Prostatakrebs: Symptome, Diagnose und Behandlung

In Deutschland ist Prostatakrebs die häufigste Krebserkrankung bei Männern, deren Häufigkeit seit Jahren zunimmt. Dies ist in erster Linie auf das erhöhte Gesundheitsbewusstsein zurückzuführen. Anders als früher gehen viele Männer zum Arzt, wenn Symptome beim Wasserlassen oder Probleme mit der Potenz auftreten. Insbesondere das Angebot der Vorsorgeuntersuchung wird von immer mehr Männern angenommen und häufig durch die Bestimmung der PSA-Konzentration ergänzt

Die frühe Erkennung hat insgesamt zu einer deutlichen Besserung der Prognose geführt. Damit besteht für viele Männer zum Zeitpunkt der Diagnosestellung keine sofortige Bedrohung und ausreichend Zeit, sich über die Behandlungsmöglichkeiten zu informieren.

Ein Prostatakrebs ist in erster Linie eine bösartige Gewebeveränderung und nicht eine Gewebevergrößerung. Im fortgeschrittenen Stadium kann sich ein hoch bösartiger Prostatatumor ausdehnen bzw. vergrößern. Demnach ist es schwierig, einen Prostatakrebs frühzeitig zu bemerken. Ein erstes Warnsignal kann der PSA-Wert sein, weil dieser Wert bei einem Prostatakrebs erhöht ist. Das liegt daran, dass das PSA ein Eiweiß ist und Krebszellen eine höhere Konzentration dieses Prostata-Eiweißes im Blut aufweisen.

Welche Symptome und Anzeichen hat Prostatakrebs?

Ein Prostatakarzinom verursacht selten Beschwerden, insbesondere, wenn es sich um ein kleinflächiges Karzinom handelt. Viele Betroffene merken nichts, es gibt sogar Patienten, die sich völlig gesund fühlen, obwohl sich bereits Metastasen gebildet haben. Fast alle Symptome, die mit der Blasenentleerung zusammenhängen, z.B. häufiger Harndrang, meist mit kleinen Urinportionen, häufiger nächtlicher Harndrang, plötzlich auftretender, kaum zu unterdrückendem Harndrang, schwacher und unterbrochener Harnstrahl, erschwerter Beginn des Wasserlassens und/oder Restharngefühl werden durch die mit zunehmendem Lebensalter häufige gutartige Prostatavergrößerung verursacht. Auch Störungen der Sexualfunktion, wie z.B. eine schwache oder nicht ausreichend lang anhaltende Erektion, Impotenz, schmerzhafter, schwächerer oder blutiger Samenerguss sowie Blutungen aus der Harnröhre oder blutiger Urin werden meist durch andere Erkrankungen verursacht und stehen nur selten im Zusammenhang mit einem Prostatakrebs.

Dennoch sollten Sie in jedem Fall ihren Arzt aufsuchen falls Sie eine oder mehrere der oben beschriebenen Symptome bei sich feststellen.

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Was ist die Ursache für Prostatakrebs?

Die Ursachen des Prostatakrebses sind noch unbekannt. Unterschiede in der Häufigkeit des Prostatakrebses in verschiedenen Regionen der Welt lassen vermuten, dass das Risiko, an einem Prostatakrebs zu erkranken, sowohl von genetischen Faktoren, als auch von der Ernährung abhängt. Ein sicherer Risikofaktor ist das Alter.

Welche Risikofaktoren gibt es bei Prostatakrebs?

Alter

Das Risiko, einen Prostatakrebs zu bekommen, nimmt mit dem Alter deutlich zu. Die Wahrscheinlichkeit, innerhalb der nächsten 10 Jahre einen Prostatakrebs zu entwickeln, liegt bei einem 45-jährigen Mann bei 1:220, bei einem 75- jährigen Mann bei 1:17.

Genetik

Familiäre Veranlagung beeinflusst das Risiko einer Prostatakrebserkrankung sehr stark. Hatte oder hat ein Vater Prostatakrebs, verdoppelt sich das Risiko seiner Söhne. Falls ein Bruder an einem Prostatakrebs erkrankt war oder ist, steigt das Risiko der anderen Brüder auf das Dreifache. Noch stärker steigt das Risiko, wenn die betroffenen Familienmitglieder zum Zeitpunkt der Erkrankung jünger waren bzw. sind.

