ich weiß, Männer reden nicht gerne über dieses Thema, aber man sollte darüber reden, denn jetzt gibt es eine OP-Methode, die all das verhindern kann und bei der zielgerichtet das gutartige wuchernde Gewebe entfernt werden kann. Eine Limitierung ist da selbst bei einer Prostatagröße von 100 ml (wie bei meiner) nicht gegeben.

Ich kann bereits acht Wochen nach der Behandlung sagen, dass alles funktioniert, wie immer: Keine Inkontinenz, keine Impotenz, keine Penistrockenheit und keine retrograde Ejakulation. Und zum Glück ist der Harndrang nachts weg. Was für ein Lebensgefühl! Danke an Herrn Dr. Lumiani und sein Team!

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Zu den häufigsten Harnbeschwerden zählen:

  • Der Harndrang tritt häufiger auf und ist stärker. Besonders nachts.
  • Es kann eine Weile dauern bis der Urin kommt.
  • Der Strahl ist schwächer, wodurch das Wasserlassen länger dauert.
  • Nach dem Wasserlassen tropft der Urin nach (Nachträufeln) und die Blase fühlt sich immer noch nicht leer an.

Diese Beschwerden werden unter dem Fachausdruck „Benignes Prostatasyndrom“ zusammengefasst.
Was kann man selbst gegen den BPS im Alltag unternehmen?

  • Man kann die Speicherfähigkeit der eigenen Blase trainieren. Dazu sollte man den Gang zur Toilette regelmäßig hinauszögern.
  • Nach dem Wasserlassen etwas warten und es dann nochmal versuchen. Dadurch verringert man die Wahrscheinlichkeit des Nachträufelns und kann seine Blase evtl. komplett entleeren.
  • Harntreibende Getränke, wie Alkohol, Kaffee oder schwarzen Tee nur in Maßen konsumieren.
  • Wenn man längere Zeit nicht zur Toilette gehen möchte oder kann, sollte man vorher weniger trinken. Zum Beispiel bevor man schlafen geht. Dennoch ist es wichtig, genug zu trinken, wenn man wirklich durstig ist.

MRT-Untersuchung bei Prostatavergrößerung

Grundsätzlich gilt eine Prostatavergrößerung als eine gutartige und altersbedingte Erkrankung.

Hat der Urologe eine Prostatavergrößerung festgestellt, sollte bei einem erhöhten und insbesondere ansteigenden PSA-Wert abgeklärt werden, ob nur die Vergrößerung die Ursache dafür ist, oder noch eine andere Erkrankung in der Prostata zu einem Anstieg geführt hat.

Mit einer MRT-Untersuchung der Prostata kann eine Vergrößerung festgestellt und andere akute oder bösartige Erkrankungen diagnostiziert werden. Dazu gehört, dass gutartige Knoten von bösartigen Veränderungen unterschieden und diese in Größe, Lage und Form bestimmt werden können. Bestandteil der MRT-Untersuchung ist zudem die Beurteilung des gesamten Beckens mit den dazugehörigen Organen, wie Harnblase, Samenblasen usw.

Persönliche Beratung, die Ihnen wirklich weiterhilft.

Ist Ihre Prostata vergrößert? Dann sollten Sie zur Sicherheit Ihre Prostata im MRT untersuchen lassen.
Wenn eine vermeintliche Vergrößerung über Monate mit Medikamenten behandelt wird, kann ein unentdeckter Tumor in dieser Zeit wachsen und möglicherweise auch metastasieren. Deshalb sollten Sie zur Sicherheit auch diese vermeintlich harmlose Erkrankung der Prostata bei unseren Prostata-Spezialisten abklären lassen.

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Kann eine Vergrößerung der Prostata verhindert werden?

Da es ein Altersprozess ist, kann eine Vergrößerung nicht verhindert werden, jedoch kann etwas gegen die Symptome getan werden. Häufig werden entsprechende Medikamente verschrieben. Ist eine Vergrößerung schon ziemlich ausgeprägt und belastend für den Mann, kann eine prostataerhaltende Behandlung helfen.

Welche Rolle hat der PSA-Wert bei einer Prostatavergrößerung?

Eine Prostatavergrößerung kann sich auf den PSA-Wert auswirken, muss sie aber nicht zwangsläufig.

Viele Männer glauben, dass nur eine Ursache für eine PSA-Erhöhung verantwortlich ist. Es ist aber häufig so, dass Männer mit einem hohen PSA- Wert mehr als nur eine Erkrankung haben können, die sich jeweils unterschiedlich stark auf den PSA auswirken.

Grundsätzlich gibt es eine Korrelation zwischen Alter und Prostatavergrößerung. Das bedeutet, dass mit steigendem Alter sich die Prostata vergrößert und der PSA-Wert mit einem Anstieg darauf reagieren kann.

