0521 260 555 44
Do, 8:00 Uhr

Aktive Überwachung

(active surveillance) Alternative einer Prostata-Behandlung

Prostatakrebs nicht behandeln?

Bei der Diagnose Prostatakrebs stehen viele Männer vor der Frage, wie es weitergehen soll: ob eine Operation wirklich notwendig ist, weil Impotenz oder Inkontinenz als Nebenwirkung auftreten können oder eine Alternative in Frage kommen kann. Bevor der betroffene Mann sich darüber Gedanken machen kann, sind 2 Faktoren entscheidend:

  1. der Bösartigkeitsgrad eines Tumors, der sogenannte Gleason-Score, darf 6 (3+3) oder maximal 7a (3+4) betragen und
  2. der Tumor ist klein und lokal bzw. örtlich in der Prostata begrenzt.

Wenn diese 2 wichtigen Kriterien erfüllt sind, können als mögliche alternative Therapien eine prostataerhaltende Behandlung oder eine aktive Überwachung in Frage kommen.

Prostatakrebs einfach aktiv überwachen?

Die Therapieform „aktive Überwachung“ bedeutet, einen Prostatakrebs nicht zu entfernen oder zu behandeln, sondern über regelmäßige Kontrollen aktiv zu beobachten. Diese Therapie kann bei Männern eingesetzt werden, die einen Prostatakrebs mit einem niedrigen Risiko für eine Weiterentwicklung der Erkrankung haben. Das sind Tumore mit einem Gleason-Score von 6 und einigen von 7. Tumore mit einem Gleason-Score von 8, 9 oder 10 gelten als hoch bösartig und werden in der Regel durch eine Total-OP entfernt oder mit einer Strahlentherapie behandelt.

Um diese Kontrolle über einen Prostatakrebs zu haben, ist der Mann regelmäßig bei seinem Arzt und führt Kontrolluntersuchungen nach einer bestimmten Reihenfolge und nach einem bestimmten Zeitplan durch. Sollte sich z.B. ein Prostatakrebs doch weiterentwickeln und wäre somit nicht mehr für eine aktive Überwachung geeignet, besteht trotzdem in der Regel die Möglichkeit einer rechtzeitigen Behandlung.

Warum sind nur Prostatatumore mit Gleason-Score 6 bzw. 7a für eine aktive Überwachung geeignet?

Tumore mit diesem Bösartigkeitsgrad weisen in der Regel folgende Eigenschaften auf:

  • wachsen langsam oder stagnieren im Zeitverlauf
  • streuen selten Metastasen
  • sind selten lebensbedrohlich.

Eigenschaften eines Prostatatumors für eine aktive Überwachung

  • der Tumor hat eine bestimmte Größe und Ausdehnung
  • der Tumor hat die Prostatakapsel (Prostatarand) nicht durchbrochen
  • der Tumor hat keine benachbarten Organe befallen
  • der Tumor hat nicht gestreut, keine Metastasten, insbesondere im Bereich der Lymphknoten und der Knochen
  • der PSA-Wert liegt bei maximal 10 ng/ml und der PSA-Verlauf ist nicht ansteigend

Welche Kontrollen beinhaltet eine aktive Überwachung in der ALTA Klinik?

In dem ersten Jahr der aktiven Überwachung sind die Kontrollen engmaschig, also alle 3 Monate, um Sicherheit zu gewinnen. Ab dem2. Jahr werden die Abstände der Kontrollen größer, bis auf den PSA-Wert, der über die Jahre immer in Abständen von 3 Monaten bestimmt werden sollte.
Folgenden Kontrollen werden in der ALTA Klinik regelmäßig bei einer aktiven Überwachung durchgeführt:
In dem ersten Jahr der aktiven Überwachung sind die Kontrollen engmaschig, also alle 3 Monate, um Sicherheit zu gewinnen. Ab dem2. Jahr werden die Abstände der Kontrollen größer, bis auf den PSA-Wert, der über die Jahre immer in Abständen von 3 Monaten bestimmt werden sollte.
Folgenden Kontrollen werden in der ALTA Klinik regelmäßig bei einer aktiven Überwachung durchgeführt:

  1. PSA-Wert
    PSA-Kontrollen, alle 3 Monate, sind wichtig, weil der PSA-Wert in der Regel bei jeder Veränderung mit einer Erhöhung reagiert. Als Kontrollinstrument ist der PSA-Wert geeignet und schnell in der Umsetzung, weil er über einen Bluttest bestimmt wird.
  2. klinisch-urologische Untersuchungen
    Regelmäßige urologische Untersuchungen sind Bestandteil der aktiven Überwachung. Zudem ist es die Aufgabe des Arztes, mit dem Betroffenen über seine Erkrankung zu sprechen und die Stabilität seiner Psyche zu kontrollieren.
  3. multiparametrische MRT-Untersuchung der Prostata (MRT der Prostata)
    Da der PSA-Wert nur die Information liefern kann, dass sich etwas in der Prostata verändert hat, aber keine Aussage über die Art der Veränderung geben kann, ist unsere spezielle und hochauflösende multiparametrische MRT-Untersuchung der Prostata wichtigster Bestandteil der aktiven Überwachung. Mit dieser Untersuchung kann die Art der Veränderung, wie eine eventuelle Größenzunahme oder Signalveränderung des aktiv überwachten Tumors, festgestellt werden. Sollten andere Veränderungen in der Prostata entstanden sein, können diese auch mit der MRT der Prostata diagnostiziert werden, weil mit dieser Untersuchung die gesamte Prostata hoch auflösend dargestellt werden kann.

Je nach Befund des Patienten erfolgt die 1. MRT-Untersuchung der Prostata nach 3 Monaten, dann nach 6 Monaten und danach jährlich, vorausgesetzt der PSA-Wert ist konstant und der MRT-Befund ist unverändert.

Welche Kontrollen beinhaltet eine aktive Überwachung grundsätzlich?

  1. PSA-Wert
  2. klinisch-urologische Untersuchungen
  3. Stanzbiopsie.

Fazit

Eine aktive Überwachung eines Tumors kann empfohlen werden, wenn Klarheit über die gesamte Prostata besteht. Diese Klarheit kann eine hochauflösende multiparametrische MRT-Untersuchung der Prostata liefern, wie unsere spezielle MRT-Untersuchung in der ALTA Klinik.
Ob insgesamt bei einem betroffenen Mann die Voraussetzungen für eine aktive Überwachung gegeben sind, besprechen unsere Ärzte mit jedem Patienten ausführlich.

Interessieren Sie sich für eine organerhaltende Prostata-Therapie? Dann machen Sie jetzt direkt einen Termin:

Termin vereinbaren
Für Sie da
MO, DI, DO:8 - 18 UHR
MI:8 - 17 UHR
FR:8 - 14 UHR
SA:NACH VEREINBARUNG
Unsere Standorte
Bielefeld
Bielefeld

Alfred-Bozi-Str. 3
33602 Bielefeld
Tel.: 0521 260 555 44
Fax: 0521 260 555 14

bielefeld@alta-klinik.de
Berlin-Mitte
Berlin-Mitte

im medneo-Diagnostikzentrum
Marburger Straße 12
10789 Berlin
Tel.: 030 814 501 8118

berlin@alta-klinik.de
Frankfurt am Main
Frankfurt am Main

im medneo-Diagnostikzentrum
Bockenheimer Landstraße 23
60325 Frankfurt am Main
Tel.: 069 677 01 63 54

frankfurt@alta-klinik.de
Köln-Deutz
Köln-Deutz

in der Praxis im KÖLNTRIANGLE
Dr. med. Jonas Müller-Hübenthal
Ottoplatz 1
50679 Köln
Tel.: 0221 88848033

koeln@alta-klinik.de