Prostata­vergrößerung

Ist die Prostatavergrößerung ein Altersproblem?

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In der Tat nimmt die Prostata bei den meisten Männern mit steigendem Alter an Volumen zu. Diese altersbedingte Prostatavergrößerung nennt sich benigne Prostatahyperplasie (BPH). Die Vergrößerung entsteht in der Regel durch gutartige Knoten (sog. Adenome) im Prostatakern. Diese Knoten wachsen in unterschiedlicher Größe und drücken oftmals auf die Harnröhre und Harnblase. Die Ursache für die knotigen Veränderungen vermutet man in hormonellen Störungen des älter werdenden Mannes.

Da die Prostata in der Regel ziemlich langsam wächst, bemerken die betroffenen Männer diese Veränderung meistens nicht im Frühstadium. Folgende Symptome (Anzeichen) können bei einer Prostatavergrößerung auftreten:

  • Abschwächung des Harnstrahls
  • nächtlicher Harndrang
  • Probleme bei der Entleerung der Harnblase
  • Druckgefühl, häufiger Wasser lassen zu müssen, weil die Harnröhre verengt ist (als Nebenbefund kann eine chronische Überbeanspruchung der Blasenmuskulatur entstehen)

Im Gegensatz dazu haben beispielsweise junge Männer in der Regel eine kleine Prostata. Die häufigste Prostataerkrankung in jungen Jahren ist die Prostataentzündung.

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Kann eine Vergrößerung der Prostata verhindert werden?

Da es ein Altersprozess ist, kann eine Vergrößerung zwar nicht verhindert werden, jedoch kann etwas gegen die Symptome getan werden. Häufig werden entsprechende Medikamente verschrieben. Ist eine Vergrößerung schon ziemlich ausgeprägt und belastend für den Mann, können auch operative Eingriffe helfen. Diese Entscheidung wird jedoch individuell für den Mann getroffen.

Welche Rolle hat der PSA-Wert bei einer Prostatavergrößerung?

Eine Prostatavergrößerung kann sich auf den PSA-Wert auswirken, muss sie aber nicht zwangsläufig.

Viele Männer glauben, dass nur eine Ursache für eine PSA-Erhöhung verantwortlich ist. Es ist aber häufig so, dass Männer mit einem hohen PSA-Wert 2 bis 3 unterschiedliche Erkrankungen haben können, die sich wiederum unterschiedlich stark auf den PSA auswirken.

Tendenziell können sich PSA-Wert und Prostatavergrößerung auch unabhängig von einander erhöhen. Für beide gibt es aber eine Korrelation mit dem Alter. Das bedeutet, dass mit steigendem Alter die Prostata größer wird und der PSA-Wert ansteigen kann, weil altersbedingt die Wahrscheinlichkeit für verschiedene Erkrankungen der Prostata steigt.

Es gibt auch den Fall, dass eine starke Vergrößerung sich auch auf den PSA-Wert auswirkt.

Sollte bei bekannter Prostatavergrößerung der PSA-Wert weiterhin ansteigen, sollte abgeklärt werden, ob zusätzlich noch eine bösartige Erkrankung die Ursache ist.

PSA Wert

Ab welcher Höhe gilt ein PSA-Wert als erhöht? Welche Informationen liefert der PSA-Wert?

Bösartige Erkrankungen unabhängig von einer Prostatavergrößerung

Die altersbedingte Vergrößerung entsteht, wie bereits erwähnt, durch die Volumenzunahme des Prostatakerns. Dadurch wird die Außenzone immer schmaler bzw. komprimierter.

Wenn man berücksichtigt, dass die meisten bösartigen Tumore in der Außenzone liegen, wird deutlich, dass beide Erkrankungen sich unabhängig von einander entwickeln können, sich aber jeweils gemeinsam auf den PSA-Wert auswirken können.

MRT-Untersuchung bei Prostatavergrößerung und hohem PSA-Wert

Hat der Urologe bei einem hohen oder ansteigenden PSA-Wert eine Prostatavergrößerung festgestellt, ist die Frage, ob hinter dieser PSA-Erhöhung noch eine andere Erkrankung steckt. Mit der MRT-Untersuchung können wir die Prostata bildlich einteilen und den Prostatakern von der Außenzone abgrenzen und gutartige Knoten von bösartigen Veränderungen unterscheiden. Dabei können wir die verschiedenen Knotengrößen und ebenso die Lage und Form der Knoten festlegen.

Das wichtige dabei ist, noch eventuell krankhafte Gewebeveränderungen der Prostata zu diagnostizieren.

Grundsätzlich ist so eine Vergrößerung des Prostatakerns zwangsläufig nichts Gefährliches. Es sei denn, dass sich zwischen den vielen Knoten in dem Prostatakern noch zusätzlich bösartige Gewebeansammlungen verbergen. Dieser Fall kommt aber eher selten vor, da die meisten bösartigen Tumore in der Außenzone liegen.

All diese Informationen kann die MRT-Untersuchung der Prostata liefern. Auch die benachbarten Organe wie Harnblase, Samenblasen und Teil des Dickdarms werden bei dieser Untersuchung mit beurteilt.

Prostata-MRT

Welche Vorteile hat diese Untersuchung gegenüber einer konventionellen Untersuchung mit Ultraschall? Wie läuft die Untersuchung ab und wie lange dauert sie?

Bösartige Prostatavergrößerung

Es kann sein, dass ein bösartiger Tumor zu einer Vergrößerung der Prostata führt und nicht eine altersbedingte Prostatavergrößerung. Dieses ist aber eher selten der Fall.

Dieser Fall kann sich ergeben, wenn ein bösartiger Tumor zu schnell wächst, im fortgeschrittenen Stadium ist und zu spät entdeckt wurde. Es kann dann auch häufig zum Kapseldurchbruch kommen und zum Befall anderer Organe und Lymphknoten führen. In diesem Stadium haben die meisten Männer dann schon Symptome.

Mögliche Symptome können sein:

  • Blasenentleerungsstörungen und Blut im Urin, wenn die Harnblase infiltriert ist
  • Blut im Ejakulat, insbesondere bei Befall der Samenblasen
  • Erektionsstörungen bis hin zur Impotenz und Inkontinenz bei Befall des Nervenstrangs (neurovaskulären Bündels), insbesondere bei beidseitiger Infiltration
  • Blut im Stuhl, wenn der Dickdarm infiltriert ist. Dies kommt eher selten vor.

Prostatakrebs

Was sind die Anzeichen für Prostatakrebs? Risikogruppen? Welche Rolle hat der PSA-Wert? MRT-Untersuchung bei Verdacht auf Prostatakrebs.

 

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