Gab oder gibt es in Ihrer männlichen Verwandtschaft Prostatakrebserkrankungen Dann sollten Sie bereits ab dem 40. Lebensjahr zur ersten bzw. regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung gehen.

Hormone

Männliche Geschlechtshormone, insbesondere Testosteron, sind wichtig für das Wachstum und die Funktion der Prostata. Männer, die in jüngeren Lebensjahren einen Verlust der Hoden erlitten, erkranken selten an Prostatakrebs. Dagegen weisen aktuelle Studien darauf hin, dass Männer, die mit Testosteron behandeit werden, kein erhöhtes Krebsrisiko aufweisen. Das Vorhandensein von Testosteron ist nach derzeitigem Wissensstand eine Grundbedingung für die Entstehung des Prostatakrebses, obwohl die genaue Rolle der Hormone in diesem Zusammenhang noch nicht vollständig aufgeklärt werden konnte.

Lebensstil und Ernährung

Auch Nikotin und Alkohol erhöhen generell das Krebsrisiko und wahrscheinlich auch das des Prostatakrebses. Auch wenn Prostatakrebs in Nordamerika und Europa häufiger auftritt, als in Japan und China, fehlen eindeutige Erkenntnisse zum Einfluss der Ernährung auf das Prostatakrebsrisiko. Wie bei vielen anderen Krebsarten, scheint Übergewicht bzw. ein hoher BMI das Prostatakrebsrisiko zu erhöhen. Ob die erhöhte Zufuhr von Spurenelementen und Vitaminen bzw. Antioxydantien einen schützenden Effekt bewirkt, ist ebenfalls ungeklärt. Körperliche Bewegung bzw. Sport senken generell das Krebsrisiko, wenngleich Daten speziell zum Prostatakarzinom fehlen.

Für die Medikamente Finasterid und Dutasterid wurde in placebokontrollierten Studien nachgewiesen, dass gesunde Männer, bei denen nach mehrjähriger Einnahme des Medikamentes eine Gewebeprobe durchgeführt wurde, zwar seltener Prostatakrebs nachgewiesen wurde, als in der placebobehandelten Vergleichsgruppe. Beide Medikamente sind nicht zur Vorbeugung des Prostatakrebses zugelassen.

Weitere Gefahren für ein Prostatakrebs

Männer mit

  • einem PSA-Wert über 2 ng/ml
  • einem ansteigenden oder schwankenden PSA-Wert
  • einer Harnblasenentleerungsstörung (Miktionsstörungen)
Patient R. F., 66 Jahre"Hohe fachliche Kompetenz und exzeptionelle technische Ausstattung"

Aufgrund eines stark erhöhten PSA-Wertes (im Hintergrund sofort der Krebsverdacht) drängte mich mein heimischer Urologe zu einer raschen Prostatabiopsie – in meinem Fall (als Freiberufler über die Künstlersozialkasse gesetzlich krankenversichert) die wenig zuverlässige und riskante Stanzbiopsie via Darm.

Die MRT in der ALTA Klinik nahm dieser Ausgangslage den Schrecken – einerseits durch die hohe fachliche Kompetenz und die exzeptionelle technische Ausstattung, insbesondere aber auch durch die Freundlichkeit, mit der alle Mitarbeiter die Untersuchung begleiteten: Frau Möhlmann an der Rezeption ebenso wie Frau Hergesell und Frau Edelmann während der MRT.

Und für einen Kassenpatienten besonders ungewohnt: die Zeit, die sich Dr. Badzies im Vorgespräch wie im Anschluss an die Untersuchung nahm, um mir das Ergebnis und die Konsequenzen daraus mit großem Engagement zu erläutern. Kurzum: Mein Eindruck ist, dass man sich in der ALTA Klinik tatsächlich für die Sorgen, Nöte und Fragen des einzelnen Patienten interessiert und ihm die bestmögliche Behandlung angedeihen lässt.

