03.1 Aufklärungsbogen MRT

Untersuchungsablauf

Die Kernspintomographie oder auch Magnet-Resonanz-Tomographie (kurz MRT) ist ein Untersuchungsverfahren, das mit Hilfe von einem starken Magnetfeld und Hochfrequenzwellen Schnittbilder erzeugt. Dabei wird die zu untersuchende Region in die Mitte der MRT-Röhre positioniert, wobei bei vielen Untersuchungen der Kopf außerhalb liegt. Die Länge der Untersuchung variiert, je nach Fragestellung und Körperregion, zwischen 20-60 Minuten. In seltenen Fällen kann das auch eine Stunde oder länger dauern. Das MRT-Team wird Sie darüber genau informieren. Außerdem wird es, aufgrund von schnell wechselnden Magnetfeldern, sehr laut während der Untersuchung. Damit Sie Ihr Gehör dabei nicht schädigen, erhalten Sie von den MRT-Mitarbeiter*innen einen Lärmschutz in Form von Kopfhörern und/oder Ohrstöpsel. Sobald es laut wird, ist es wichtig, dass Sie den gesamten Körper ruhig liegen lassen. Jede Bewegung kann zu verwackelten Bildern führen, was die Auswertung erschwert. Sollten Sie weitere Fragen zum Untersuchungsablauf haben, können Sie sich gern an die MRT-Mitarbeiter*innen wenden!

Was ist zu beachten, wenn man sich in die Nähe des Magnetfeldes begibt?

Sollten Sie Träger eines Herzschrittmachers, eines Defibrillators, einer künstlichen Herzklappe, einer Insulinpumpe oder sonstiger elektrischer Implantate sein, bitten wir Sie, um sofortige Mitteilung, da Sie in diesen Fällen NICHT im MRT-Gerät untersucht werden dürfen!

Um Schäden und Verletzungen aufgrund des starken Magnetfeldes zu vermeiden, dürfen in den Untersuchungsraum keine Metallgegenstände oder elektronischen Geräte eingebracht werden (z.B. Handy, Hörgeräte, Kreditkarten, Kleingeld, Brieftasche, Schlüssel, Feuerzeug, Uhr, Schmuck, Haarklammern, Brille, herausnehmbarer Zahnersatz, Gürtel, Rollstühle, Rollatoren). Welche Kleidungsstücke Sie speziell für Ihre Untersuchung ausziehen sollten, teilt Ihnen unser Personal individuell mit. Für bestimmte Untersuchungen ist es notwendig, den BH (metallische Bügel und Ösen) oder auch die Hose (Reißverschluss und Knöpfe) abzulegen.

Tätowierungen und Permanent-Make-up

Bestimmte Tätowierungen und Permanent-Make-up mit eisenhaltigen Farben können sich während der MRT-Untersuchung verändern. Die metallhaltigen Farbpigmente können sich wie elektrische Leiter verhalten und es kann in diesem Bereich zu unangenehmen Erhitzungen, Reizungen der Haut und schlimmstenfalls zu Verbrennungen kommen. Magnetische Eyeliner, die zum Applizieren von magnetischen Wimpern aufgetragen werden, können sich ebenfalls erhitzen und müssen vor der MRT-Untersuchung restlos entfernt werden. Magnetische Wimpernpaare müssen abgelegt werden.

Spirale (Intrauterinpessar) und Diaphragma

Da es zu einer Lageveränderung während der MRT kommen kann, sollte Ihr Gynäkologe nach einer MRT-Untersuchung den korrekten Sitz der Spirale überprüfen.

Kontrastmittel

Bei bestimmten Fragestellungen ist die Gabe eines Kontrastmittels (KM) zwingend erforderlich, um eine eindeutige Diagnose stellen zu können. Das KM wird in den meisten Fällen während der Untersuchung in die Armvene injiziert. Wir verwenden ein gadoliniumhaltiges Kontrastmittel (MRT-Kontrastmittel), welches in der Regel gut verträglich ist. In seltenen Fällen kann es zu allergischen Reaktionen kommen (z.B. Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel oder Hautirritationen an der Einstichstelle). Sehr selten treten Hautrötungen und Ausschlag auf. Extrem selten wurden Atembeschwerden, Schwellung des Gesichts sowie des Mund-, Rachen- und Halsbereiches und Ödeme der Augenlider beschrieben. Da das KM über die Nieren wieder ausgeschieden wird, kann es bei einer eingeschränkten Nierenfunktion (also auch bei Dialysepflicht sowie nach einer Lebertransplantation) zu einer nephrogenen systemischen Fibrose kommen. Bitte teilen Sie uns mit, wenn bei Ihnen der Verdacht auf eine eingeschränkte Nierenfunktion besteht. Um die Ausscheidung des Kontrastmittels zu unterstützen, empfiehlt es sich nach der Untersuchung viel zu trinken. Frauen, die stillen und ein KM erhalten haben, sollten für ca. 24 Stunden mit dem Stillen aussetzen, da gadoliniumhaltige KM in sehr geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschieden werden. Im günstigsten Fall sollte Milch vor der MRT-Untersuchung abgepumpt werden. 

