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EnTwicklung ALTA Klinik Biopsie

MRT Prostatabiopsie

Wie kam es zu der Entwicklung der ALTA Klinik Prostatabiopsie?

Im Jahr 2006 hat sich unser Klinikgründer, Dr. Agron Lumiani, mit der MRT-Diagnostik der Prostata beschäftigt. Anfänglich haben wir die MRT-Untersuchung der Prostata mit einer Endorektalspule durchgeführt (das ist eine Untersuchungsspule, die in den Dickdarm eingeführt wird, um die Prostata zu untersuchen).

Zu diesem Zeitpunkt gab es keine andere Untersuchungsspule. Mit der Zeit hat man gesehen, dass die Endorektalspule doch einige Nachteile mit sich bringt. Vor allem das Problem der Spulenartefakte. Das bedeutet, dass durch die Endorektalspule selber viele Artefakte entstanden sind. Häufig konnte dann nicht unterschieden werden, ob es sich um ein Artefakt handelt oder um eine verdächtige Stelle.

Im Jahr 2009 haben wir dann eine speziell entwickelte Bauchspule für die MRT-Untersuchung der Prostata eingesetzt und festgestellt, dass wir damit eine höhere und artefaktefreie Bildauflösung erreichen können, als im Vergleich mit der Endorektalspule. Zudem kam noch hinzu, dass die Untersuchung ohne Dickdarmspule sehr viel angenehmer für den Patienten ist.

Anfangs haben wir noch geglaubt, dass wir den Urologen mit unserer exakten MRT-Diagnostik helfen, weil wir genau beschreiben können, wo verdächtige Stellen in der Prostata liegen, um somit gezielt unter Ultraschall biopsieren zu können. Der Kontakt zu den Urologen intensivierte sich, wir überwiesen die Patienten mit Verdacht auf Prostatakrebs zu den Urologen und wunderten uns, dass trotzdem hauptsächlich nur systematisch Gewebeproben aus der Prostata entnommen wurden. Das hatte zur Folge, dass nicht alle Ultraschall-gesteuerten Prostatabiopsien ein Ergebnis gebracht haben, obwohl die verdächtigen Stellen vorher von uns klar definiert und beschrieben waren. Auf unsere Frage hin, warum die beschriebenen verdächtigen Stellen nicht gezielt biopsiert werden, bekamen wir die Antwort, dass im Ultraschall diese verdächtigen Stellen in der Regel nicht sichtbar sind und mit dem Ultraschall lediglich die Prostata fokussiert wird. Hinzu kommt, dass auch Stellen im äußeren Bereich, die weit vorne, außen, oben oder unten in der Prostata liegen mit der herkömmlichen Stanzbiopsie teilweise gar nicht erreicht werden können. Das stellte wieder ein Problem dar, weil statistisch gesehen in diesem äußeren Bereich die meisten bösartigen Tumore liegen.

Die Enttäuschung, dass wir den Urologen für die herkömmliche Stanzbiopsie keinen Mehrwert liefern konnten, war wiederum im Jahr 2009 der Start und die Geburtsstunde für unsere gezielte, MRT-gesteuerte Prostatabiopsie, die über die Haut der oberen Gesäßregion funktioniert und nicht durch den Dickdarm oder Damm geht.

Der Grundgedanke von Dr. Agron Lumiani war, wenn wir in der Lage sind mit der MRT-Untersuchung verdächtige Stellen in der Prostata als abklärungsbedürftig zu definieren, dann sollten wir diese Information auch für eine gezielte Biopsie nutzen können. Nicht nur die gezielte Entnahme von Gewebeproben aus verdächtigen Stellen war Ziel der Innovation, sondern auch der Weg dahin. Während die herkömmliche Stanzbiopsie über den Dickdarm geht, nutzen wir einen Zugang, der steril und schmerzfrei ist und somit nicht durch den Darm oder Damm geht. Dieser Zugang liegt in der oberen Gesäßregion, da wo ungefähr die Pofalte beginnt. Die obere Gesäßregion als Fläche, um zur Prostata zu gelangen, ist klar definiert, während der genaue Einstich bei jedem Patienten individuell errechnet wird, abhängig davon, wo die verdächtigen Stellen in der Prostata liegen.

Es freut uns, dass wir mit unserer gezielten Prostatabiopsie bereits vielen Männern geholfen haben und weiterhin helfen werden.
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