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Diagnose von Prostatakrebs

Der Verdacht auf ein Prostatakarzinom entsteht oft aufgrund eines auffälligen Tastbefundes bei der Vorsorgeuntersuchung oder/und einer auffälligen Ultraschall Untersuchung. Am häufigsten entsteht Abklärungsbedarf im Hinblick auf ein Prostatakarzinom bei hoher oder im Verlauf ansteigender PSA-Konzentration. Mit der multiparametrischen MRT Untersuchung der Prostata ist eine weitere Abklärung möglich.

Wie erwähnt, sind die Symptome von Prostatakrebs nicht sehr eindeutig. Ein Prostatakarzinom kann zu einem fortgeschrittenen Stadium heranwachsen, ohne dass Symptome beim Patienten bemerkbar sind. Heutzutage ist ein erhöhter PSA-Wert ein sehr gutes Indiz für Prostatakrebs. Der PSA-Test als Früherkennungsuntersuchung wird jedoch generell nicht von Krankenkassen gedeckt. Meistens fällt dieser in Arztpraxen unter die „individuellen Gesundheitsleistungen“ (IgeL), welche Patienten selbst bezahlen müssen. Die Kosten dieses Tests belaufen sich auf ca. 15 bis 20 Euro.  Hierbei wird die Menge an „Prostata-spezifischem Antigen“ im Blut bestimmt. Dieses Eiweiß dient dazu, die Samenflüssigkeit zu verdünnen, sodass sich die Beweglichkeit der Spermien erhöht. Der PSA-Test wird in Form einer Blutprobe durchgeführt, welche an ein Labor geschickt wird. Die Testergebnisse erhält man meist nach ein paar Tagen.

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Dennoch sehen viele Ärzte in einem PSA-Wert, der nicht stark über den Normbereich liegt, noch keinen Anlass zum Krebsverdacht.  In diesen Fällen wird der Wert meist weiter kontrolliert. Ein erhöhter PSA-Wert kann auf Prostatakrebs hindeuten, kann aber auch andere Ursachen haben. Nichtsdestotrotz sollte ein erhöhter PSA-Wert der häufigste Auslöser für weitere Untersuchungen sein. Meistens bietet der Urologe einen Tastbefund und Ultraschall an. Unsere Klinik befragte jedoch 500 unserer Patienten nach den Ergebnissen Ihres Tast- und Ultraschallbefundes. Überraschenderweise waren  80% dieser Befunde unauffällig, obwohl wir bei diesen Patienten später ein Prostatakarzinom diagnostizierten. Daraus lässt sich schließen, dass eine genauere Diagnose aufgrund eines MRTs gestellt werden kann. Wer also einen erhöhten PSA-Wert hat und das Prostatakrebsrisiko minimieren will, sollte sich überlegen, zusätzlich zum Tast- und Ultraschallbefund ein mpMRT der Prostata durchzuführen zu lassen. Durch unsere optimierte multiparametrische MRT-Untersuchung der Prostata können bereits kleinste Veränderungen im Prostatagewebe sichtbar gemacht und es kann meist schon zwischen gutartigen und bösartigen Prostataerkrankungen unterschieden werden.

Frühzeitige und sichere Diagnose durch multiparametrische MRT-Untersuchung der Prostata

Die multiparametrische MRT-Untersuchung der Prostata gilt als die sicherste Bildgebung, um Prostatakrebs zu diagnostizieren. Mit dieser Untersuchung kann ein Krebsherd festgestellt und in seinen Eigenschaften beurteilt werden.

Die Information über die Bösartigkeit eines Tumors liefert eine Gewebeanalyse. Dafür werden Gewebeproben aus verdächtigen Krebsherden benötigt. Mit unserer Prostatabiopsie können wir durch MRT-Steuerung gezielte Proben aus Krebsherden entnehmen und pathologisch untersuchen und den Gleason-Score bestimmen lassen.

