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Prostata-Entzündung

Wie entsteht eine Prostataentzündung

Akute oder chronische Entzündung

Viele Männer haben im Laufe ihres Lebens einmal eine Prostataentzündung durchgemacht. Grundsätzlich tritt eine Prostataentzündung auf, eine so genannte Prostatitis, wenn Bakterien in die Prostata gelangen. Diese Infektion kann akut oder chronisch verlaufen.

MRT-Untersuchung der Prostata bei einer Prostataentzündung

Mit einer gezielten multiparametrischen MRT-Untersuchung der Prostata kann eine Prostatitis festgestellt werden. Für diese Untersuchung wird der Mann ins MRT-Gerät gelegt. Er behält währenddessen seine Unterwäsche an und bekommt zudem einen Bademantel angezogen. Dabei wird weder die Prostata ertastet, oder ein Untersuchungsgerät in das Rektum eingeführt. Die MRT-Untersuchung liefert detaillierte Informationen über die Prostata und kann zwischen einer akuten oder chronischen Entzündung unterscheiden.

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Symptome einer akuten Prostataentzündung

Die Symptome bei einer akuten Prostatitis treten häufig mit einer starken Intensität auf. In der Regel verspürt der Mann mehrere Symptome, die den Patienten zum Urologen führen. Für den Urologen ist es aufgrund der eindeutigen Anzeichen nicht schwierig, eine akute Prostatitis festzustellen.

Bei einer akuten Prostatitis ist in der Regel die gesamte Prostata von der Infektion betroffen. Diese Infektion bewirkt zusätzlich eine Schwellung des gesamten Organs und führt somit zu einer Vergrößerung der Prostata. Die Vergrößerung verursacht für den betroffenen Mann in den meisten Fällen starke Schmerzen, Druckgefühl im Dammbereich und Brennen beim Wasserlassen.

Folgende Symptome können eintreten:

  • stark erhöhte PSA-Werte
  • erhöhte Entzündungswerte im Blut
  • häufiges Wasserlassen mit abgeschwächtem Harnstrahl
  • Brennen beim Wasserlassen
  • Schmerzen in der Blasenregion
  • Druckgefühl im Dammbereich
  • Druckgefühl und Schmerzen im Beckenbereich
  • Fieber
  • Schüttelfrost

Behandlung einer akuten Prostataentzündung

In den meisten Fällen verschreibt der Urologe bei einer akuten Prostataentzündung eine hochdosierte Antibiotika-Therapie. Der erhöhte PSA-Wert sinkt nach einer Antibiotika-Therapie in der Regel deutlich. Auch die erhöhten Entzündungswerte im Blut und die Symptome gehen wieder zurück.

Sinkt der PSA-Wert nach einer Antibiotika-Therapie nicht deutlich, sollte abgeklärt werden, ob zusätzlich eine andere Erkrankung, wie z. B. ein Krebsherd, eine weitere Ursache für einen erhöhten und ansteigenden PSA-Wert sein kann.

Symptome einer chronischen Prostataentzündung

Im Gegensatz zu einer akuten Prostatitis sind die klinischen Symptome bei einer chronischen Entzündung häufig nicht so stark ausgeprägt und die Behandlungsmöglichkeiten können unterschiedlich sein. Auch die Beschwerden treten nicht vermehrt, sondern häufig vereinzelt auf. Das kann die Diagnose einer chronischen Prostatitis auf den ersten Blick erschweren.

Die chronische Prostatitis ist meistens eine Erkrankung der Außenzone (periphere Zone) der Prostata. Diese kann sich sowohl komplett auf die Außenzone entwickeln oder nur einseitig entstehen. Es können auch mehrere vereinzelte, umschriebene Bezirke (fokale Entzündungsherde) in der Außenzone betroffen sein.

Folgende Symptome können eintreten:

  • leicht bis mäßig erhöhte PSA-Werte
  • Druckgefühl und Schmerzen im Dammbereich und Schambeinregion
  • schmerzhafter Samenerguss
  • Schmerzen in der Blasenregion
  • Schmerzen und Brennen bei oder nach dem Wasserlassen
  • Ziehen und Schmerzen in der Leiste
  • häufiger Harndrang
  • Störung der Sexualfunktion

Behandlung einer chronischen Prostataentzündung

Bei einer chronischen Entzündung der Prostata hilft in der Regel kein Antibiotikum. Die chronischen Entzündungsherde bleiben häufig unentdeckt und werden auch nicht behandelt.
Wenn ein Mann viele Entzündungsherde hat, können eventuell Funktionsstörungen auftreten. In so einem Fall kann eine gezielte Behandlung helfen, die mit einem Eingriff verbunden ist. Eine MRT-Untersuchung der Prostata ist dafür die Ausgangsbasis.

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