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Informationen über den PSA-Wert in einer Tabelle

Das PSA ist ein Eiweiß, das nur in der Prostata produziert wird und ist kein Tumormarker. Krebszellen produzieren in der Regel mehr Eiweiß als gesunde Zellen und erhöhen den PSA-Wert. Jedoch kann der PSA-Wert auch bei einer Entzündung oder Vergrößerung der Prostata ansteigen.

PSA-Wert Tabelle

PSA – Wert in ng/mlBeurteilung
0 – 1unauffällig
1 – 2kann auffällig sein, wenn der Wert tendenziell ansteigend ist
2 – 4abklärungsbedürftig
über 4erhöht und abklärungsbedürftig

Bei dieser Tabelle ist zu berücksichtigen, dass diese Werte nicht für Männer gelten, die bereits eine Behandlung der Prostata hatten. In diesen Fällen werden die PSA-Werte anders bewertet.

Es gilt nicht, je höher der PSA-Wert desto schlimmer, aber je höher desto abklärungsbedürftiger. Demnach ist der PSA-Wert ein guter Beobachter, aber kein Diagnosesteller.

Warum ist das so?

Grundsätzlich kann der PSA-Wert sowohl bei einer gutartigen, akuten oder bösartigen Erkrankung ansteigen. Das bedeutet, dass der PSA ansteigt, so bald eine Veränderung in der Prostata stattfindet.

Krebszellen bilden in der Regel mehr Eiweiß als gesunde Zellen. Das PSA ist ein Eiweiß, welches über einen Bluttest gemessen wird. Je mehr Eiweiß im Blut vorliegt, desto höher der PSA-Wert und desto größer die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung. Wiederum können andere Erkrankungen der Prostata ebenso zu einem ansteigenden PSA führen.

PSA-Wert abklären lassen

Mit Hilfe einer MRT-Untersuchung der Prostata lässt sich ein erhöhter PSA-Wert zuverlässig abklären. Bereits im Frühstadium können so gutartige von bösartigen oder entzündlichen Prostataerkrankungen unterschieden werden.

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PSA-Werte zwischen 0 und 1 ng/ml

Werte in diesem Bereich gelten als unauffällig und bedürfen keiner weiteren Abklärung bzw. Untersuchung. Wir empfehlen grundsätzlich ab dem 40. Lebensjahr ein Mal im Jahr den Wert messen zu lassen, um so eine gute Kontrolle zu haben, falls der Wert ansteigen sollte. Liegt der Wert jedes Jahr unter 1 ng/ml kann der Mann sich freuen und die Prostata-Vorsorge damit belassen.

PSA-Werte zwischen 1 und 2 ng/ml

Die Beurteilung dieses Bereiches ist relativ schwierig, weil ein PSA hier nicht als erhöht gilt, aber trotzdem abklärungsbedürftig sein kann, falls es sich um ein Karzinom im Frühstadium handelt.

Hier gibt es 2 Möglichkeiten für das weitere Vorgehen:

  1. Ein erneuter PSA-Test wird in 3 Monaten durchgeführt. Sollte dieser Wert dann höher sein als der vorherige, ist eine multiparametrische MRT-Untersuchung der Prostata angeraten, um die Ursache für den Anstieg zu finden.
  2. Die andere Möglichkeit ist, dass gleich eine MRT-Untersuchung durchgeführt wird, um klären zu können, ob bedeutende Veränderungen in der Prostata vorliegen.

Das Problem bei der Beurteilung des PSA-Wertes liegt darin, dass eine starke Vergrößerung genauso zu einem Anstieg führen kann wie ein Prostatakrebs. Aber genauso können sich beide Erkrankungen unterschiedlich stark auf den PSA auswirken. Während die Vergrößerung bereits entdeckt wurde, kann ein PSA-Anstieg eventuell auf einen Krebs hinweisen, der sich im Frühstadium befindet.

