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Prostatavergrößerung

Entstehung und Symptome einer Vergrößerung

Prostatavergrößerung ist eine Alterserkrankung

Mit steigendem Alter nimmt bei den meisten die Prostata an Volumen zu. Diese altersbedingte Prostatavergrößerung nennt sich benigne Prostatahyperplasie (BPH). Die Vergrößerung entsteht in der Regel durch gutartige Knoten (sog. Adenome) im Prostatakern. Diese Knoten wachsen in unterschiedlicher Größe und drücken oftmals auf die Harnröhre und Harnblase. Die Ursache für die knotigen Veränderungen vermutet man in hormonellen Störungen des älter werdenden Mannes.

Prostata ohne Vergroesserung
Prostata ohne Vergrößerung
Altersbedingte Vergroesserung der Prostata
Altersbedingte Vergrößerung der Prostata

Da die Prostata in der Regel ziemlich langsam wächst, bemerken die betroffenen Männer diese Veränderung meistens nicht im Frühstadium. Folgende Symptome (Anzeichen) können bei einer Prostatavergrößerung auftreten:

  • Abschwächung des Harnstrahls
  • nächtlicher Harndrang
  • Probleme bei der Entleerung der Harnblase
  • Druckgefühl, häufiger Wasser lassen zu müssen, weil die Harnröhre verengt ist (als Nebenbefund kann eine chronische Überbeanspruchung der Blasenmuskulatur entstehen)

Im Gegensatz dazu haben junge Männer in der Regel eine kleine Prostata. Die häufigste Prostataerkrankung in jungen Jahren ist die Prostataentzündung.

MRT-Untersuchung bei Prostatavergrößerung

Grundsätzlich gilt eine Prostatavergrößerung als eine gutartige und altersbedingte Erkrankung.

Hat der Urologe eine Prostatavergrößerung festgestellt, sollte bei einem erhöhten und insbesondere ansteigenden PSA-Wert abgeklärt werden, ob nur die Vergrößerung die Ursache dafür ist, oder noch eine andere Erkrankung in der Prostata zu einem Anstieg geführt hat.

Mit einer MRT-Untersuchung der Prostata kann eine Vergrößerung festgestellt und eventuell andere akute oder bösartige Erkrankungen diagnostiziert werden. Dazu gehört, dass gutartige Knoten von bösartigen Veränderungen unterschieden und diese in Größe, Lage und Form bestimmt werden können. Bestandteil der MRT-Untersuchung ist zudem die Beurteilung des gesamten Beckens mit den dazugehörigen Organen, wie Harnblase, Samenblasen usw.

Kann eine Vergrößerung der Prostata verhindert werden?

Da es ein Altersprozess ist, kann eine Vergrößerung nicht verhindert werden, jedoch kann etwas gegen die Symptome getan werden. Häufig werden entsprechende Medikamente verschrieben. Ist eine Vergrößerung schon ziemlich ausgeprägt und belastend für den Mann, können auch minimal-invasive oder operative Eingriffe helfen. Diese Entscheidung wird jedoch individuell für jeden Mann getroffen.

Mehr dazu unter Therapie

Welche Rolle hat der PSA-Wert bei einer Prostatavergrößerung?

Eine Prostatavergrößerung kann sich auf den PSA-Wert auswirken, muss sie aber nicht zwangsläufig.

Viele Männer glauben, dass nur eine Ursache für eine PSA-Erhöhung verantwortlich ist. Es ist aber häufig so, dass Männer mit einem hohen PSA- Wert mehr als nur eine Erkrankung haben können, die sich jeweils unterschiedlich stark auf den PSA auswirken.

Grundsätzlich gibt es eine Korrelation zwischen Alter und Prostatavergrößerung Das bedeutet, dass mit steigendem Alter die Prostata größer wird und der PSA-Wert mit einem Anstieg darauf reagieren kann.

Sollte bei bekannter Prostatavergrößerung der PSA-Wert weiterhin ansteigen, ist abzuklären, ob zusätzlich noch eine bösartige Erkrankung für den erhöhten PSA-Wert verantwortlich sein kann.

Bösartige Prostatavergrößerung

Es ist bekannt, dass bei Männern mit zunehmendem Alter das Risiko steigt, an Prostatakrebs zu erkranken. So kann es den Fall geben, dass ein bösartiger Tumor zu einer Vergrößerung der Prostata führt und nicht nur eine altersbedingte Prostatavergrößerung die Ursache für eine Volumenzunahme ist. Dann wächst der bösartige Tumor in der Regel schnell, ist im fortgeschrittenen Stadium und wurde insgesamt zu spät entdeckt. Es kann dann auch häufig zum Kapseldurchbruch kommen und zum Befall anderer Organe und Lymphknoten führen. In diesem Stadium haben die meisten Männer schon Beschwerden. Insgesamt tritt so ein Fall eher selten auf.

Mögliche Symptome können sein:

  • Blasenentleerungsstörungen und Blut im Urin, wenn die Harnblase infiltriert ist
  • Blut im Ejakulat, insbesondere bei Befall der Samenblasen
  • Erektionsstörungen bis hin zur Impotenz und Inkontinenz bei Befall des Nervenstrangs (neurovaskulären Bündels), insbesondere bei beidseitiger Infiltration
  • Blut im Stuhl, wenn der Dickdarm infiltriert ist. Dies kommt eher selten vor.
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