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Prostatavergrößerung

Nur altersbedingte Prostatavergrößerung oder doch ein Prostatakrebs?

Prostatavergroesserung-1Eine Prostatavergrößerung und ein erhöhter PSA-Wert sind generell ein Signal für einen Mann, die Prostata doch genauer zu untersuchen. Hinter einer Vergrößerung in Kombination mit einem erhöhten PSA-Wert steckt bei Männern über 50 Jahren häufig ein Prostatakarzinom.

Bösartige Prostatavergrößerung

Altersbedingt nimmt die Prostata oft an Volumen zu. Die Vergrößerung entsteht durch gutartige Knoten (so genannte Adenome) im Prostatakern. So eine Vergrößerung ist zwangsläufig nichts Krankhaftes. Es sein denn, dass sich zwischen den vielen Verknotungen in dem Prostatakern noch zusätzlich bösartige Gewebeansammlungen verbergen. Dieses ist aber eher selten der Fall. Die meisten Karzinome liegen in der Prostataschale. Diese Prostataschale (die so genannte periphere Zone) wird durch die Vergrößerung des Prostatakerns immer dünner bzw. komprimierter. Wenn ein erhöhter PSA-Wert in Kombination mit einer Vergrößerung vorliegt, muss abgeklärt werden, ob ein Prostatakrebs die Ursache dafür ist. Mittels Ultraschall können die häufig nur kleinen Gewebeveränderungen bildlich nicht erkannt werden, d. h. gutartiges Gewebe von bösartigem Gewebe unterschieden werden. Diese ist wiederum mit unserem Verfahren mittels des MRT-Gerätes gut möglich ist. Damit können wir bereits kleinste Gewebeveränderungen erkennen und gutartige von bösartigen Gewebestrukturen unterscheiden.

Gutartige Prostatavergrößerung

Prostatavergroesserung-2Eine gutartige Prostatavergrößerung ist eine häufig auftretende Erkrankung bei Männern ab 50 Jahren. Sie wird auch benigne Prostatahyperplasie (BPH) genannt. Diese Knoten (Adenome) wachsen in unterschiedlicher Größe und drücken oftmals auch auf die Harnröhre und Harnblase. Dieses hat dann zur Folge, dass viele Männer ständigen Harndruck verspüren und Wasser lassen müssen. Die Ursache für die gutartigen Verknotungen oder Wucherungen vermutet man in der Anhäufung bestimmter Hormone und der Abnahme des Testosterons bei gleich bleibendem Östrogen.

Die Symptome

Die Prostata wächst ziemlich langsam, daher wird die Veränderung anfangs meistens gar nicht bemerkt. Erst wenn sie Beschwerden nach sich zieht, wird die Prostatavergrößerung diagnostiziert. Dabei wird häufig als erstes Anzeichen die Abschwächung des Harnstrahls und nächtlicher Harndrang registriert. Durch die Verengung der Harnröhre kommt es zu Blasenentleerungsstörungen und damit zu häufigem, aber wenigem bzw. nur tröpfchenweise Wasserlassen. Vielfach entsteht als Nebenbefund eine chronische Überbeanspruchung der Blasenmuskulatur, die die Muskeln im Laufe der Zeit erschlaffen lässt.

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Die Diagnose

Bisher wird zur Diagnose einer Prostatavergrößerung eine Ultraschalluntersuchung herangezogen. Mit dem Ultraschall kann die Größe der Prostata ausgemessen werden, jedoch nicht, ob eine bösartige Gewebeveränderung vorliegt. Da diese wichtige Frage mit dem Ultraschall nicht geklärt werden kann, führen wir die Untersuchung der Prostata ausschließlich mit dem MRT-Gerät (auch Kernspintomograph genannt) durch. Damit können wir die Größe der Prostata genau bestimmt und die Lage der gutartigen Knoten festlegen und eventuell vorliegende verdächtige Gewebestrukturen davon abgrenzen. Auch die Beziehung zum Harnstrang und zur Harnblase wird exakt beurteilt.

MRT und PSA-Wert Messung

Prostatavergroesserung-Vergleich_copy

Mit der MRT können wir eine gutartige Vergrößerung von einem tumorverdächtigen Knoten genau unterscheiden. Spezielle Messtechniken geben Aufschluss über die Beschaffenheit des Prostatagewebes. Dazu wird zusätzlich noch der PSA-Wert sowie weitere Blutparameter bestimmt, die für die Prostataauswertung wichtig sind. Die Kombination von auffälligen Blutwerten und der Bildgebung mittels MRT-Gerät, die einen verdächtigen Bezirk diagnostiziert hat, verstärkt den Verdacht auf einen eventuellen Tumor. In so einem Fall ist eine Probe des betroffenen Areals notwendig. Die Entnahme geschieht bei uns MRT-gesteuert, so dass die Sicherheit besteht, dass Gewebe aus dem verdächtigen Bezirk entnommen wird und die Frage nach einem Prostatakrebs geklärt wird. Die MRT-gesteuerte Prostatabiopsie wird nicht durch den Darm, sondern durch die Haut durchgeführt, so dass kein Antibiotikum eingenommen werden muss, da keine Darmbakterien in die Prostata gelangen können.

Mehr dazu unter Prostatabiopsie.

Die Behandlung einer gutartigen Prostatavergrößerung

Die Behandlung der Prostatavergrößerung kann zunächst meist konservativ mit Medikamenten behandelt werden. In manchen Fällen muss operativ eingeschritten werden, weil die Symptome der Vergrößerung für die betroffenen Männer häufig den Alltag sehr mühsam gestalten, z. B. ständigen Harndrang. Dabei gibt es auch neue, minimal-invasive Verfahren.

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