Prostatakrebs – OP, fokale Therapie oder Aktive Überwachung? Was soll ich tun?

Prostatakrebs ist in den meisten Fällen heilbar. Damit Sie die richtige Behandlung wählen, ist es wichtig, dass Sie sich an einen Spezialisten wenden, der sich mit den verschiedenen Therapien bei den unterschiedlichen Prostataerkrankungen auskennt. Je nach Grad der Bösartigkeit (Gleason-Score) des Krebses, seiner Größe, Lage und Ausdehnung sowie seiner Risikobewertung sind manche Methoden besser oder weniger gut geeignet. Für die Wahl des Behandlungsverfahrens müssen neben dem Grad der Bösartigkeit, der Größe, Lage und Ausdehnung, das Alter und wesentliche Begleiterkrankungen des betroffenen Mannes berücksichtigt werden. Wichtig ist zudem, ob neben dem Prostatakrebs zusätzlich eine gutartige Prostatavergrößerung besteht, die zu Symptomen beim Wasserlassen und einer Störung der Blasenfunktion geführt hat.

ALTA-Klinik Patient Prostatakrebs

Welche Behandlung ist für mich als Mann mit Prostatakrebs geeignet?

Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass beim Prostatakrebs mit niedrigem Risiko der Progression (Gleason-Score 6 (3+3) und/ oder Gleason Score 7 (3+4) / (4+3) mit einem PSA-Wert unter < 10 ng/ml) mehrere der o.g. Auswahlmöglichkeiten zum Tragen kommen. Während ein Prostatakrebs mit hohem Risiko der Progression eher die radikale Therapie vorzuziehen ist. Darüber hinaus lassen sich kaum allgemein gültige Regeln ableiten, die vielen oben genannten Unterschiede erfordern eine individuelle, maßgeschneiderte Behandlung.

Patient S. J., 69 Jahre"Es ist absolut die minimal invasivste und sehr erfolgreiche Behandlungsform"

Im Frühjahr 2017 überraschte mich ein erhöhter PSA Wert. Durch eine MRT Aufnahme kam heraus, -Verdacht auf ein Prostatakarzinom. Mein Urologe empfahl mir eine herkömmliche Biopsie über den Entdarm. Die für mich zu unterschreibende Vorgehensweise der Biopsieform machte mich etwas nachdenklich. Darauf hin machte ich mich erst mal schlau über die unterschiedlichen Biopsformen. Durch einen bekannten Arzt, der x-mal konservativ biopsiert wurde, allerdings zunächst ohne Erfolg, obwohl sein PSA Wert immmer weiter anstieg. Dieser betroffene Arzt stieß durch einen Bekannten auf die Alta – Klink. Dort ist auf Anhieb sein Prostatakrebs gefunden worden. Diese 3D gesteuerte Biopsieform überzeugte mich und ließ mich auch dort mit Erfolg biopsieren. Der Befund war ein Adenocarzinom mit einem Gleason-Score 7(3+4) die 4 mit 15%.

Die Alta Klink unter der Führung des Herrn Dr. Lumiani praktiziert inzwischen eine erweiterte Methode der HIFU Behandlung, die sogenannte TULSA Pro Behandlung. Nach einem Beratungsgespräch mit Herrn Dr. Lumiani unterzog ich mich dieser inzwischen sehr erfolgreichen Behandlungsform zur Beseitigung eines Prostatakarzinom. Am 26.07.2017 um 11 Uhr unterzog ich mich dem Eingriff (OP). Weil bei mir das Karzinom ziemlich groß war dauerte diese ca. 50 Min.  Bereits um 16 Uhr lief ich unter Aufsicht in die 400m entfernte Bettenklinik. Am nächsten Tag wurde ich bereits entlassen. Es ist absolut die minimal invasivste und sehr erfolgreiche Behandlungsform.

Inzwischen ist 1/2 Jahr vergangen. All meine Nachuntersuchungen und deren Ergebnisse waren spitze. Ich kann diese OP Form – sofern der Gleason-Score es zulässt nur weiter empfehlen.

