PSA-Wert: Bedeutet ein erhöhter Wert immer Prostatakrebs?

Der PSA-Wert ist ein Beobachter aber kein Diagnosenfinder. Es gilt nicht „je höher der PSA-Wert desto schlimmer“, sondern „je höher desto abklärungsbedürftiger“.  Das bedeutet, dass über die Höhe eines PSA-Wertes keine Informationen bezüglich einer Erkrankung der Prostata abgeleitet werden kann.

Zu verstehen, dass die Prostata genauer untersucht werden soll, nur weil der PSA-Test ein erhöhtes Ergebnis ergeben hat und der betroffene Mann keinerlei Beschwerden hat, fällt den meisten Männern schwer. Über 90% unserer Patienten fühlen sich im Allgemeinen gesund und haben nicht das Gefühl krank zu sein, insbesondere nicht von einem Prostatakarzinom betroffen zu sein.

„Ein hoher PSA-Wert kann das erste Anzeichen für einen Prostatakrebs sein“

Eine altersbedingte Prostatavergrößerung wird meistens bemerkt, weil spürbare Probleme, wie z. B. häufiges Wasserlassen, damit einhergehen. Ein Prostatakrebs hingegen ist im Frühstadium überhaupt nicht zu bemerken, weil ein Krebs eine bösartige Gewebeveränderung ist, die keine Symptome anzeigt. Die größte Angst bei Männern bleibt, dass sich hinter einem ansteigenden PSA-Wert ein Prostatakrebs verbirgt, weil bei Prostatakrebs der PSA-Wert erhöht ist.

Der PSA-Wert ist ein Test, der über das Blut bestimmt wird. Studien über den PSA-Wert zu erstellen, die mit einer Erkrankung der Prostata korrelieren, sind schwierig, da beispielsweise Männer, mit einem identischen PSA-Wert unterschiedliche Erkrankungen in der Prostata haben können. Es ist aber wiederum schon so, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Prostatakarzinom mit erhöhtem PSA-Wert zunimmt. Zwar kann über die Höhe eines PSA-Wertes keine Diagnose abgeleitet werden, jedoch empfehlen wir, mit dem PSA-Test bereits ab dem 40. Lebensjahr zu beginnen, weil dadurch erste Anzeichen für ein Prostatakarzinom gegeben werden können und eine individuelle Behandlung bei Bedarf gezielt eingesetzt werden kann.

Wie sollte bei einem erhöhten PSA-Wert vorgegangen werden?

Welche Erkrankungen führen zu einem erhöhten PSA-Wert?

Ein Prostatakrebs führt dazu, dass ein PSA-Wert ansteigt. Da ein Prostatakrebs in erster Linie eine bösartige Zellveränderung ist, hat der Mann keine Möglichkeit, einen Prostatakrebs im Frühstadium zu spüren, weil dieser keine Symptome aufzeigt. Neben einem Prostatakrebs können ebenso eine altersbedingte Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie: BPH), eine Entzündung oder ein Harnwegsinfekt zu einem PSA-Anstieg führen.

Welche Werte, wie zu deuten sind, können Sie aus der PSA-Tabelle entnehmen.

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Wünschen Sie eine persönliche und telefonisch kostenlose Beratung? Möchten Sie die Ursache für Ihren erhöhten PSA-Wert schnell und sicher abklären? Gerne informieren wir Sie über unsere MRT-Untersuchung der Prostata, auf die wir seit 2009 spezialisiert sind und können Ihnen durch unsere vielzähligen Erfahrungen auch in speziellen Fällen helfen.

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MRT der Prostata als Diagnosenfinder

Der PSA-Wert ist kein Diagnosenfinder, aber er kann den ersten Hinweis geben, dass eine Erkrankung in der Prostata vorliegt. Es gibt Männer, die haben einen Prostatakrebs, eine Prostatavergrößerung und zusätzlich noch einen Entzündungsherd in der Prostata. Alle 3 Erkrankungen können sich jeweils unterschiedlich stark auf den PSA-Wert auswirken, aber zu einem Gesamtanstieg des PSA-Wertes führen. Das bedeutet, dass der PSA-Wert in der Regel auf alle Veränderungen in der Prostata reagiert und sich durch einen Anstieg oder manchmal auch durch eine Schwankung des Wertes bemerkbar machen kann.