Sollte bei bekannter Prostatavergrößerung der PSA-Wert weiterhin ansteigen, ist abzuklären, ob zusätzlich noch eine bösartige Erkrankung für den erhöhten PSA-Wert verantwortlich sein kann.

Bösartige Prostatavergrößerung

Es ist bekannt, dass bei Männern mit zunehmendem Alter das Risiko steigt, an Prostatakrebs zu erkranken. So kann es den Fall geben, dass ein bösartiger Tumor zu einer Vergrößerung der Prostata führt und nicht nur eine altersbedingte Prostatavergrößerung die Ursache für eine Volumenzunahme ist. Dann wächst der bösartige Tumor in der Regel schnell, ist im fortgeschrittenen Stadium und wurde insgesamt zu spät entdeckt. Es kann dann auch häufig zum Kapseldurchbruch kommen und zum Befall anderer Organe und Lymphknoten führen. In diesem Stadium haben die meisten Männer schon Beschwerden. Insgesamt tritt so ein Fall eher selten auf.

Mögliche Symptome können sein:

  • Blasenentleerungsstörungen und Blut im Urin, wenn die Harnblase infiltriert ist
  • Blut im Ejakulat, insbesondere bei Befall der Samenblasen
  • Erektionsstörungen bis hin zur Impotenz und Inkontinenz bei Befall des Nervenstrangs (neurovaskulären Bündels), insbesondere bei beidseitiger Infiltration
  • Blut im Stuhl, wenn der Dickdarm infiltriert ist. Dies kommt eher selten vor.

 

Behandlung einer Prostatavergrößerung – Welche Möglichkeiten gibt es, wenn die Prostata vergrößert ist?

Welche Behandlung ist die Richtige für mich?

Sobald eine vergrößerte Prostata als gutartig diagnostiziert worden ist, stellt sich vor allem die Frage wie gravierend die Beschwerden und Komplikationen des Patienten sind. Diese müssen nämlich mit den Vor- und Nachteilen folgender Behandlungsmöglichkeiten abgewogen werden.

Der beste Weg, herauszufinden welche Behandlung am besten für Sie geeignet ist, ist ein Gespräch mit unseren Ärzten. Hier versuchen unsere auf die Prostata spezialisierten Ärzte gemeinsam mit Ihnen die bestmögliche Behandlung zu finden.

Aktive Beobachtung

Falls die Beschwerden leichter und einigermaßen ertragbar sind, kann der Arzt sich dazu entscheiden, die Symptome lediglich zu beobachten. Hierbei geht der Patient ca. einmal pro Jahr zu einer Kontrolluntersuchung. Bei ca. 30 von 100 Männern mit einer gutartigen vergrößerten Prostata ist die aktive Beobachtung ausreichend.

Medikamente

Der Großteil der Männer, die wegen einer BPH ihren Arzt aufsuchen, verlassen die Praxis mit einem Rezept für ein Prostata-Medikament wie z.B. Tamsulosin. Es gibt verschiedene Arzeneimittel, die auch unterschiedlich wirken. Zusätzlich zu Tamsulosin ist auch das Medikament Finasterid weit verbreitet. Diese Medikamente können jedoch auch Nebenwirkungen haben und sind teilweise unverträglich mit anderen Pharmaka. Der behandelnde Arzt befragt die Patienten deshalb detailliert über weitere Medikamenteneinnahmen.

Operative Behandlung

Es gibt diverse Operationstechniken mit denen Prostatagewebe entfernt oder zerstört werden kann. Diese Behandlungsmethoden werde eher bei gravierenden Beschwerden oder wiederkehrenden Infektionen durchgeführt. Hierbei muss der Patient die Vor- und Nachteile dieser Behandlung abwiegen, denn häufig entstehen durch solche Eingriffe Störungen beim Samenerguss. In selteneren Fällen kann es auch zur Inkontinenz oder Erektionsstörungen kommen.

GreenLight-Lasertherapie

Bei der GreenLight-Lasertherapie handelt es sich um ein Verfahren, bei dem mit Hilfe der Lasertechnologie verwachsenes Prostatagewebe entfernt werden kann und der natürliche Urinfluss schnell wieder hergestellt werden kann. Die Anamnese, Ihr Gesundheitszustand und andere Faktoren können jedoch die Behandlung und Genesung beeinflussen.

Die GreenLight-Lasertherapie ist auch dann eine Option, wenn Sie Antikoagulantien oder Blutverdünner einnehmen oder wenn Sie einen implantierten Herzschrittmacher, Defibrillator oder Neurostimulator haben.

Zusätzlich gibt es noch die Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP).

Haben Sie Angst vor Prostatakrebs und wünschen sich endlich Klarheit?

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