
Die Brust-MRT für die Prävention und Diagnostik von Brustkrebs
Die MRT-Mammographie (beider Brüste) hat die höchste Treffsicherheit, wenn es darum geht, einen Brustkrebs zu erkennen. Im Vergleich zur herkömmlichen Mammographie ist die MRT-Mammographie (Kernspintomographie der Brüste) nicht nur völlig frei von Röntgenstrahlen, sondern zudem auch völlig schmerzfrei. Die Brust wird nicht eingedrückt, sondern in Bauchlage in eine Brustspule gelegt.
Vorteile der Brust-MRT bei der Brustkrebs-Vorsorge
Eine MRT-Untersuchung der Brust hat eine hohe Treffsicherheit in der Diagnose von Tumoren im Frühstadium.
Laut einer internationalen Studie (2007 im 'New England Journal of Medicine' erschienen) kann die Brust-MRT insbesondere aggressive Tumore erkennen. In dieser Studie wurden über 7.000 Frauen sowohl mit der klassischen Röntgen-Mammographie als auch mit der MRT-Mammographie untersucht. Mit der Röntgen-Mammographie wurden dabei nur 52% (93 Fälle) der Brustkrebs-Vorstufen erkannt. Die Brust-MRT hingegen hat 98% (167 Fälle) erkannt - einschließlich der aggressiven Tumore. So eine Sicherheit bietet bisher keine andere Methode.
Vorteile der Brust-MRT:
- hohe Diagnosensicherheit
- keine Röntgenstrahlen
- kein Eindrücken der Brust
- für kleine Brüste gut geeignet
- für Frauen besonders geeignet, die sehr dichtes Drüsengewebe haben
- zusätzlich werden auch der Brustkorb und die Achselhöhlen erfasst und beurteilt
- zur Prävention, auch für jüngere Frauen
- zur Nachsorge bei bekanntem Brustkrebs
Wann ist eine Brust-MRT angezeigt?
Generell eignet sich diese schonende und zuverlässige Untersuchung in der Vorsorge zum Brustkrebs für jede Frau. Dies betrifft zum einen jene Frauen, die auf Gesundheitsvorsorge großen Wert legen und zum anderen all jene, die eine familiäre Vorbelastung aufweisen.
Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts sind seit den 80iger-Jahren die Brustkrebserkrankungen um 50% angestiegen. Dies fordert eine adäquate Untersuchung, die Tumore zuverlässig erkennen kann. Da die Brust ein Weichteilorgan ist, bietet sich eine MRT-Untersuchung zur Brustkrebs-Vorsorge an.
Im Vergleich zur konventionellen Mammographie empfiehlt sich diese Untersuchung auch bei Patientinnen mit einem dichten Drüsengewebe und großen Brüsten. Bei der konventionellen Mammographie kann z. B. zu dichtes Drüsengewebe zu Einschränkungen in der Beurteilbarkeit der Brust führen. Des Weiteren eignet sich diese Untersuchung für Frauen, die bereits an Brust operiert worden sind und zwar zur Differenzierung von Narbengewebe und Rezidiv. Bei bekanntem Brustkrebs dient die Brust-MRT zum Ausschluss weiterer Tumore bzw. zur Verlaufskontrolle unter einer Chemotherapie.
Voraussetzungen für eine Brust-MRT
Die Brust-MRT zur Brustkrebs-Vorsorge erfolgt vorzugsweise zwischen dem 7. und 14. Zyklustag. In dieser Zyklusphase ist das Drüsengewebe der Brust besonders gut beurteilbar.
Falls Vorbefunde der Brust vorliegen oder gar eine konventionelle Mammographie zeitnah erfolgt ist, sind diese Unterlagen mitzubringen.
Durch die Einnahme von Hormonen verändert sich das Gewebe der Brust, so dass es dichter und damit schwieriger zu beurteilen ist. Daher sollte die Hormonpräparate 4 bis 6 Wochen vor der Untersuchung abgesetzt werden.