Um die Prostata sicher zu überprüfen, führen wir unserer MRT-Untersuchung der Prostata durch.  Mit Unterstützung unserer modernen Technik und Software können wir Erkrankungen der Prostata im Frühstadium diagnostizieren. Wir erstellen hochauflösende Bildserien, die unterschiedliche, bereits millimetergroße Veränderungen in der Prostata aufzeigen können. Dabei erstellen wir pro Untersuchung zwischen 800 bis 1.000 Feinschittbilder der Prostata. Unsere MRT-Untersuchung der Prostata ist die Basis für eine exakte Abklärung. Je nach dem was das Ergebnis der MRT ergibt, entscheidet sich, ob überhaupt eine Biopsie notwendig ist, oder was als nächsten Schritt angeraten ist.

Unsere MRT der Prostata ist der Diagnosenfinder, der maximale Sicherheit liefern kann.

PSA-Wert ist ein Beobachter und kein Diagnosefinder

  • PSA-Wert ab 4 ng/ml sollten mit einer mMRT-Untersuchung der Prostata abgeklärt werden
  • Bei Prostatakrebs steigt die Konzentration von PSA und führt zu einem erhöhten PSA-Wert
  • Kombination aus PSA-Wert-Auswertung, ausführlicher Anamnese und MRT-Untersuchung der Prostata kann maximale Sicherheit geben
  • Männer ab dem 40. Lebensjahr sind angesprochen

Definition PSA-Wert

Das PSA ist ein Eiweiß, das nur in der Prostata produziert wird. Krebszellen produzieren in der Regel mehr Eiweiß als gesunde Zellen und erhöhen den PSA-Wert. Jedoch kann der PSA-Wert auch bei einer Entzündung oder Vergrößerung der Prostata ansteigen. Das PSA ist kein Tumormarker.

Abwarten bringt keine Lösung – Abklärung hingegen schon

Was ist der PSA-Wert?

PSA steht für Prostata Spezifisches Antigen.

Das PSA ist ein Eiweiß, welches der Verflüssigung des Spermas dient und von Zellen in der Prostata gebildet wird. Dieser Wert bzw. das Antigen wird bei Vorliegen eines Prostatakrebses in der Regel vermehrt produziert und führt somit zu einem Anstieg des PSA-Wertes. Aber auch andere altersbedingte oder akute Erkrankungen der Prostata können ebenso zu einem Anstieg führen. Demnach sollte ein erhöhter PSA-Wert abgeklärt werden. Zur Abklärung empfiehlt sich unsere MRT-Untersuchung der Prostata, weil damit Veränderungen jeglicher Art festgestellt werden können, die zu einem PSA-Anstieg führen.

Der PSA-Wert wird über eine Blutprobe ermittelt. Welche Werte wie zu deuten sind, können Sie aus unserer PSA-Tabelle entnehmen.

Wie setzt sich der PSA-Wert zusammen?

PSA-Wert

Der Gesamt-PSA ist die Summe aus komplexiertem (gebundenem) und freiem PSA.

Komplexiertes PSA

Über das komplexierte PSA erhält man die Information, wie hoch der Anteil von PSA mit gebundenen Bluteiweißen ist, also wie hoch die Konzentration von Eiweiß ist.

Ein Prostatakrebs besitzt in der Regel mehr gebundene Eiweiße als gesunde Zellen und weist demnach eine hohe Eiweißkonzentration auf.

Freie PSA

Das freie PSA gibt an, wie viele Anteile des PSA frei im Blut schwimmen.

PSA Quotient

Der PSA-Quotient errechnet sich, indem der freie PSA durch den Gesamt-PSA dividiert wird.

Liegt der Wert unter 20% liegt eine vermehrte Eiweißkonzentration vor. Krebszellen bilden in der Regel mehr Eiweiß bzw. mehr PSA. Somit kann ein Prostatakrebs den PSA-Wert erhöhen.