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MRT-Untersuchung als Basis für adäquate Therapie bei Prostatakrebs

Eine multiparametrische MRT-Untersuchung der Prostata kann folgende Informationen liefern, die für eine anschließende Therapie hilfreich sein können:

  • Diagnose eines bösartigen Tumors
  • Lage eines Tumors
  • Bestimmung der Größe und des Volumens eines Tumors
  • Ausdehnung eines Tumors
  • eventueller Befall benachbarter Strukturen oder Organe
  • eventueller Befall der Lymphknoten im Becken
  • eventueller Nachweis von Metastasen in den Beckenknochen

 

Biopsie

Eine Biopsie ist eine Entnahme von Gewebeproben aus dem Bereich der Prostata, der verdächtig erscheint, ist bisher die einzige Methode um Prostatakrebs eindeutig zu diagnostizieren. Jedoch gibt es auch bestimmte Risiken und Komplikationen, die bei einer Biopsie auftreten können. Somit wird eine Biopsie meist nur von Ärzten vorgeschlagen, wenn:

  • ein erhöhter PSA-Wert vorliegt
  • eine Tastuntersuchung Indizien für Prostatakrebs zeigt
  • aufgrund eines Ultraschallbefunds Anhaltspunkte für den Verdacht eines Prostatakarzinoms vorliegen
  • ein MRT verdächtiges, potenziell bösartiges Gewebe zeigt.

Herkömmliche Stanzbiopsie der Prostata

Bei der klassischen Stanzbiopsie entnimmt der Arzt mithilfe einer feinen Nadel mehrere kleine Gewebeproben aus der Prostata. Hierbei wird die Prostata lokal betäubt. Über den Mastdarm werden zunächst zehn bis zwölf ungezielte Stiche in die Prostata verabreicht. Es werden zwar mehrere Proben der Prostata entnommen. Dies bedeutet aber nicht, dass der Arzt dabei zuverlässig auch einen Teil des Tumors trifft.

Dieses, über 50 Jahre alte, Verfahren wir leider viel zu häufig empfohlen, ohne zuvor die Möglichkeiten der bildgebenden Verfahren ausgenutzt zu haben. Aufgrund des nichtsterilen Zugangs über den Mastdarm, bei dem Fäkalien in den Brutkreislauf gelangen können, muss ein präventives Antibiotikum eingenommen werden. Prostatakrebs ist multifokal und über diesen Zugang ist die Erreichbarkeit dieser Nadeln deutlich beschränkt. Die „systematische“ Entnahme der Gewebeproben sind quasi ein Schuss ins Dunkle. Die Annahme, dass dem Patienten daraus eine eindeutige Diagnose gestellt werden kann und er somit Gewissheit über seine Gesundheit erhält, ist trügerisch.

Tefferquote der klassischen Stanzbiopsie

Martin Löhr, Leiter der Klinik für Prostata-Therapie Heidelberg, meint, die Trefferquote der Stanzbiopsie liege bei höchstens 30 Prozent! Somit sind für viele Patienten spätere Wiederholungsbiopsien notwendig. Diese Ungewissheit trotz Biopsie könnte durchaus den psychischen Zustand eines Patienten negativ beeinflussen.

ALTA Klinik Prostata Biopsie im Live-MRT

Hier erfahren Sie mehr über die Vorteile der ALTA Klinik Biopsie, sowie relevante Erfahrungsberichte dieses Eingriffs.

Erklärvideo:

Ab wann spricht man von einem Prostatakrebs?

Von einem Prostatakrebs spricht man, wenn der Bösartigkeitsgrad eines Tumors zwischen Gleason-Score 6 (3+3) und 10 (5+5) liegt. Je nachdem wie bösartig und aggressiv ein Tumor ist, entscheidet sich die Auswahl einer adäquaten Therapie bzw. Behandlung. Ein Tumor mit einem Gleason-Score von 6 ist zwar bösartig, aber niedrig aggressiv und in der Regel nicht lebensbedrohlich. Tumore mit einem Gleason-Score von 7 können entweder die gleichen Merkmale eines Tumors mit Gleason-Score 6 aufweisen oder zu einem hoch aggressiven Tumor mit Gleason-Score 8 tendieren, wie bei einem Gleason-Score 7 (4+3) der Fall. Tumore mit einem Gleason-Score von 8, 9 oder 10 sind hoch aggressiv.

