Vorsorge Dickdarm

Krankhafte Veränderungen des Dickdarms beginnen in der Regel schleichend und unbemerkt. Daher ist es sinnvoll, auch ohne Beschwerden, ab dem mittleren Lebensalter eine Vorsorgeuntersuchung des Dickdarms durchführen zu lassen. Bei Auftreten erster Symptome, wie z. B. Blut im Stuhl, sollte der Dickdarm genauer untersucht werden.

In den meisten Fällen entwickelt sich Dickdarmkrebs aus kleinen knotenförmigen Vorstülpungen der Dickdarmschleimhaut, den sogenannten Polypen. Diese sind zunächst häufig harmlos, können aber durchaus entarten und sich zu bösartigen, voluminösen Geschwülsten entwickeln. Ein Dickdarmkrebs kann nach einiger Zeit auch die Dickdarmwand durchbrechen und auf Lymphknoten und andere Organsysteme übergreifen. Die Entdeckung und Entfernung von Polypen kann somit häufig das Fortschreiten eines Dickdarmkrebses verhindern. Von daher ist eine adäquate und regelmäßige Vorsorge, insbesondere bei bestehender familiärer Belastung, zu empfehlen.

Die MRT-Untersuchung des Dickdarms ist eine mögliche Alternative zur klassischen Darmspiegelung. Für diese Untersuchung ist kein Endoskop notwendig. Es wird ein kleiner Einlauf mit Wasser gegeben, um die Dickdarmfalten aufzudehnen.

MRT-Untersuchung des Dickdarms und des Bauch-Becken-Bereichs zur Dickdarmvorsorge

  • ausführliches Vorgespräch und Anamnese
  • Analyse des persönlichen Risikoprofils
  • Erfassen und Analyse von (unklaren) Beschwerden oder Krankheiten
  • Untersuchung beinhaltet:
    • Dickdarm von außen, um mögliche Divertikel zu diagnostizieren
    • Dickdarm von innen, um eventuelle Polypen, Tumore oder sonstige Veränderungen festzustellen
    • Kontrolle des gesamten Bauch-Becken-Bereichs
  • ausführliches Abschlussgespräch
  • Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse in schriftlicher Form und Empfehlung über das weitere Vorgehen

Vorbereitung

  • Bitte 30 Minuten vor Untersuchungsbeginn erscheinen.
  • Der Dickdarm muss für diese Untersuchung entleert sein. Dafür sind abführende Maßnahmen notwendig. Welche und wie die abführenden Maßnahmen anzuwenden sind, wird Ihnen bei Terminvergabe erklärt.
  • Patienten mit Diabetes (Zuckerkrankheit) oder Erkrankungen der Nieren und des Herzens sollten die Vorbereitungsmaßnahmen mit unseren Ärzten vorher besprechen.
  • Medikamente sollen wie gewohnt eingenommen werden.

Aufenthalt

  • beträgt rund 2 Stunden
  • Snack und Getränke werden serviert

Zu beachten

  • MRT-Untersuchungen funktionieren über ein Magnetfeld, daher sind folgende Punkte zu beachten:
    • Sie dürfen keinen Herzschrittmacher, Defibrillator, künstliche Metallherzklappe und/oder Insulinpumpe tragen
    • nach einer Implantation und/oder Einbringung von Metallteilen (gilt nicht für Zahnersatz, sondern für z. B. Hörimplantate, Gelenkprothesen, Operationsnägel, Gefäßclips, Stents, Metallclips, Metallplatten) darf die MRT-Untersuchung frühestens 6 Wochen nach Einbringung erfolgen
  • bei Einschränkung der Nierenfunktion, bitte um Rücksprache mit uns
  • falls Vorbefunde vorliegen bitte mitbringen

Kosten

inkl. Beratung, Befundbericht, Sachkosten: 870 €

Interessieren Sie sich für ein Check-up-Programm oder eine Vorsorgeuntersuchung? Wir beraten Sie gerne persönlich:

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