Liegt der Quotient über 20% liegt eine geringe Eiweißkonzentration vor und die Wahrscheinlichkeit für eine Krebserkrankung ist niedrig.

Verlässlich ist der PSA-Quotient jedoch nicht, da häufig Abweichungen auftreten. Wir verlassen uns nicht auf den PSA-Quotienten, sondern nutzen den PSA-Quotienten lediglich als zusätzliche Bestätigung zu der MRT-Untersuchung. Es ist nicht selten, dass ein PSA-Quotient unter 20% liegt und wir doch ein Prostatakarzinom nachweisen konnten.

Der PSA-Wert und das Verhältnis zur eigenen Prostata

Der PSA-Wert ist häufig die erste Konfrontation mit der eigenen Prostata. In der Regel spüren die Männer ihre Prostata nicht und sehen können sie das tiefliegende Organ auch nicht. Ebenso ist vielen Männern die Funktion der Prostata unbekannt.

Das kann sich aber schnell ändern, wenn der Urologe oder Hausarzt feststellt, dass der PSA-Wert erhöht ist. In so einer Situation fangen die betroffenen Männer oft an, sich mit der Prostata zu beschäftigen.

Bei jungen Männern treten häufig akute Erkrankungen, wie Infekte oder Entzündungen auf. Bei Männern mittleren Alters kann zusätzlich eine altersbedingte Prostatavergrößerung oder ein Prostatakrebs genauso die Ursache sein.
Es ist eben wichtig zu differenzieren, welcher Auslöser bei jedem einzelnen Mann zu einem PSA-Anstieg geführt hat. Um den Auslöser bestimmen zu können, ist eine MRT-Untersuchung der Prostata angeraten.

Verlauf eines PSA-Wertes

PSA-Werte, die im Normbereich liegen, können abklärungsbedürftig sein, wenn der Verlauf ansteigend ist. Beispielsweise können PSA-Werte bei einem bösartigen Prostatakrebs im Frühstadium unter 4 ng/ml liegen. Bei der jährlichen PSA-Kontrolle wird jedoch ein stetiger Anstieg beobachtet, beispielsweise von 2 auf 3 ng/ml.

Ist der PSA-Wert bereits über 4 ng/ml und steigt der Wert weiterhin an, ist eine Abklärung noch dringlicher. Daher empfehlen wir, frühzeitig mit regelmäßigen Bestimmungen von PSA-Werten anzufangen. Jedoch kann eine regelmäßige PSA-Bestimmung, z. B. alle 3 Monate, nicht die Ursache für einen PSA-Anstieg klären.

Familiäre Vorbelastung und frühzeitige PSA-Wert-Bestimmung

Grundsätzlich sollte eine familiäre Vorbelastung nicht unterschätzt werden. Wenn z. B. der Vater Prostatakrebs hatte, ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Sohn auch an Prostatakrebs erkrankt, tendenziell höher, als bei nicht familiär vorbelasteten Männern.

Wir stellen häufig bei unseren Patienten fest, dass bei denen, die familiär vorbelastet sind, eine Krebserkrankung früher eintreten kann als beispielweise beim Vater. Diesen Patienten wird daher empfohlen, schon frühzeitig mit PSA-Bestimmungen zu beginnen, um bei Auffälligkeiten rechtzeitig reagieren zu können.

Hoher PSA-Wert – keine Beschwerden und trotzdem Abklärung der Prostata?

Zu verstehen, dass die Prostata genauer untersucht werden soll, ohne Beschwerden zu haben, fällt den meisten Männern schwer. Über 90% unserer Patienten fühlen sich im Allgemeinen gesund. Eine altersbedingte Prostatavergrößerung kann eher Beschwerden machen als ein Prostatakrebs. Die größte Angst bei Männern bleibt, dass sich hinter einem ansteigenden PSA-Wert eine bösartige Erkrankung verbirgt.

Mit der MRT-Untersuchung der Prostata können wir die Ursachen abklären, die zu einem hohen PSA-Wert geführt haben.

Welche Erkrankungen der Prostata können zu einem PSA-Anstieg führen?