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Therapiemöglichkeiten bzw. Strategien

1.) Organerhaltende Therapie mittels fokaler TULSA-PRO bei Gleason-Score 6 und 7

Das Konzept der fokalen Therapie ist in der Krebsbehandlung eher der Regelfall, als die Ausnahme. So wird beispielsweise beim Brustkrebs der Frau der Knoten bzw. der mit Krebs befallene Teil der Brust und nicht die gesamte Brustdrüse entfernt. Im Gegensatz zur radikalen Therapie, bei der das Organ komplett oder zerstört wird, folgt die fokale Therapie dem Prinzip: So viel nötig, so wenig wie möglich. Dieses Prinzip vermeidet für den Mann unnötige Risiken und Funktionsverluste (Inkontinenz, Impotenz, Ejakulationsverlust).

Mit der minimal-invasiven Therapie mittels TULSA-PRO lässt sich das Konzept der fokalen Therapie auf die Prostata übertragen. Zerstört werden nur die ausgewählten, vom Krebs betroffenen Bereiche der Prostata. Dies kann mit sehr hoher Präzision gewährleistet werden, da die TULSA-PRO Behandlung im MRT-Gerät durchgeführt und live überwacht wird. Die Zerstörung des Krebses erfolgt bei TULSA-PRO durch Hitze, die durch gezielte Ultraschallwellen berührungslos direkt im Tumor erzeugt wird. Die fokale TULSA-PRO Behandlung ist am besten für Patienten geeignet, die ein lokal begrenztes und niedrig aggressives Prostatakarzinom (Gleason-Score 6 und 7) haben.

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Nähere Informationen über die fokale TULSA-PRO Behandlung finden Sie hier: https://www.alta-klinik.de/prostata/therapie/prostatakrebs-behandlung

 

2. ) Radikale Prostatektomie (Prostata-OP) mittels DaVinci bei Gleason-Score 8 und 9

Bei Prostatakarzinom mit hohem Aggressivitätsgrad ist in den meisten Fällen die radikale Operation unvermeidlich. Bei der radikalen Prostatektomie wird die Prostata vollständig chirurgisch entfernt. Die radikale Therapie erreicht die höchsten Raten der sofortigen und dauerhaften Krebsfreiheit, ist jedoch am häufigsten mit Inkontinenz, Impotenz und Ejakulationsverlust verbunden. Die radikale Prostatektomie kann mittels offener Operation retropubisch (Bauchschnitt), perineal (Dammschnitt), laparoskopisch (Schlüsselloch-Chirurgie) oder laparoskopisch-roboterassistiert (DaVinci) durchgeführt werden. Um das Risiko der Impotenz zu verkleinern, ist auch eine ein- oder beidseitige „nervenschonende“ bzw. „nerverhaltende“ Operationstechnik möglich.
Bei der Prostatektomie mit dem DaVinci-Roboter hat der Operateur aufgrund der geringeren Blutung, der 3-D Bildgebung und starken Vergrößerung bessere Sicht auf die Prostata und benachbarten Organe. Dies, so wie die Freiheitsgrade der Instrumente ermöglich dem Chirurgen mit höchster Präzision zu operieren. Diese Präzision ist wichtig, um das Risiko von Funktionsverlusten zu minimieren.
Nähere Informationen über die radikale Prostatektomie mittels DaVinci finden Sie hier: https://www.alta-klinik.de/prostata/prostata-op/

Bewertung durch Jameda verifizierter Patient"Fürsorglich, verbindlich, sehr gute Kommunikation und Einfühlungsvermögen"

Die Nachricht zu einen Prostatakrebs ist ohnehin eine ungeahnte Herausforderung für mich gewesen.

Als ich dann zu Dr. Buckendahl kam, wurde ich sehr gut von ihm über die Behandlungsmöglichkeiten informiert und mit meinen Sorgen abgeholt.

Damit konnte ich mich deutlich leichter auf die Operation einlassen und habe Vertrauen entwickelt, das nötig war.

Nach der Operation hat Herr Buckendahl sich persönlich nach meinem Zustand erkundigt und war mehrfach im Krankenhaus bei mir. Unmittelbar danach hat er sogar meine Frau informiert.

Herr Buckendahl hat mir genau beschrieben, was er bei der OP gemacht hat und womit ich zu rechnen habe. Außerdem auch noch, wie ich mich anschließend verhalten kann und welche Sorgen ich nicht haben muss.

Mit der ersten Messung des PSA nach 8 Wochen hat sich gezeigt, dass Herr Buckendahl alle bösartigen Zellen bei der OP entfernen konnte.

