Die Ursachen für Rückenschmerzen erkennen

Erst eine differenzierte Darstellung lässt eine exakte Diagnose zu und gibt den Weg frei für eine passende Therapie.
Rückenschmerzen können unterschiedliche Gründe haben: ist es z. B. ein Bandscheibenvorfall oder eine Arthrose der Wirbelgelenke? Grundsätzlich ist wichtig herauszufinden, was die Ursachen für die Schmerzen sind. In Zusammenarbeit zwischen dem Radiologen und dem behandelnden Arzt, meistens dem Orthopäden oder Hausarzt, kann eine geeignete Behandlung für den Patienten gefunden werden. Der Radiologie liefert das notwendige Bildmaterial und stellt die Diagnose und der Orthopäde kann dann den Patienten dementsprechend behandeln.
Oftmals sind es nur kleine Befunde, die aber bei dem betroffenen Patienten starke Schmerzen verursachen. Diese äußern sich oftmals dadurch, dass Patienten Schmerzen beim Sitzen, Stehen, Liegen oder auch beim Laufen haben. Bei einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium, z. B. bei einem Bandscheibenvorfall, kann es auch zu Taubheitsgefühlen in den Beinen bis hin zu den Füßen kommen. Diese Beschwerden führen häufig zu einer starken Einschränkung des Alltages bzw. der Lebensqualität.
Daher ist oftmals eine genaue und feinschichtige Untersuchung der Wirbelsäule notwendig. Mit der MRT-Untersuchung können Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule und Lendenwirbelsäule beurteilt werden. Sämtliche Erkrankungen, die zu Rückenschmerzen führen, wie z. B. Bandscheibenvorfälle, können präzise diagnostiziert werden.
(-> Wirbelsäulentherapie)
Eine MRT-Untersuchung der Wirbelsäule ist angezeigt, wenn ungeklärte Rückenschmerzen vorliegen und/oder ein Verdacht besteht für
- Bandscheibenvorfall
- Bandscheibenvorwölbung
- Entzündung der Bandscheiben, der Rückenmuskulatur
- Entzündung der Wirbelkörper
- Einengung des Wirbelkanals (Spinalkanalstenose)
- Wirbelinstabilität
- Verschleiß der Wirbelgelenke (Arthrose)
- Frakturen
- Verletzung von Rückenmark und Rückenmarksnerven
- Metastasen und/oder Tumore der Wirbelsäule, des Rückenmarks bzw. des Rückenmarkkanals
- entzündliche Veränderungen des Rückenmarks (z. B. Multiple Sklerose, Myelitis transversa)
Mit der MRT-Untersuchung kann das Rückmark im gesamten Verlauf (von Kopf bis zum Ende des Rückenmarks) darstellen werden. Zudem können auch in einem Untersuchungsgang die gesamte Wirbelsäule und die Weichteile (Muskulatur, Bänder, Sehnen) beurteilt werden.
Allgemeine Informationen
Um für betroffene Patienten die richtige Therapie zu finden, ist vorab eine exakte Diagnose wichtig. Dieses bietet die MRT-Untersuchung der Wirbelsäule an. Die MRT-Untersuchung eignet sich zur abschnittsweisen Abbildung der Wirbelsäule. Je nach Beschwerden können von der Halswirbelsäule (HWS), der Brustwirbelsäule (BWS) oder der Lendenwirbelsäule (LWS) in jeder Ebene Schichtbilder aus jeder Richtung erzeugt werden.
Besonders Patienten mit einem Bandscheibenvorfall können von dieser Untersuchungsmethode profitieren, da die MRT eine überlagerungsfreie Darstellung der Bandscheiben, des Rückenmarks und der Spinalnerven ermöglicht. So lässt sich die häufige Situation der Nervenwurzelkompression bzw. - reizung, welche durch einen Bandscheibenvorfall hervorgerufen werden kann, beurteilen. Auch andere, seltener auftretende Erkrankungen der Wirbelsäule, können durch eine MRT-Untersuchung diagnostiziert werden.