1. Altersbedingte Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie)

Eine starke Prostatavergrößerung kann sich auf den PSA-Wert auswirken. Mit steigendem Alter nimmt die Prostata an Volumen zu. Diese Volumenzunahme bedeutet, dass sich die Prostata insgesamt vergrößert. Eine Vergrößerung entsteht aber nur aus der Innenzone der Prostata (transitionalen Zone). Das bedeutet, dass Knoten (Adenome) im Prostatakern wachsen, die dazu führen, dass sich die Außenzone (periphere Zone) verschmälert. Eine Vergrößerung muss der betroffene Mann auch nicht immer direkt merken. Meistens macht sich die Vergrößerung durch häufigeren Harndrang bemerkbar.

2. Altersbedingte Prostatavergrößerung und zusätzlich eine chronische Entzündung

Neben der Vergrößerung kann auch eine zusätzlich chronische Entzündung Einfluss auf den PSA-Wert haben. Beides kann sich unabhängig voneinander und jeweils unterschiedlich stark auf den PSA-Wert auswirken.

3. Altersbedingte Prostatavergrößerung und zusätzlich ein Prostatakrebs

Viele Männer glauben, dass ein erhöhter PSA-Wert vorliegt, weil der Urologe eine Vergrößerung der Prostata festgestellt hat. Sicherlich hat eine Vergrößerung auch Einfluss auf den PSA-Wert, jedoch kann in einigen Fällen auch ein zusätzlicher Krebsherd zu einem kontinuierlichen Anstieg führen.

4. Altersbedingte Prostatavergrößerung und zusätzlich eine akute Prostataentzündung (Prostatitis)

Bei einer akuten Prostatitis, ist die Prostata in der Regel durch die Schwellung bemerkbar vergrößert. Der PSA-Wert steigt bei einer akuten Prostatitis stark an. Der betroffene Mann kann die akute Prostataentzündung z. B. durch Brennen beim Wasserlassen merken.

5. Altersbedingte Prostatavergrößerung und zusätzlich 2 Krebsherde

Es ist nicht selten, dass Männer zwei bösartige Krebsherde an zwei unterschiedlichen Stellen haben. Der eine Herd kann in der Außenzone liegen und der andere im Prostatakern. Diese bösartigen Krebsherde können jeweils unterschiedlich in ihrer Bösartigkeit, Ausdehnung und Größe sein. Zusätzlich kann der Anstieg des PSA-Wertes noch durch eine Vergrößerung und einen chronischen Entzündungsherd beeinflusst werden.

PSA-Wert Tabelle zur Orientierung

Es gilt nicht, je höher der PSA-Wert desto schlimmer, aber je höher desto abklärungsbedürftiger. Demnach ist der PSA-Wert ein guter Beobachter, aber kein Diagnosesteller.

PSA – Wert in ng/mlBeurteilung
über 4erhöht und abklärungsbedürftig
2 – 4abklärungsbedürftig
1 – 2kann auffällig sein, wenn der Wert ansteigt
0 – 1unauffällig

Bei dieser Tabelle ist zu berücksichtigen, dass diese Werte nicht für Männer gelten, die bereits eine Behandlung der Prostata hatten. In diesen Fällen werden die PSA-Werte anders bewertet.

„Hohe Lebensqualität auch im Alter ohne Prostataprobleme“

PSA-Werte über 4 ng/ml

Ein PSA-Wert über 4 ng/ml gilt grundsätzlich als erhöht und sollte abgeklärt werden. Die Wahrscheinlichkeit für einen Prostatakrebs steigt ab diesem Bereich.  Es gilt: Je erhöhter der PSA-Wert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Prostatakarzinom vorliegt. Liegt z. B. der PSA-Wert über 10 ng/ml, folgt in der Regel die Diagnose eines Prostatakarzinoms.

Oft wird dann dem Mann zu einer Biopsie der Prostata über den Dickdarm oder dem Damm geraten, die jedoch oft wegen der geringen Trefferwahrscheinlichkeit das Prostatakarzinom möglicherweise nicht aufdeckt, obwohl es vorhanden ist.

