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Schulterluxation - Schulterinstabilität

Wie entsteht eine Schulterluxation?

Schulterluxation-1

Kamera links (von hinten) - Arbeitskanülen rechts (von vorne)

Schulterluxation-2

Durchziehen der Fäden durch das Labrum (Pfannenlippe)

Schulterluxation-3

Labrum wird vernäht und verankert

Schulterluxation-4

Fixierung des Labrums im Knochen

Eine Schulterluxation, die immer ärztlich behandelt werden sollte und häufig auch mit starken Schmerzen verbunden ist, kann mehrere Ursachen haben:

  • eine direkte traumatische Einwirkung in Form eines Unfalls (Trauma)
  • nicht verheilte Gelenkschädigung nach einem Trauma, die dann zu einer wiederkehrenden (rezidivierenden) Luxation führt
  • angeborene Anomalitäten aufgrund von häufig anlagebedingten Veränderungen des Gelenkes

Die häufigste Schulterluxation ist nach vorn und nach innen, sog. ventro-mediale Schultergelenkluxation.

Die Behandlung

Sofern möglich, erfolgt eine konservative Behandlung der Schulterluxation. Neben einer medikamentösen Therapie, kommen hier auch orthopädie-technische Hilfsmittel und/oder eine physikalische Therapie zum Einsatz.

Die Wiederherstellung der Stabilität im Bereich des Schultergelenkes erfordert aber teilweise einen operativen Eingriff, der in der ALTA Klinik in minimal-invasiven, arthroskopischen Techniken durchgeführt wird. Damit kann die Rehabilitation deutlich verbessert und verkürzt werden.

Die arthroskopische Operation

Die Optik wird von hinten in das Glenohumeralgelenk hineingeführt. Es erfolgt die Auffüllung des Gelenkes mit steriler Flüssigkeit. Je nach der Läsion im Bereich des Limbus artikularis, werden von vorn 2 Portale gelegt sowie die neue hilfsreiche Arbeitskanüle, sog. Pass-Port-Kanüle. Es wird zunächst, mit einer speziellen Fräse, der Knochen im vorderen Bereich der Gelenkspfanne bis zu einer Blutung angefrischt.

Mit einem speziellen Instrument werden die Fäden durch das Labrum durchgezogen. Das Labrum wird mit mind. 3 nicht-resorbierbaren Fäden verankert.

Weiterhin werden die Bohrlöcher im vorderen Bereich der Gelenkspfanne präpariert und anschließend mit dem Push-Lock-Instrument transossär, d.h. im Knochen fixiert.

Die Nachsorge - Rehabilitation

Durch die Anwendung des minimal-invasiven, arthroskopischen Verfahrens ist in der Regel eine schnelle Eingliederung in das gewohnte Umfeld und Arbeitsleben möglich.

Postoperativ ist jedoch für die ersten 6 Wochen das Tragen eines sogenannten Abduktionskissens erforderlich. Aus dem Kissen heraus können auch frühzeitig Bewegungs- und krankengymnastische Übungen eingeleitet werden.

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