Patient S. J., 69 Jahre"Es ist absolut die minimal invasivste und sehr erfolgreiche Behandlungsform"

Im Frühjahr 2017 überraschte mich ein erhöhter PSA Wert. Durch eine MRT Aufnahme kam heraus, -Verdacht auf ein Prostatakarzinom. Mein Urologe empfahl mir eine herkömmliche Biopsie über den Entdarm. Die für mich zu unterschreibende Vorgehensweise der Biopsieform machte mich etwas nachdenklich. Darauf hin machte ich mich erst mal schlau über die unterschiedlichen Biopsformen. Durch einen bekannten Arzt, der x-mal konservativ biopsiert wurde, allerdings zunächst ohne Erfolg, obwohl sein PSA Wert immmer weiter anstieg. Dieser betroffene Arzt stieß durch einen Bekannten auf die Alta – Klink. Dort ist auf Anhieb sein Prostatakrebs gefunden worden. Diese 3D gesteuerte Biopsieform überzeugte mich und ließ mich auch dort mit Erfolg biopsieren. Der Befund war ein Adenocarzinom mit einem Gleason-Score 7(3+4) die 4 mit 15%.

Die Alta Klink unter der Führung des Herrn Dr. Lumiani praktiziert inzwischen eine erweiterte Methode der HIFU Behandlung, die sogenannte TULSA Pro Behandlung. Nach einem Beratungsgespräch mit Herrn Dr. Lumiani unterzog ich mich dieser inzwischen sehr erfolgreichen Behandlungsform zur Beseitigung eines Prostatakarzinom. Am 26.07.2017 um 11 Uhr unterzog ich mich dem Eingriff (OP). Weil bei mir das Karzinom ziemlich groß war dauerte diese ca. 50 Min.  Bereits um 16 Uhr lief ich unter Aufsicht in die 400m entfernte Bettenklinik. Am nächsten Tag wurde ich bereits entlassen. Es ist absolut die minimal invasivste und sehr erfolgreiche Behandlungsform.

Inzwischen ist 1/2 Jahr vergangen. All meine Nachuntersuchungen und deren Ergebnisse waren spitze. Ich kann diese OP Form – sofern der Gleason-Score es zulässt nur weiter empfehlen.

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Prostatakrebs ist meistens kein Todesurteil

Es ist bekannt, dass die meisten bösartigen Prostatatumore, nicht lebensbedrohlich sind. In Zahlen ausgedrückt betrifft das über 60% der entdeckten bösartigen Tumore. Diese Tumore haben einen Bösartigkeitsgrad von Gleason-Score 6 oder maximal 7a (3+4). Aus diesem Grund wächst die Akzeptanz bei den betroffenen Männern für eine organerhaltende Behandlung oder eine aktive Überwachung ohne sofortige Therapie.

Auch hoch aggressive Prostatatumore können bei einer frühzeitigen Diagnose gute Heilungschancen haben und werden in der Regel durch eine Total-Operation entfernt oder mit einer Strahlentherapie, Chemotherapie oder Anti-Hormon-Therapie behandelt.

 

Möglichkeiten der Prostatakrebs-Behandlung

Sobald der Arzt die Diagnose Prostatakrebs stellt und das Stadium der Erkrankung bestimmt hat, zieht er gemeinsam mit dem Patienten unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten in Betracht. Hier gibt es eine Vielzahl an Optionen und der medizinische Fortschritt in der Behandlung des Prostatakarzinoms ist beachtlich. Aktuell kommen folgende Behandlungsmethoden häufig zum Einsatz:

  • Watchful Waiting (abwartendes Beobachten – keine weiteren Untersuchungen)
  • Active Surveillance (aktive Überwachung mit regelmäßigen PSA-Kontrollen + ggf. MRT-Untersuchungen)
  • Radikale Prostatektomie (Total-OP zur Entfernung des Organes)
  • Strahlentherapie
  • Hormontherapie
  • Chemotherapie
  • Immuntherapie
  • Radionuklidtherapie
  • Fokale Therapie

Welche Therapien schlussendlich durchgeführt werden, ist von vielen Faktoren abhängig:

  • Bösartigkeitsgrad des Prostatakarzinoms (Gleason-Score)
  • Anzahl der Karzinome
  • Tumorgröße
  • Tumorlokalisation
  • Metastasierung
  • PSA-Werte

Basierend darauf wird eine kurative Behandlung d. h. eine Behandlung mit dem Ziel der vollständigen Heilung (Meist durch Prostatektomie oder Strahlentherapie) oder eine palliative Behandlung mit dem Ziel, der Ausbreitung des Tumors ein Ende zu setzen, vorgeschlagen.