Das bedeutet aber umgekehrt nicht zwangsläufig, dass jeder Mann mit einem PSA über 4 ng/ml einen Prostatakrebs hat. Andere Erkrankungen können genauso zu einem Anstieg des PSA-Wertes führen. Um Klarheit zu bekommen, empfiehlt sich unsere multiparametrische MRT-Untersuchung der Prostata, mit der wir hochauflösende und feinschichtige Bilder der Prostata erstellen, um die Ursache einer Erhöhung feststellen zu können. Somit wird die Diagnose sicher ermittelt, welche Erkrankung in der Prostata vorliegt und ob im Anschluss eine MRT-gesteuerte Prostatastanzbiopsie notwendig ist oder nicht. Falls diese Biopsie nicht erforderlich ist, folgt in der Regel die Empfehlung zur dreimonatlichen Kontrolle des PSA-Wertes und je nach PSA-Verlauf eine MRT- Kontrolluntersuchung der Prostata in spätestens einem Jahr.

„Warum mit Angst leben, wenn eine MRT-Untersuchung der Prostata Klarheit schaffen kann“

Hier folgen 4 Beispiele von unterschiedlichen Prostata-Erkrankungen, die aber einen fast gleich hohen PSA-Wert haben (zwischen 4 und 8 ng/ml):

PSA-Werte zwischen 2 und 4 ng/ml

Ein PSA-Wert zwischen 2 und 4 ng/ml sollte abgeklärt werden. In diesem Bereich gelten PSA-Werte zwar allgemein noch nicht als erhöht, aber nach unserer langjährigen Erfahrung können PSA-Werte doch häufig abklärungsbedürftig sein, wenn es sich um einen bösartigen Tumor im Frühstadium handelt.

Hier lautet unsere Empfehlung:

  1. Ist bereits ein vorheriger PSA-Wert bekannt und ist der aktuelle Wert höher, ist eine zeitnahe MRT-Untersuchung zu empfehlen.
  2. Handelt es sich um die erste Bestimmung des PSA-Wertes, sollte eine erneute PSA Kontrolle in 3 Monaten durchgeführt werden. Ist der 2. Wert dann höher, ist auch hier eine MRT –Untersuchung der Prostata angeraten.

PSA-Werte zwischen 1 und 2 ng/ml

PSA-Werte in diesem Bereich werden in der Regel als normal angesehen. Die Beurteilung dieses Bereiches kann im Einzelfall aber relativ schwierig sein, weil ein PSA-Spiegel hier nicht als erhöht gilt, aber trotzdem abklärungsbedürftig sein kann, falls es sich um ein Karzinom im Frühstadium handelt.

Wichtig ist auch, die Anstiegsgeschwindigkeit des PSA-Spiegels zu kontrollieren ,um so früh wie möglich die Diagnose eines Prostatakarzinoms stellen zu können: Verdoppelt sich der PSA-Wert z. B. innerhalb eines halben Jahres oder mehr, kann dies den Verdacht auf ein Prostatakarzinom erhöhen. Dies gilt umso mehr für den Fall, dass der PSA-Wert dann immer noch unter 4 ng/ml gelegen ist, z. B. ein Anstieg von 1,2 ng/ml auf 2,6 ng/ml. Hier dient der PSA-Spiegel dann zur Früherkennung eines Prostatakarzinoms. Die Früherkennung eines hoch bösartigen Prostatakarzinoms ist für jeden Patienten aus verständlichen Gründen enorm wichtig.

Hier gibt es 2 Möglichkeiten für das weitere Vorgehen:

  1. Ein erneuter PSA-Test wird in 3 Monaten durchgeführt. Sollte dieser Wert dann höher sein als der vorherige, ist eine multiparametrische MRT-Untersuchung der Prostata angeraten, um die Ursache für den Anstieg zu finden.
  2. Die andere Möglichkeit ist, dass gleich eine MRT-Untersuchung durchgeführt wird, um klären zu können, ob bedeutende Veränderungen in der Prostata vorliegen.

