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Focus Siegel

BEHANDLUNG ZUR PROSTATAVERKLEINERUNG

MRT-gesteuert und nicht durch den Dickdarm

Fokale Therapie zur Verkleinerung der Prostata mit TULSA-PRO

Unser Ziel bei der Behandlung ist es, die Beschwerden einer Prostatavergrößerung zu beseitigen und die Prostata als Organ zu erhalten. Dabei sollten die Funktionen der Prostata intakt bleiben, wie natürliche Ejakulation, männliche Potenz und Kontinenz. Mit der TULSA-PRO Behandlung können diese Ziele erreicht werden.

TULSA steht für transurethrale Ultraschall-Ablation.

Transurethral bedeutet „durch die Harnröhre“ und Ablation steht für „Abtragung“.

Fokale Therapie bedeutet, dass nur der vergrößerte Bereich der Prostata gezielt behandelt wird.

Eine Vergrößerung der Prostata entsteht durch unterschiedlich große und gutartige Knoten im Innenbereich der Prostata. Für die Funktionen der Prostata ist die Innenzone unbedeutend. Während die Innenzone der Prostata bei jungen Männern kaum sichtbar ist, wächst dieser Bereich beim älter werdenden Mann kontinuierlich.

Prostataverkleinerung
  1. vergrößerter Innenbereich der Prostata
  2. verschmälerter Außenbereich der Prostata
Prostataverkleinerung
  1. Innenbereich der Prostata
  2. Außenbereich der Prostata
Mit der TULSA-PRO Behandlung kann der vergrößerte Innenbereich der Prostata gezielt verkleinert und die Prostata als Organ und mit seinen männlichen Funktionen erhalten bleiben.

Vorteile für den Mann mit einer Prostatavergrößerung, die mit einer TULSA-PRO Behandlung in der Regel erreicht werden können

  1. Der Mann behält seine natürliche Ejakulation, weil die Samenkanäle bei der Behandlung ausgespart werden können.

  2. Die männliche Potenz kann erhalten bleiben, da die Nerven der Prostata verschont werden.

  3. Die Kontinenz kann gewahrt werden, da der innere und äußere Schließmuskel geschützt werden.

  4. Die Funktionen der Prostata können erhalten bleiben, weil die Behandlung auf die Innenzone begrenzt werden kann und nicht die Außenzone mit den empfindlichen Strukturen beschädigt.

  5. Die Harnröhre kann unbeschädigt bleiben, weil ein Kühlsystem im Behandlungsstab integriert ist und die Harnröhrenwand ständig mitgekühlt wird.

  6. Große Prostatavolumina können auch mit dieser Methode behandelt werden.

Natürliche Ejakulation kann nach einer Prostataverkleinerung erhalten bleiben

Bei den meisten Methoden der Prostataverkleinerung werden in der Regel die Harnröhre und die Samenkanäle beschädigt. Das führt dazu, dass Männer nach einer Behandlung entweder keine oder eine gestörte (retrograde) Ejakulation hat.

Mit der TULSA-PRO kann die natürliche Ejakulation erhalten bleiben, weil die Samenkanäle nicht mit behandelt werden. Auch die Harnröhre wird geschont, weil in dem Behandlungsstab eine Kühlung integriert ist.
Behandlungsstab

Ablauf der MRT-gesteuerten TULSA-PRO Behandlung bei Prostataverkleinerung

Verkleinerung Transparent
  1. behandelter Innenbereich der Prostata
  2. unbehandelter Bereich der Prostata
  3. Samenkanäle
  1. Nerven für die männliche Potenz
  2. Behandlungsstab in der Harnröhre
  3. Dickdarm
Mit der TULSA-PRO Behandlung kann die Prostata verkleinert werden und trotzdem funktionelle Bereiche der Prostata verschont bleiben. Dazu gehören empfindliche Strukturen, wie Samenblasen und Samenkanäle, die für die Ejakulation zuständig sind. Die Nerven der Prostata liegen bei TULSA-PRO außerhalb des Behandlungsbereiches und führen in der Regel zu keiner Einschränkung der männlichen Potenz.

Über Wärme wird das Gewebe des Innenbereiches verkocht. Dafür wird ein Behandlungsstab in die Harnröhre gelegt. Die Harnröhre liegt relativ zentral in der Prostata. Das hat den Vorteil, dass die Behandlung innerhalb der Prostata stattfindet und nicht über andere Organe erfolgt, wie z.B. über den Dickdarm.