Selten kann es während der Kontrastmittelinfusion in die Vene zum Kontrastmittelaustritt an der Injektionsstelle in den Arm kommen (Paravasat). Dies führt zu einer schmerzhaften Schwellung, die manchmal auch über Tage anhalten kann und extrem selten am Arm Gefäß- und Nervenverletzungen, Gewebeschädigungen oder Infektionen verursachen kann. Falls Sie während der Kontrastmittelgabe Schmerzen und eine Schwellung am Arm verspüren, verständigen Sie umgehend die Mitarbeiter*innen.

Einverständniserklärung zur Sedierung/ Medikamente

Für den Fall, dass Sie eine leichte Sedierung aufgrund einer Klaustrophobie erhalten haben, ist Ihr Reaktionsvermögen beeinträchtigt. So können unerwünschte Nebenwirkungen wie Sehstörungen, Übelkeit oder Schwindel hervorgerufen werden Sie sind für 24 Stunden nur eingeschränkt straßenverkehrstauglich. Innerhalb dieser Zeit dürfen Sie nicht selbst Auto oder Rad fahren. Sie müssen deshalb in Begleitung kommen. Ebenso sollten Sie auf das Führen gefährlicher Maschinen verzichten. Des Weiteren vermeiden Sie Alkohol, da sich die Wirkung von Beruhigungsmitteln auf unvorhersehbare Weise verändern bzw. verstärken kann.

Für MRT-Untersuchungen im Bereich des Abdomens bis unteres Beckens: Einverständniserklärung Buscopan

Für die MRT-Untersuchung erhalten Sie ein Medikament, das die Darmtätigkeit kurzzeitig reduziert, um die Bildqualität zu verbessern. Dieses Medikament heißt Buscopan© (Butylscopolamid) und wird vor der Untersuchung in die Vene gespritzt. Bitte beachten Sie: Buscopan© wirkt hemmend auf bestimmte Muskelfasern, u.a. auf die Augenmuskulatur. Dadurch kann die Sehschärfe kurzzeitig beeinträchtigt werden. Sollte dies der Fall sein, bitten wir Sie bis zur Normalisierung Ihrer Sehschärfe in unseren Praxisräumen zu verweilen, bevor Sie aktiv am Straßenverkehr teilnehmen.

Tragen Sie einen Herzschrittmacher, elektrische Implantate (z. B. ICD, CRT) oder eine künstliche Metallherzklappe?
Wurden Sie schon einmal am Gehirn oder Herzen operiert?
Wurden bei Ihnen bereits Organe entfernt?
Leiden Sie an einer Nierenerkrankung?
Tragen Sie Implantate und/oder Metallteile (gilt nicht für Zahnersatz) in/an Ihrem Körper? (z. B. Hörimplantat, Gelenkprothesen, Operationsnägel, Gefäßclips, Stents, Metallclips, Metallplatten, Medikamentenpumpen, Piercings, Tätowierungen, Permanent-Make-up, Kupferspirale)
Haben Sie Verletzungen durch metallische Objekte erlitten? (z. B. Granatsplitter, Verletzungen im Auge)
Sind bei Ihnen Allergien bekannt? (z. B. Kontrastmittel, Medikamente, Histamin)
Besteht bei Ihnen ein erhöhter Augeninnendruck (Glaukom)?
Gibt es Voruntersuchungen des heute zu untersuchenden Körperteils? (z. B. Röntgen, CT, MR, Nuklearmedizin)
Ist bei Ihnen eine Infektionskrankheit bekannt? (z. B. Hepatitis, HIV, etc.)
Nehmen Sie Blutverdünner?
Nehmen Sie regelmäßig sonstige Medikamente ein?
Leiden Sie an Klaustrophobie (Angst in engen Räumen, Platzangst)?
Besteht eine Schwangerschaft?
Stillen Sie zurzeit?

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