Das Problem bei der Beurteilung des PSA-Wertes liegt darin, dass eine starke Vergrößerung genauso zu einem Anstieg führen kann wie ein Prostatakrebs. Aber genauso können sich beide Erkrankungen unterschiedlich stark auf den PSA auswirken. Während die Vergrößerung bereits entdeckt wurde, kann ein PSA-Anstieg eventuell auf einen Krebs hinweisen, der sich im Frühstadium befindet.

Für den betroffenen Mann ist es schwierig, über spürbare Anzeichen einen Prostatakrebs von einer Prostatavergrößerung im Frühstadium zu unterscheiden. Eine Vergrößerung kann sich eher bemerkbar machen, weil die Prostata an Volumen zu nimmt und somit zu häufigem Harndrang führen kann. Während ein Prostatakrebs im Frühstadium eine bösartige Zellveränderung ist, die nicht spürbar ist.

Auch wenn ein PSA in diesem Intervall nicht als erhöht gilt, kann in dem einen oder anderen Fall doch eine MRT-Untersuchung hilfreich sein, insbesondere dann, wenn der Mann Klarheit haben möchte.

PSA-Werte zwischen 0 und 1 ng/ml

Werte in diesem Bereich gelten als normal und bedürfen keiner weiteren Abklärung bzw. Untersuchung. Wir empfehlen grundsätzlich ab dem 40. Lebensjahr jährlich den Wert messen zu lassen, um so eine gute Kontrolle zu haben, falls der Wert ansteigen sollte. Liegt der Wert jedes Jahr unter 1 ng/ml kann der Mann sich freuen und die Prostata-Vorsorge damit belassen.

Wann steigt ein PSA-Wert an?

Grundsätzlich kann ein PSA-Wert sowohl bei einer bösartigen, gutartigen oder akuten Erkrankung ansteigen. Das bedeutet, dass der PSA ansteigt, sobald eine Veränderung in der Prostata stattfindet. Krebszellen produzieren in der Regel mehr Antigen als gesunde Zellen und erhöhen den PSA-Wert. Je mehr Eiweiß im Blut vorliegt, desto höher der PSA-Wert und desto größer die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung.

Das PSA ist ein Antigen, das nur in der Prostata produziert wird und über einen Bluttest gemessen wird.

PSA Schwankungen

Es ist nicht selten, dass PSA-Werte schwanken und krankhaft erhöht sein können. Ist die Schwankung groß, sollte die nächste PSA-Kontrolle relativ zeitnah wiederholt und ggf. eine MRT-Untersuchung der Prostata durchgeführt werden. Kleine Schwankungen können vernachlässigt werden.

Spürbare Symptome und Schmerzen

Prostatakrebs ist eine Erkrankung des älter werdenden Mannes und verursacht in der Regel weder Schmerzen, noch sind spürbare Symptome zu erkennen. Allein ein ansteigender oder hoher PSA-Wert kann den ersten Hinweis liefern.

Junge Männer hingegen können häufiger eine akute Entzündung der Prostata bekommen. Eine Entzündung geht meistens mit spürbaren und teilweise schmerzhaften Symptomen einher, wie beispielsweise Brennen beim Wasserlassen. In so einem Fall steigt der PSA-Wert meistens im zweistelligen Bereich an und wird zudem von hohen Entzündungswerten begleitet. In der Regel wird eine akute Entzündung erfolgreich mit einem Antibiotikum behandelt werden.

PSA-Wert Test

Der Test für den PSA-Wert wird über eine Blutprobe bestimmt und kann sowohl bei einem Urologen als auch Hausarzt bestimmt werden.

Die Prostatavorsorge erhält mit steigendem Lebensalter eine zunehmende Bedeutung. Wir empfehlen die erste Kontrolle bereits ab dem 40. Lebensjahr und dann eine jährliche PSA Bestimmung. Das hat den Grund, dass so der Verlauf des Wertes beobachtet und bei einer PSA-Erhöhung rechtzeitig reagieren werden kann. Das können bereits ansteigende PSA-Werte sein, die erst zwischen 1 und 2 ng/ml liegen.

Eine frühzeitige PSA-Kontrolle ist eben ratsam, weil Prostatakrebs die häufigste Krebserkrankung des älter werdenden Mannes ist. Wenn eine familiäre Vorbelastung bekannt ist, liegt das Risiko in der Regel noch höher.