Fokale Prostatatherapie

Hier erfahren Sie alles über die fokale Behandlung bei Prostatakrebs mit MRT-gesteuerter TULSA-PRO.

Watchful Waiting (Abwartendes Beobachten)

Hier wird der Tumor vorerst nicht behandelt. Die Behandlung beginnt in der Regel erst, wenn sich Symptome bemerkbar machen. Bei Patienten, deren Krebs potenziell heilbar wäre, wird in der Regel nur abgewartet, wenn die Lebenserwartungen unter zehn Jahren liegt und der Gleason-Score nicht über 7 liegt. (Der Gleason-Score ist ein Index, der verwendet wird, um die Aggressivität des Prostatakarzinoms zu beurteilen)

Active Surveillance (Aktive Überwachung)

Der Patient wird genau überwacht, um unter Umständen eine rechtzeitige kurative Behandlung initiieren zu können. Der PSA-Wert wird genauestens überwacht und ggf. werden routinierte MRT-Untersuchungen und Biopsien durchgeführt. Falls der Tumor jedoch unauffällig bleibt, wird er zunächst nicht behandelt. Sobald es jedoch Indizien für ein Wachstum der Erkrankung gibt, unterzieht sich der Patient oft einer Prostatektomie oder einer Bestrahlung. Die Ungewissheit des Patienten verschlechtert den psychischen Zustand vieler Patienten so sehr, dass diese sich einer Prostatektomie unterziehen, obwohl dies oft klinisch gesehen eine deutliche Überreaktion ist. Unsere fokale Prostatatherapie ist eine Lösung, die für diese Art Patient gerne als Alternative zur Prostatektomie in Anspruch genommen wird.
Obwohl eine aktive Überwachung meist nur bei schwerkranken, älteren und schwächeren Patienten durchgeführt wird, werden auch jüngere Patienten dieser unterzogen, sofern sie folgende Kriterien erfüllen:

  • Der PSA-Wert übersteigt nicht 10 ng/ml.
  • Gleason-Score ≤ 6
  • Der Tumor ist lokal begrenzt.
  • Es wurde bei der Biopsie ein Tumor in nicht mehr als zwei Stanzen gefunden.
  • Der Tumorbefall dieser Stanzen ist nicht höher als 50%.
  • Psychischer Zustand

Es gibt keine einheitlichen Leitlinien für die Beendigung des Abwartens und den Beginn der aktiven Behandlung. Jedoch geben schnell erhöhte PSA-Werte, höhere Gleason-Scores und höhere Tumoranteile in Wiederholungsbiopsien Hinweise über den Fortschritt der Krankheit.

Operation

Sofern der Krebs nur auf das Gewebe der Prostata beschränkt ist, kann er durch eine operative Entfernung der gesamten Prostata beseitigt werden. Die Entfernung der Prostata und der Samenblasen nennt man radikale Prostatektomie. Hierbei kommen drei verschiedene Operationstechniken zum Einsatz:

perineal: ein Schnitt durch das Perineum
retropubisch: ein Schnitt in den Unterbauch
laparoskopisch: Operation mithilfe des Endoskops durch mehrere Zugäng im Unterbauch

Bei allen drei Operationen, werden meist auch die Lymphknoten im Becken entfernt um mikroskopisch feststellen zu können, ob das Karzinom bereits am metastasieren ist und evtl. weitere Behandlung neben der vollendeten Prostatektomie notwendig wären.