Neben der überzeugten Arbeit mit dem sehr guten Ergebnis von Herrn Buckendahl möchte ich hervorheben, dass die sehr gute Kommunikation und das Einfühlungsvermögen in dieser besonderen Lage eine großartige Hilfe war.

Ich bin dankbar, dass er mit seiner Arbeit mein Leben verlängert hat und ich bin sehr dankbar, dass Herr Buckendahl so fürsorglich mit mir umgegangen ist.

Quelle Jameda

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3. Aktive Überwachung (Active-Surveillance)

Das Konzept der aktiven Überwachung besteht aus einem anfänglich völligen Verzicht auf jede Behandlung. Der Patient lässt in regelmäßigen Abständen mittels PSA-Wertermittlung und MRT-Untersuchung den Krebsherd kontrollieren. Erst wenn bei diesen regelmäßigen Kontrolluntersuchungen ein Fortschreiten des Prostatakrebses erkennbar ist, wird eine Behandlung erforderlich und eingeleitet. Ein Teil der Männer (diejenigen ohne erkennbare Tumorprogression) bleibt dauerhaft unbehandelt, der andere Teil (diejenigen mit erkennbarer Tumorprogression) werden verzögert behandelt.
Krebsfreiheit wird in der Phase der Überwachung nicht erreicht. Da in der Phase der Überwachung keine Behandlung erfolgt, sind die Risiken der Inkontinenz, Impotenz

Welche Untersuchungen sollte ich durchgeführt haben, um für mich die richtige Therapiewahl zu finden

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Warum wird die radikale Prostata-OP von den meisten Männern gefürchtet?

Die Prostata ist eine Vorstehdrüse und für die Produktion eines Sekrets für das Ejakulat verantwortlich. Dabei verlaufen sowohl außerhalb als auch innerhalb der Prostata viele Strukturen, die für die männlichen Funktionen verantwortlich sind. Da diese Strukturen so nah bei der Prostata verlaufen, besteht für den Mann das Risiko, dass bei einer radikalen Prostatektomie (OP) die gesunden Strukturen mitbehandelt und somit beschädigt werden. Männer klagen dann über Inkontinenz, Impotenz und Verlust der Ejakulation.

Die Prostata liegt vor der Harnblase. Von der Harnblase geht die Harnröhre ab, die mitten durch die Prostata verläuft. Oberhalb und unterhalb der Prostata an der Harnröhre hat der Mann jeweils einen Schließmuskel. Der obere Schließmuskel ist der innere Schließmuskel und der untere Schließmuskel ist der äußere. Der äußere Schließmuskel ist wichtig für den Mann, damit er das Wasser halten kann – ergo kontinent bleibt. Hinten, zwischen der Prostata und Dickdarm, liegen die neurovaskulären Bündel, jeweils am rechten und linken Prostatalappen, die für die Potenz verantwortlich sind. Da diese Nervenstränge an der Prostata vernetzt sind, ist auch hier das Risiko gegeben, dass durch die operative Entfernung der Prostata die Nerven verletzt werden und der Mann danach impotent wird

Prostata-Schaubild Prostatakrebs

Und der dritte Faktor ist die Ejakulation. Dabei verlaufen von der Samenblase bis zur Prostatainnenzone die Samenleiter. Durch die Samenleiter wird das Ejakulat in die Prostata und von der Prostata mit einem weiteren Sekret in die Harnblase gepumpt, so dass der Mann bei einem Orgasmus eine natürliche Ejakulation erlebt. Da von der Samenblase die Samenleiter in die Prostata münden, kann nach einer radikalen Prostatektomie die Ejakulation nicht erhalten bleiben.
Diese Risiken, die eine radikale Prostatektomie mit sich bringen, führen dazu, dass Männer Angst vor einer Behandlung haben. Viele Männer reden sich ein, da Prostatakrebs in den meisten Fällen nicht lebensbedrohlich ist, dass sie an einem niedrig aggressiven Prostatakrebs erkrankt sind – ohne eine ausführliche Diagnostik.
Deswegen sind Sie gut beraten, wenn Sie zunächst abklären, welchen Gleason-Score Sie haben, wie groß der oder die Tumore sind, ob diese lokal begrenzt sind oder schon kapselüberschreitend mit ggf. metastasierendem Verlauf. Mit einer genauen Diagnostik fängt die richtige Therapiewahl für Sie an.

 

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