In diesem Stab befinden sich 10 Behandlungselemente. Aus diesen Elementen kommt Wärme, über die das Gewebe verkocht wird. Die Wärme entsteht über Ultraschallwellen. Der Innenbereich, der verkocht werden soll, wird vorher genau eingegrenzt, weil das System die Ausdehnung der Wärme genau programmieren kann.
Verkleinerung Seitenansicht
  1. Prostata
  2. Harnblase
  3. behandelter Innenbereich der Prostata
  4. unbehandelter Bereich
  1. Behandlungsstab in der Harnröhre
  2. 8 aktivierte Elemente im Behandlungsstab
  3. integriertes Kühlsystem im Behandlungsstab
  4. Kühlung des Dickdarms
Zum Beispiel werden die Elemente 3 bis 10 für die Prostataverkleinerung aktiviert. Die Elemente 1 und 2 bleiben in dem Fall ausgeschalten.

Durch Drehung des Stabes und Aktivierung der Elemente wird der Innenbereich bearbeitet. Während der Stab den Innenbereich der Prostata mit Wärme behandelt, kann gleichzeitig die Harnröhre gekühlt und vor Wärmeschäden geschützt werden.

Der Außenbereich, der nicht von einer Vergrößerung betroffen ist, kann durch eine exakte Therapieplanung vor unnötiger Wärmeübertragung verschont werden.

Nach einer Behandlung wird das verkochte Gewebe mit der Zeit vom eigenen Körper (über das Blut) abgetragen. Die Beschwerden der Vergrößerung bilden sich in der Regel zurück.

Oftmals führt eine Prostataverkleinerung auch zu einer insgesamten Verbesserung der Prostatafunktionen, weil sich der Außenbereich in der Regel von dem Druck der Vergrößerung erholen kann.
Verkleinerung Seitenansicht
  1. behandelter Innenbereich der Prostata
  2. unbehandelter Bereich der Prostata
  3. Harnröhre
  4. Dickdarm
Ebenso reagiert ein PSA-Wert in der Regel positiv auf die TULSA-PRO Behandlung. Nach einer Behandlung ist grundsätzlich zu beobachten, dass ein erhöhter PSA-Wert wieder in den Normbereich sinkt.

Voraussetzung für eine Prostataverkleinerung mit TULSA-PRO

Eine kontrollierte MRT-gesteuerte Behandlung mit TULSA-PRO ist nur auf Basis einer multiparametrischen MRT-Untersuchung der Prostata möglich. Diese Untersuchung liefert alle wichtigen Informationen, die für eine gezielte Behandlung notwendig sind:

  1. gesamtes Prostatavolumen

  2. Ausmaß der Vergrößerung

  3. Verhältnis vergrößerte Innenzone zur Harnblase und Harnröhre

  4. Verhältnis vergrößerte Innenzone zur Außenzone

  5. Verhältnis Prostata zu Nerven

  6. Ausschluss eines Prostatakrebses, insbesondere in der Außenzone.

Beschwerden durch eine Prostatavergrößerung

Die Prostata verändert sich mit steigendem Alter. In der Regel ist fast jeder Mann ab dem mittleren Lebensalter von einer altersbedingten Prostatavergrößerung betroffen. Während die Vergrößerung bei dem einen Mann kaum Beschwerden verursacht, kann es bei dem anderen schon die Lebensqualität beeinträchtigen.

Die Vergrößerung entsteht durch Knoten, die in dem Innenbereich der Prostata wachsen und je nach Ausmaß können diese Beschwerden verursachen. Meistens ist die Harnröhre betroffen, weil diese relativ zentral durch die Prostata verläuft und die Knoten sich in Richtung Harnröhre entwickeln können. Wenn Knoten auf die Harnröhre drücken, kann es zu folgenden Problemen der Speicher- oder Entleerungsfunktionen führen:

  • häufiger Harndrang mit kleiner Entleerung
  • häufiger nächtlicher Harndrang
  • zwanghafter Harndrang
  • Harnverlust, weil Probleme, Harn zu halten
  • Nachträufeln von Harn
  • Brennen beim Wasserlassen
  • schwacher Harnstrahl
  • erschwerte und lang andauernde Blasenentleerung
  • verzögerter Beginn des Wasserlassens
  • Harnstottern
  • Harnverhalt.

In den meisten Fällen können sich die Beschwerden mit der Zeit verschlechtern. Eine Vergrößerung kann auch zu Komplikationen führen, wie z.B. Blasenstein oder Harnstau der Nieren verursachen.

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