In der PSA-Wert Tabelle können Sie nachsehen, wann ein Wert als erhöht gilt.

Die privaten Krankenversicherungen bezahlen den Test, die gesetzlichen Krankenkassen nicht. Der PSA Test kostet in der Regel rund 30 Euro und ist unserer Meinung nach gut investiertes Geld in die Männervorsorge.

Steigt der PSA-Wert mit steigendem Alter?

Ein PSA-Wert von über 4 ng/ml ist ab dem mittleren Lebensalter nicht altersentsprechend, sondern deutet in der Regel auf eine Erkrankung der Prostata hin, die, bösartig, gutartig oder auch entzündlich sein kann.

Alter des MannesPSA-Wert (ng/ml)
1 bis 350,00 bis 1,00
35 bis 500,00 bis 2,50
über 500,00 bis 4,00

Einen „Normalwert“, den wir von anderen Stoffen kennen, deren Konzentration im Blut gemessen wird, gibt es nicht. Es ist aber bekannt, dass die Konzentration des PSA mit dem Alter geringfügig zunimmt. Da aber auch mit steigendem Alter die Wahrscheinlichkeit für alle Prostataerkrankungen größer wird, kann ein erhöhter PSA-Wert ein erstes Anzeichen sein.

Die Frage vieler betroffener Männer mit einem erhöhten PSA-Wert ist, welche Prostataerkrankung bei einem selber zu einem PSA-Anstieg geführt hat.

„Die Prostata kann mit steigendem Alter zum Problem werden“

Regelmäßig PSA-Werte bestimmen zu lassen, reicht nicht aus, da dadurch die Art der Erkrankung nicht festgestellt werden kann. Es ist nicht möglich, nur über einen PSA-Wert eine Diagnose abzuleiten.

Bei einer gutartigen Prostatavergrößerung kann der PSA-Wert ansteigen, muss aber nicht. Ebenso können Entzündungsherde zu einem erhöhten PSA-Anstieg führen. Bei Prostatakrebs steigt der PSA-Wert an.

Prostataerkrankungen des älter werdenden Mannes

Die Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie) ist eine sehr häufige und gutartige Erkrankung des älter werdenden Mannes. Ab dem 35. Lebensjahr beginnt die Prostata in der Regel an Volumen zuzunehmen. Mit der Volumenzunahme kann es zu Beschwerden, wie z. B. Problemen beim Wasserlassen, kommen.

Veränderungen der Prostata können zu Stauungen (Sekretverhaltungen) führen, die oft der Boden für eine entzündliche Reaktion der Prostatadrüsen sind und eine Prostataentzündung (Prostatitis) auslösen können. Sollte nach einer Antibiotika-Therapie kein oder nur ein leichter Rückgang des PSA-Wertes festgestellt werden, ist eine bakterielle Entzündung unwahrscheinlich.

Prostatakrebs (Prostatakarzinom) ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Ein Prostatakrebs, insbesondere im Frühstadium, entwickelt sich meistens ohne spürbare Symptome. Ein Hinweis kann ein erhöhter PSA-Wert sein.

PSA-Wert bei einer Prostatitis

Ist der PSA-Wert bei einer Prostatitis immer erhöht?

Bei einer Prostatitis ist in erster Linie zwischen einer akuten oder chronischen Entzündung zu unterscheiden.

Akute Prostatitis

Leidet der Mann an einer akuten Prostatitis ist in der Regel der PSA-Wert deutlich erhöht (> 10 ng/ml). Neben dem PSA-Wert sind zudem die Entzündungswerte (CRP, sensitives CRP) im Blut erhöht. Eine akute Entzündung befällt meistens das gesamte Prostataorgan. Mögliche Anzeichen können beispielsweise Brennen beim Wasserlassen oder häufiger Harndrang sein.

Behandlung einer akuten Prostatitis

In der Regel wird eine akute Prostatitis durch eine mehrtägige Antibiotika-Einnahme behandelt. Nach Beendigung der Antibiotika-Therapie wird der PSA-Wert erneut bestimmt; zur Sicherheit auch die Entzündungswerte. Wenn alle Werte wieder in den Normbereich gesunken sind, ist die Behandlung erfolgreich gelaufen.

