| schematische Darstellung der Kalkablagerungszone im Schultergelenk |
| Muskel- und Sehneapparat der Schulter |
| Kalkablagerung im Röntgenbild |
Wie entwickelt sich eine Kalkschulter?
Sind Kalkablagerungen im Schultergelenk eine altersbedingte Erscheinung? Oder entstehen Kalkablagerungen auch aufgrund von regelmäßigen Kalziumzugaben in der Ernährung, wie manche Patienten vermuten?
Beides kann im Prinzip ausgeschloßen werden, obwohl der Entstehungsmechanismus der Kalkschulter, die bereits 1907 von Painter bereits beschrieben worden ist, bis heute noch nicht vollständig geklärt ist.
Die Kalkschulter betrifft häufig auch junge Menschen. Meist kann sich der Patient an eine vorangegangene Verletzung der Schulter erinnern. Häufig sind die beginnenden Kalkablagerungen mit zunehmenden Schmerzen in der Schulter verbunden. Meist treten die Schmerzen aber nur dann auf, wenn der Patient den Arm nach oben hebt und/oder nach außen dreht.
Die auftetenden Schmerzen bei bestimmten Bewegungen sind jedoch nicht das einzige Problem. Die Kalkablagerungen können auch zu einer Verletzung und dauerhaften Schädigung der Rotatorenmanschette, d.h. des Sehnenmantels um das Schultergelenk führen.
Wie kann eine Kalkschulter erkannt werden?
Die Kalzifizierungen lassen sich zuverlässig über ein entsprechende Röntgenaufnahme oder ein CT darstellen. Eine ergänzende sonografische Untersuchung und eine Kernspinuntersuchung (MR) ermöglichen dazu eine Beurteilung der umliegenden Weichteile. Hier kann erkannt werden, ob die Sehnen bereits in Mitleidenschaft gezogen sind. Die umfassende Diagnose kann helfen, die passende Therapie auszuwählen und den Krankheits-bzw Heilungsverlauf erheblich abzukürzen.
Wie können diese Kalkablagerungen behandelt werden?
Im ersten Schritt kann zunächst mit einer entzündungshemmenden Medikation versucht werden, den schmerzhaften Entzündungsprozess einzudämmen. Bei weiter anhaltenden Schmerzen hat die ALTA Klinik sehr gute Erfahrungen mit einer schonenden und nicht-invasiven Methode zur Entfernung der Kalkablagerungen gemacht, der sogenannten Stoßwellentherapie. Hierbei werden mittels Stoßwellen die Kalkablagerungen von außen aufgelöst. Es ist damit keine Operation notwendig.Die Wirkungsweise und Effektivität von Stoßwellen für diesen Einsatz ist in mehreren Studien beschrieben und bestätigt. Es muss dabei zwischen so genannten hochenergetischen Stoßwellen und niedrigenergetischen Stoßwellen unterschieden werden. Die hochenergetische Stosswellentherapie wurde ursprünglich für die Beseitigung von Nierensteinen entwickelt. An der Schulter hat sich jedoch die niedrigenergetische Anwendung von Stoßwellen besonders bewährt.
In manchen Fällen wird bei starken Schmerzen und größeren Kalkablagerungen auch eine arthroskopische Entfernung des Kalkdepots durchgeführt.