Impotenz & Inkontinenz – Zwei unerwünschte Folgeerscheinungen der Prostatektomie

Obwohl die Operationstechniken ständig verbessert werden, lassen sich Impotenz und Inkontinenz nicht zur Gänze vermeiden. Eine vorübergehende Harninkontinenz ist relativ häufig und macht sich zwischen 15 % und 50 % der Patienten bemerkbar. Meist dauert es ein paar Wochen oder Monate bis die Funktion des Schließmuskels der Harnröhre wieder vollständig hergestellt ist. Durch konsequentes Beckenbodentraining kann eine langfristige Inkontinenz oft vermieden werden.
Die Impotenz als Folge einer Prostatektomie kommt zustande, da bei der Entfernung der Prostata die Nervenstränge, die für die Erektion verantwortlich sind und entlang der Prostata verlaufen, verletzt werden. Ist der Krebs nicht weit ausgebreitet, können eventuell ein oder beide Nervenbündel geschont bleiben.

Strahlentherapie

Dem Tumor wird gezielt radioaktive Strahlung verabreicht, sodass die Krebszellen stark geschädigt werden und sich nicht mehr teilen können. Die Strahlentherapie wird in der Regel bei lokalen Tumoren in unterschiedlichen Verbreitungsgraden eingesetzt. Oftmals wird die Bestrahlung präventiv nach einer Operation durchgeführt, um das Risiko einer Wiedererkrankung zu vermindern.

Hormontherapie

Die Hormontherapie zählt unter den palliativen Behandlungen zum Standard und das Tumorwachstum kann für Jahre hinweg gestoppt werden. Eine Hormontherapie kann sofort nach der Diagnose eines ausgeprägten Prostatakarzinoms begonnen werden. Falls der Tumor jedoch noch nicht für Beschwerden sorgt, müssen Arzt und Patient beurteilen, ob die Vorteile dieser Therapie die erwartenden Nebenwirkungen rechtfertigen. Die Überlebenszeit des Patienten verringert sich jedenfalls vorerst nicht, wenn der Arzt vorerst mit dem Beginn der Hormontherapie zögerte. Eine Hormontherapie hat auch einige temporäre Wirkungen auf den Patienten. Es führt oftmals zur Schmerzlinderung, Verkleinerung des Tumors und zu gesenkten PSA-Werten. Es ist jedoch zu erwarten, dass sich im Laufe der Zeit eine Resistenz gegen den Entzug von Androgenen im Körper bildet.

Chemotherapie

Ein Medikament wird normalerweise als Infusion verabreicht. Es hemmt das Wachstum der Krebszellen und zerstört diese. Diese Medikamente (Zytostatika) werden über den Blutkreislauf im ganzen Körper verteilt. Sie erreichen dadurch auch Tumorzellen, die sich in anderen Bereichen des Körpers ausgebreitet haben. Die Nebenwirkungen einer Chemotherapie sind weitaus stärker als die einer hormonellen Therapie. Deswegen kommt sie meistens erst zum Einsatz, wenn eine schnelle und effektive Behandlung gebraucht wird. Zum Beispiel, wenn aufgrund von Metastasen in Leber- und Lunge eine akute Lebensgefahr droht.

Immuntherapie

Diese Immuntherapie ist relativ neu und kommt in Europa erst seit 2013 zum Einsatz. Hierbei werden den Patienten T-Zellen entnommen und anschließen modifiziert, sodass diese Prostatakrebs-Zellen erkennen können. Danach werden die modifizierten Zellen dem Patienten wieder hinzugefügt, sodass dieses die Tumorzellen gezielt bekämpfen können. Aufgrund des hohen Aufwands und der hohen Kosten dieser Behandlung wird sie in europäischen Praxen bislang selten angewendet.

Radionuklidtherapie

Radionuklidtherapie kommt vor allem zum Einsatz, wenn ein fortgeschrittenes Prostatakarzinom ein Tochtergeschwulst in den Knochen bildet. Dies verursacht zumeist starke Schmerzen. Radioaktive Substanzen wie Radium-223 oder Samarium-153 werden angewendet, sodass diese sich im befallenen Knochen anreichern. Dadurch wird der Tumor von innen bestrahlt und es kann zu Rückbildungen des Knochentumors kommen.

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