Für den betroffenen Mann ist es schwierig, über spürbare Anzeichen einen Prostatakrebs von einer Prostatavergrößerung im Frühstadium zu unterscheiden. Eine Vergrößerung kann sich eher bemerkbar machen, weil die Prostata an Volumen zu nimmt und somit zu häufigem Harndrang führen kann. Während ein Prostatakrebs im Frühstadium eine bösartige Zellveränderung ist, die nicht spürbar ist.

Auch wenn ein PSA in diesem Intervall nicht als erhöht gilt, kann in dem einen oder anderen Fall doch eine MRT-Untersuchung hilfreich sein, insbesondere dann, wenn der Mann Klarheit haben möchte.

PSA-Werte zwischen 2 und 4 ng/ml

Ein PSA-Wert zwischen 2 und 4 ng/ml sollte abgeklärt werden. In diesem Bereich gelten PSA-Werte zwar allgemein noch nicht als erhöht, aber nach unserer langjährigen Erfahrung können PSA-Werte doch häufig abklärungsbedürftig sein, wenn es sich um einen bösartigen Tumor im Frühstadium handelt.

Hier lautet unsere Empfehlung:

Ist bereits ein vorheriger PSA-Wert bekannt und ist der aktuelle Wert höher, ist eine zeitnahe MRT-Untersuchung zu empfehlen.

Handelt es sich um die erste Bestimmung des PSA-Wertes, sollte eine erneute PSA Kontrolle in 3 Monaten durchgeführt werden. Ist der 2. Wert dann höher, ist eine MRT –Untersuchung der Prostata angeraten.

PSA-Werte über 4 ng/ml

Ein PSA -Wert ab 4 ng/ml gilt grundsätzlich als erhöht und sollte somit abgeklärt werden. Die Wahrscheinlichkeit für einen Prostatakrebs steigt ab diesem Bereich.

Das bedeutet, dass mehr Eiweiß in der Prostata gebildet wurde und da die Krebszellen tendenziell mehr Eiweiß als gesunde Zellen produzieren, liegt ein höheres Risikos für eine Prostatakrebs als bei PSA-Werten unter 4 n/ml. Aber auch hier steigt nur die Wahrscheinlichkeit, aber es bedeutet nicht, dass jeder Mann mit einem PSA über 4 ng/ml einen Prostatakrebs hat. Andere Erkrankungen können genauso auch zu einem Anstieg des PSA-Wertes führen.

Womit kann der PSA-Wert abgeklärt werden?

Ist die Entwicklung des PSA-Wertes so, dass eine Abklärung notwendig wird, ist eine MRT Untersuchung der Prostata zu empfehlen, weil damit eine akute, altersbedingte und eine bösartige Erkrankung, wie der Prostatakrebs, bereits im Frühstadium festgestellt werden können.

PSA Schwankungen

Es ist nicht selten, dass PSA-Werte schwanken. Ist die Schwankung groß, sollte die nächste PSA-Kontrolle relativ zeitnah wiederholt und ggf. eine MRT-Untersuchung der Prostata durchgeführt werden. Kleine Schwankungen können vernachlässigt werden.

Spürbare Symptome und Schmerzen

Prostatakrebs ist eine Erkrankung des älter werdenden Mannes und verursacht in der Regel weder Schmerzen, noch sind spürbare Symptome zu erkennen. Allein ein ansteigender oder hoher PSA-Wert kann den ersten Hinweis liefern.

Junge Männer hingegen können häufiger eine akute Entzündung der Prostata bekommen. Eine Entzündung geht meistens mit spürbaren und teilweise schmerzhaften Symptomen einher, wie beispielsweise Brennen beim Wasserlassen. In so einem Fall steigt der PSA-Wert meistens im zweistelligen Bereich an und wird zudem von hohen Entzündungswerten begleitet. In der Regel wird eine akute Entzündung erfolgreich mit einem Antibiotikum behandelt werden.

Interessieren Sie sich für eine multiparametrische MRT-Untersuchung der Prostata? Wir beraten Sie gerne:

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