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Gefäße

Radiologie

MRT-Gefäßangiographie – Schlaganfall und Herzinfarkt

Das Gefäßsystem wird auch als ‚Autobahn‘ des menschlichen Körpers bezeichnet, da es auf der einen Seite sämtliche Zellen des Körpers mit Blut und Nährstoffen versorgt (Arterien) und auf der anderen Seite Stoffwechselabbauprodukte mit dem Blut (Venen) abtransportiert. Von den zwei Gefäßsystemen im Körper verdient das arterielle System (Schlagadern) eine besondere Beachtung. Die Qualität der Schlagadern kann sowohl von der genetischen Veranlagung, als auch von den schädigenden Faktoren wie z. B. Bluthochdruck, Rauchen oder Bewegungsmangel abhängen. Arterielle Gefäßverschlüsse sind eine häufige Todesursache, da sie zum Herzinfarkt oder Schlaganfall führen können. Somit ist eine einwandfreie Funktionsfähigkeit, insbesondere der arteriellen Gefäßen, zwingende Voraussetzung für ein vitales Leben.

Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall

Mit der MRT-Gefäßangiographie können krankhafte Prozesse, wie z. B. Verengungen in den Gefäßen, erkannt werden. Eine der häufigsten Gefäßerkrankungen ist die Arteriosklerose. Hierbei handelt es sich um eine Verkalkung bzw. Verfettung der Arterieninnenwände. Wenn wichtige Gefäße durch Kalk- oder Fettablagerungen verengen oder sich sogar komplett verschließen, kann es zu einem Herzinfarkt kommen. Um das Risiko für einen Herzinfarkt bestimmen zu können, ist die Kontrolle der Herzkranzgefäße von großer Bedeutung, da diese Gefäße das Herz mit Blut versorgen. Zudem kann die Arteriosklerose aber auch die hirnversorgenden Gefäße wie die Halsgefäße (Carotiden) verengen, so dass es zu einem erhöhten Schlaganfallrisiko führen kann. Regelmäßige Kontrollen aller wichtigen Gefäße sowie eine bewusste Lebensweise können wichtige Vorsorgemaßnahmen sein.

Gegen einen Herzinfarkt oder Schlaganfall können durch zuverlässige Diagnosen rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden. Um den Zustand der Gefäße feststellen zu können, führen wir eine Gefäßdarstellung der Arterien (Angiographie) mittels Kernspintomographen (MRT-Gerät) durch. Auch sehr dünne Gefäße können kontrolliert werden, so dass auch von diesen eine Beurteilung möglich ist. Damit gewinnt eine MRT Angiographie auch im Rahmen eines Gesundheitschecks an Bedeutung, da alle Arterien wie z.B. die Halsschlagader hinsichtlich arteriosklerotischer Verengungen oder Verschlüsse eingehend beurteilt werden können.

Bedeutung der Becken-Bein-Gefäße

Immer mehr gewinnt die arterielle Gefäßdarstellung der Becken- und Beinregion an Bedeutung, da nicht selten Durchblutungsstörungen auftreten und manchmal bei Männern auch Impotenz verursachen können. Auch bei Menschen mit z. B. dem Schaufenstersyndrom sind die peripheren Gefäße davon betroffen, die durch Ablagerungen an den Gefäßwänden Verengungen verursachen können, die z. B. aus Blutfetten wie Cholesterin bestehen.

Vorteile einer MRT-Angiographie

Das MRT-Gerät liefert ebenso exakte Bilder der Schlagadern wie eine herkömmliche Gefäßdarstellung über einen Katheter (konventionelle Angiographie). Vorteil der MRT Angiographie ist, dass kein Eingriff in den Körper über einen Katheter (invasiver Eingriff) notwendig ist, sondern der Patient einfach im MRT-Gerät liegt. Durch diese MRT-Untersuchung reduziert sich das Risiko der Nebenwirkungen, die durch eine Katheteruntersuchung gegeben sind, auf Null.

Eine MRT Angiographie bietet somit folgende Vorteile:

  • keinen Eingriff in den Körper mittels Katheter
  • keine Strahlenexposition
  • keine Nachblutungen
  • keine Thrombosen oder Embolien
  • keine Verletzungen der Gefäße

Arterielle Gefäßdarstellung (Angiographie) bei folgenden Fragestellungen:

  • Einengungen (Stenosen), besonders im Hinblick auf die Halsschlagadern (Carotiden)
  • Aussackungen (Aneurysmen) der Arterienwand, besonders im Hinblick auf die Bauchschlagader (Bauchaorta)
  • Verschlüsse, vor allem die der Nierenarterien hinsichtlich der Bluthochdruckdiagnostik
  • Verengungen in den Becken-Bein-Arterien (z. B. als Ursache für Impotenz)
  • Schädigungen durch Verletzungen oder Tumore
  • Normvarianten im arteriellen Gefäßverlauf

Alle diese Erkrankungen können sich in folgenden arteriellen Gefäßprovinzen manifestieren und damit eine MRT Angiographie erforderlich machen:

  • Hirnarterien
  • Halsarterien (Halsschlagader)
  • Aorta
  • Nierenarterien
  • Becken- und Beinarterien
  • auch einzelne Arterien der oberen Extremitäten (z. B. Hand, Arm etc.)

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