Chronische Prostatitis

Bei einer chronischen Prostatitis sind die PSA-Werte und Entzündungswerte in der Regel leicht erhöht.

Die Symptome einer chronischen Entzündung können die gleichen sein wie bei einer akuten Prostatitis. Eine akute Entzündung breitet sich meistens auf die gesamte Prostata aus. Eine chronische Entzündung entsteht dann, wenn eine akute Prostatitis nicht richtig verheilt und in eine chronische übergeht. Wenn viele chronische Entzündungsherde vorliegen, kann das zu Funktionsstörungen der Prostata führen und die Erektion einschränken.

Behandlung einer chronischen Prostatitis

Eine chronische Entzündung kann in der Regel nicht behandelt werden, auch ein Antibiotikum ist da wenig hilfreich. Man geht davon aus, dass Männer ab dem mittleren Lebensalter häufig chronische Entzündungsherde in der Prostata haben, die jedoch in den meisten Fällen unbedeutend sind.

PSA-Wert senken

Kann man den PSA-Wert senken?

Wenn eine Erkrankung in der Prostata besteht, steigt der PSA-Wert in der Regel dadurch an. Demnach kann der PSA-Wert nur gesenkt werden, wenn die Erkrankung erfolgreich behandelt ist.

Unterschiedliche Erkrankungen können zu einem Anstieg des PSA-Wertes führen. Dazu gehört

PSA-Wert senken bei Prostatavergrößerung

Mit einer medikamentösen Behandlung kann der PSA-Wert bei einer Prostatavergrößerung gesenkt werden. Die Probleme bei einer bekannten Vergrößerung sind nicht der erhöhte PSA-Wert, sondern häufig die daraus resultierenden Beschwerden, wie z. B. Probleme beim Wasserlassen. Erschweren diese Probleme den Alltag, kann eine Prostataverkleinerung durchgeführt werden, bei der die Potenz des Mannes nicht beeinträchtigt wird. Nach einer Prostataverkleinerung sinkt der PSA-Wert.

PSA-Wert senken bei Prostatitis

Steigt der PSA-Wert an, weil der Mann eine Entzündung der Prostata hat, kann in der Regel die Entzündung mit einem Antibiotikum therapiert werden. Nach der Therapie ist die Entzündung abgeheilt und der PSA-Wert gesunken. In so einem Fall ist der PSA-Wert häufig im zweistelligen Bereich und sinkt dann in der Regel wieder unter 4 ng/ml.

Sinkt der PSA-Wert nach einer Antibiose nur minimal, steht die Frage im Raum, ob der PSA-Wert ursächlich durch eine andere Erkrankung, wie z. B. einen Prostatakrebs, angestiegen sein könnte. Im so einem Fall hilft keine Antibiotika-Therapie.

PSA-Wert senken bei Prostatakrebs

Ist der PSA-Wert erhöht, weil der Mann einen Prostatakrebs hat, kann der Wert nur gesenkt werden, wenn der Krebs behandelt ist. Je nach Grad und Ausbreitung kann ein Prostatakrebs durch eine operative Entfernung der Prostata (Prostatektomie) oder eine organerhaltende Prostatabehandlung (fokale Therapie) therapiert werden. Wenn der Prostatakrebs behandelt ist, sinkt der PSA-Wert in der Regel wieder in den Normbereich (< 4 ng/ml).

PSA-Wert senken durch Anti-Hormon-Therapie

Wenn weder eine Operation noch Strahlentherapie bei einem Prostatakrebs als Behandlungsmethode in Frage kommen, kann eine Anti-Hormon-Therapie eingesetzt werden. Diese Therapie führt dazu, dass ein Prostatakrebs durch Anti-Hormone unter Kontrolle ist und sich nicht mehr weiterentwickelt. Als Nebeneffekt sinkt der PSA-Wert. Nachteil dabei ist, dass eine Anti-Hormon-Therapie die männliche Funktion bzw. Potenz beeinträchtigen kann.